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Großes Feuerwerk über dem Neumarkt. In Dresden wird die Übergabe von wieder aufgebauten Bürgerhäusern südöstlich der Frauenkirche gefeiert. Die Stadt spricht im Bürokratendeutsch vom Quartier III. Der Bauherr, die Baywobau Dresden, vermarktet es werbewirksam und blumig als „Juwel an der Frauenkirche“. Das ist verdreht und hochgestapelt. Denn der Edelstein auf dem Neumarkt ist und bleibt die Frauenkirche, die Häuser drum herum bilden lediglich die Fassung. Die darf aus dem Blickwinkel der Sehnsucht nach dem „Dresden, wie es einmal war“ natürlich keine beliebige sein. Und so sehen die selbsternannten Kritiker und die Fachwelt, nachdem die Gerüste an den Fassaden gefallen sind, wieder genau hin. Ein Aufschrei der Ablehnung, wie bei der Einweihung des Quartiers I, blieb bisher aus. Im Gegenteil: „Das Ensemble sei durchaus geeignet, den architektonischen Glaubenskrieg zwischen den Befürwortern der barocken Wiedergeburt und den Verfechtern einer Mischung von Barock und Moderne dauerhaft zu beenden“, wird schon gejubelt. Warten wir´s ab.
Das 2200 Quadratmeter große Grundstück südöstlich der Frauenkirche, das einem breiten Tortenstück gleicht, bestand vor der Zerstörung aus 11 Parzellen, mit dem Wiederaufbau wurden fünf daraus gemacht. Lediglich an den Fassaden lässt sich die alte Struktur des Quartiers wieder ablesen, dahinter verbergen sich fünf Häuser modernen Zuschnitts in Beton gegossen. Nach historischem Vorbild beziehungsweise über Analogien wieder aufgebaut wurden fünf Fassaden, die anderen sind deutlich als zeitgemäße Lösungen zu erkennen und mit Sicherheit dem Geschmacksurteil unterworfen. In Internetforen wird schon heiß über das schmale Glashaus oder über den Neubau An der Frauenkirche 22 diskutiert. Die Architekten dieser Fassade vom Büro Wörner distanzierten sich übrigens schon von der Ausführung ihres Entwurfs. Die Fugen, das Material und die Farbe entsprächen nicht dem ursprünglichen Entwurf. „Die von uns entwickelte Fassadenwölbung reduzierte man zu einem Knick. Ein zusätzlicher Farbanstrich führt zum Eindruck einer plastikverkleideten Fassade, und die nachträglich aufgezeichneten Fugen können nur als Versuch einer Schadensbegrenzung gewertet werden“, so die Architekten vom Büro Wörner.
Die Kritik nimmt Berndt Dietze, Chef der Baywobau Dresden, gelassen. Das Büro habe gewusst, dass sein Unternehmen ein anderes Material verwenden werde. „Und über die Farbgestaltung hat eine Kommission bei der Stadt entschieden“, so Dietze. Er räumt ein, dass sie sich bei der Helligkeit vertan haben könnte. Dietze vertröstet auf die heilende Wirkung der Patina, die jedes Haus mit der Zeit ansetzt. Die ersten kritischen Stimmen wirkten sich jedoch in keiner Weise auf die Vermarktung der Gebäude aus.
Alle elf Läden in den Erdgeschossen und die drei Restaurants seien bereits an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht. Und von den 18 Eigentumswohnungen seien bereits zehn verkauft. In die 47 Appartements könne man sich allerdings noch einmieten. Auch von den neuen Büros sind noch vier zu haben. Dietze zeigt sich mit dem Stand der Vermietung höchst zufrieden. 36,8 Millionen Euro hat die Baywobau nach eigenen Angaben in den Wiederaufbau des Areals investiert. Eigentümer der Häuser sind inzwischen die AXA Investment Deutschland und der Volkswohl Bund Deutschland.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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