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Neumarkt

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Modern gemischter Barock am Neumarkt

23. May. 2008
23.May 2008
Klar heben sich die historischen von den modernen Fassaden ab. Dadurch wird die Wirkung der Repliken erhöht.

Ecke Neumarkt/Landhausstraße Foto: Holland

Großes Feuerwerk über dem Neumarkt. In Dresden wird die Übergabe von wieder aufgebauten Bürgerhäusern südöstlich der Frauenkirche gefeiert. Die Stadt spricht im Bürokratendeutsch vom Quartier III. Der Bauherr, die Baywobau Dresden, vermarktet es werbewirksam und blumig als „Juwel an der Frauenkirche“. Das ist verdreht und hochgestapelt. Denn der Edelstein auf dem Neumarkt ist und bleibt die Frauenkirche, die Häuser drum herum bilden lediglich die Fassung. Die darf aus dem Blickwinkel der Sehnsucht nach dem „Dresden, wie es einmal war“ natürlich keine beliebige sein. Und so sehen die selbsternannten Kritiker und die Fachwelt, nachdem die Gerüste an den Fassaden gefallen sind, wieder genau hin. Ein Aufschrei der Ablehnung, wie bei der Einweihung des Quartiers I, blieb bisher aus. Im Gegenteil: „Das Ensemble sei durchaus geeignet, den architektonischen Glaubenskrieg zwischen den Befürwortern der barocken Wiedergeburt und den Verfechtern einer Mischung von Barock und Moderne dauerhaft zu beenden“, wird schon gejubelt. Warten wir´s ab.

Das 2200 Quadratmeter große Grundstück südöstlich der Frauenkirche, das einem breiten Tortenstück gleicht, bestand vor der Zerstörung aus 11 Parzellen, mit dem Wiederaufbau wurden fünf daraus gemacht. Lediglich an den Fassaden lässt sich die alte Struktur des Quartiers wieder ablesen, dahinter verbergen sich fünf Häuser modernen Zuschnitts in Beton gegossen. Nach historischem Vorbild beziehungsweise über Analogien wieder aufgebaut wurden fünf Fassaden, die anderen sind deutlich als zeitgemäße Lösungen zu erkennen und mit Sicherheit dem Geschmacksurteil unterworfen. In Internetforen wird schon heiß über das schmale Glashaus oder über den Neubau An der Frauenkirche 22 diskutiert. Die Architekten dieser Fassade vom Büro Wörner distanzierten sich übrigens schon von der Ausführung ihres Entwurfs. Die Fugen, das Material und die Farbe entsprächen nicht dem ursprünglichen Entwurf. „Die von uns entwickelte Fassadenwölbung reduzierte man zu einem Knick. Ein zusätzlicher Farbanstrich führt zum Eindruck einer plastikverkleideten Fassade, und die nachträglich aufgezeichneten Fugen können nur als Versuch einer Schadensbegrenzung gewertet werden“, so die Architekten vom Büro Wörner.

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Die Kritik nimmt Berndt Dietze, Chef der Baywobau Dresden, gelassen. Das Büro habe gewusst, dass sein Unternehmen ein anderes Material verwenden werde. „Und über die Farbgestaltung hat eine Kommission bei der Stadt entschieden“, so Dietze. Er räumt ein, dass sie sich bei der Helligkeit vertan haben könnte. Dietze vertröstet auf die heilende Wirkung der Patina, die jedes Haus mit der Zeit ansetzt. Die ersten kritischen Stimmen wirkten sich jedoch in keiner Weise auf die Vermarktung der Gebäude aus.

Alle elf Läden in den Erdgeschossen und die drei Restaurants seien bereits an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht. Und von den 18 Eigentumswohnungen seien bereits zehn verkauft. In die 47 Appartements könne man sich allerdings noch einmieten. Auch von den neuen Büros sind noch vier zu haben. Dietze zeigt sich mit dem Stand der Vermietung höchst zufrieden. 36,8 Millionen Euro hat die Baywobau nach eigenen Angaben in den Wiederaufbau des Areals investiert. Eigentümer der Häuser sind inzwischen die AXA Investment Deutschland und der Volkswohl Bund Deutschland.

 

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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