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In der Schlossstraße 34 wohnte und arbeitete der Baumeister des berühmten Dresdner Zwingers, Matthäus Daniel Pöppelmann (1662 - 1736). Sein Aufstieg von der unbezahlten Hilfskraft im Oberlandbauamt zum Stararchitekten August des Starken und schließlich Chef der Behörde werden Touristen am Originalschauplatz bald wieder hören können. Denn das Oberlandbauamt und Wohnhaus Pöppelmanns, Schlossstraße 34 wird wieder aufgebaut, als Bestandteil des Quartiers VIII. am Neumarkt. Soweit die gute Botschaft.
Nun die schlechte Nachricht. Was das Mozarthaus in Salzburg oder das Rembrandthaus in Amsterdam kann das Pöppelmannhaus in Dresden nicht werden, ein Museum, das exemplarisch an einen berühmten Dresdner Bürger erinnert, der nicht nur am Neumarkt wohnte, sondern den Baustil am Platz mit prägte. Die Schlossstraße 34 hat das Potenzial anschaulich zu erzählen, wer die Erfinder und Entwickler des sächsischen Barocks sind, dessen teilweise Wiedergeburt und versuchte Nachahmung man gerade am Neumarkt erlebt. Im Oberlandbauamt, Schlossstraße 34 arbeiteten sie nämlich alle von Klengel, Starcke, Karcher, Pöppelmann bis Knöffel, die berühmten sächsischen Baumeister – immer abrufbereit gleich gegenüber der Residenz.
Doch architekturinteressierte Bildungsbürger dieser Welt dürften wohl nur die Gelegenheit bekommen in der Pöppelmann-Suite zu schlafen. Denn die Schlossstraße 34 wird Bestandteil eines neuen Hotels mit 250 Betten. Die Baywobau Dresden, die nicht gerade zur Freude der Fachwelt am Neumarkt das Hotel de Saxe errichtete und derzeit unmittelbar gegenüber der Frauenkirche baut (Quartier III), steht in Kaufverhandlungen mit dem Land. Der größte Teil der Grundstücke zwischen Schlossstraße und Johanneum gehört dem Freistaat, der sein königliches Erbe noch bis Ende des Jahres in klingende Münze verwandeln will.
Die Stadt erhörte den Wunsch. Die Mehrheit im Stadtrat votierte am 6. Dezember für eine Hotelnutzung an diesem sensiblen Ort. Damit ist der Weg für das Projekt des genannten, aber auch eines anderen Investors frei. Zwei sollen sich um das Quartier VIII bewerben. Der Stadtrat stimmte außerdem für die Aufstellung eines Bebauungplanes. Damit kann die Stadt die städtebaulich-gestalterischen Ziele, die für den Neumarkt gelten, auch an der Schlossstraße durchsetzen.
So soll an der Schlossstraße 34 nach Auskunft von Baubürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) nicht nur die historische Fassade vor Betonguss auferstehen, das Pöppelmannhaus also nicht nur werbewirksame Verpackung für das großflächige Stahlbetongebäude dahinter werden. „Die Schlossstraße 43 ist ein Leitbau, der in seiner Kubatur und mit seinen Etagen wieder entsteht”, so Feßenmayr. Allerdings werden die Räume der breiten Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Die Baywobau Dresden plant an dem Standort ein Luxushotel im Fünf-Sterne-Bereich. Die Pöppelmann-Suite mit direktem Blick aufs Schloss wird selbst nur zahlungskräftigen Hotelgästen vorbehalten bleiben.
Zwei Hotels am Neumarkt sind bereits eröffnet, die Rekonstruktion des Hotels Stadt Rom ist schon lange ein städtebauliches Ziel, das Hotel an der Schlossstraße wäre die Nummer vier. Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gab im Vorfeld der Stadtratsentscheidung zu bedenken, dass Dresden mit 95 Hotels und 14349 Betten bereits überdurchschnittlich gut ausgestattet ist. Schon jetzt sei Dresden die Stadt in Deutschland mit der zweithöchsten Hotelbettenzahl pro Kopf. Mindestens elf weitere seien geplant und schon genehmigt.
Die Befürchtung, dass der Neumarkt eine Bettenburg werden könnte, wollte die CDU-Fraktion im Stadtrat nicht teilen. Auch die Sorge des Wirtschaftsbürgermeisters eine Überkapazität an Hotelbetten könnte einen Preiskampf auslösen, der Existenzen ruiniert und im Billigtourismus endet, wischte die CDU vom Tisch. Statt dessen griff sie den Wirtschaftsbürgermeister an, der seine Sorge in den Dresdner Neuesten Nachrichten auf den Punkt gebracht hatte: Dresden drohe eine touristische „Ramsch-Destination” zu werden.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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