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Nobel-Hotel an nobler Schlosslage

22. December. 2007
22.December 2007
Rekonstruktionsplan der Fassaden für die Schlossstraße: Pöppelmannhaus (3.v.l.), daneben Fraumutterhaus und Arnoldsche Kunsthandlung, Grafik: IPRO Dresden, Büro Böhme-Schönfeld für Baywobau

Neue alte Fassaden für die Schlossstraße

Der Run auf die Grundstücke im Umfeld des Neumarktes geht in die Endrunde. Vor allem jene in Toplage, etwa direkt gegenüber der Frauenkirche oder dem Schloss, sind heiß begehrt. Die Baywobau-Gruppe, die bereits am Neumarkt agiert, kam erneut zum Zuge. Der Freistaat verkauft dem Bauträger das 5700 Quadratmeter große Areal zwischen Schlossstraße und Johanneum. Der Kaufvertrag für das Quartier VIII am Neumarkt wurde gestern bei einem Dresdner Notar beurkundet, teilte das Finanzministerium nach der Unterzeichnung mit.

Beide Seiten vereinbarten Stillschweigen zum Kaufpreis. Doch da der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages dem Vertrag noch zustimmen muss, darf man von einer zweistelligen Millionensumme ausgehen. Berndt Dietze, Geschäftsführer der Baywobau Dresden, glaubt, dass die Vorlage des Kaufvertrages im Landtagsausschuss nur eine Formsache ist: „Es gibt keinen Grund, an unserer Bonität zu zweifeln”. Rund drei Viertel des Kaufpreises erhält der Freistaat Sachsen, ein Viertel teilen sich der Bund und die evangelisch-lutherische Kirche als Miteigentümer des Grundstückes.

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Die Baywobau will auf dem geschichtsträchtigen Grund und Boden genau gegenüber dem Schloss ein Luxushotel mit 250 Betten errichten. „Ein Fünf-Sterne-Hotel wird in Dresden noch gebraucht”, so Berndt Dietze. Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FPD) vertritt dazu bekanntlich eine andere Auffassung. „Wenn der Wirtschaftsbürgermeister mit der Erweiterung der Messe mehr Kongresse nach Dresden holen will, dann liegen wir mit dem Projekt doch genau richtig”, meint Dietze. Den Namen des Hotelbetreibers wollte er noch nicht nennen, da der Vertrag erst Ende Januar unterzeichnet werde.

Der Entwurf des Dresdner Architekturbüros IPRO für das Nobelhotel ist nach den Angaben des Baywobau-Chefs bereits weit gediehen. Insofern rechnet er mit einem Baubeginn Ende Juli 2008. „Das Hotel könnten wir zeitnah mit dem Schloss 2010 eröffnen”, so Dietze. Er verspricht einen Wiederaufbau entsprechend der Gestaltungssatzung zum historischen Neumarkt. „Wir werden nicht nur die Fassaden der einstigen Häuser in der Schlossstraße rekonstruieren, sondern auch ihre Grundstruktur”, widerspricht Dietze Befürchtungen, dass die historischen Fassaden lediglich werbewirksame Verpackung für ein großflächiges Gebäude aus Stahl und Beton dahinter werden. „In der Schlossstraße 34 bauen wir auch den Lichthof und das historische Treppenhaus wieder auf”, erklärt Dietze weiter.

In der Schlossstraße 34 wohnte und arbeitete Zwinger-Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736). Das ehemalige Oberlandbauamt, das Zentrum der kreativen Architekten insbesondere um August den Starken, gehört zu den Leitbauten im Quartier VIII. Leider wird die Schlossstraße 34 als Bestandteil des Nobelhotels kein Haus für die breite Öffentlichkeit.

Im Quartier III errichtete die Baywobau bereits das Hotel de Saxe, das allerdings in der Fachwelt auf wenig Gegenliebe stieß. Das 3-Sterne-Haus verkaufte die Baywobau zwischenzeitlich an die Treuhandliegenschaftsgesellschaft Dresden weiter.

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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