Willkommen:
beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.
Der wohl größte deutsche Komponist des 17. Jahrhunderts lebte in Dresden. Von seinem Wohnhaus am Neumarkt 12 hatte Heinrich Schütz beim Komponieren die Frauenkirche genau im Blick. Das Bürgerhaus, in dem der kursächsische Hofkapellmeister von 1629 bis 1657 lebte und arbeitete, wird wieder aufgebaut. Barock und mit Aura bedient es die Sehnsucht nach dem alten Dresden. Der Bauherr greift die Geschichte auf und macht zahlungskräftigen Senioren deutschlandweit das Angebot, am Neumarkt 12 zu leben. Das Heinrich-Schütz-Haus wird eine Seniorenresidenz. Heute wurde der Richtkranz über dem Rohbau aufgezogen.
„Wir investieren 20 Millionen Euro in das Projekt“, so Hartmut G. Knippscheer, Vorstand vom Martinshof Rothenburg Diakoniewerk. Die kirchliche Stiftung mit Sitz in der Oberlausitz ist der Bauherr. Zum Projekt gehört auch der Wiederaufbau des Köhlerschen Hauses und eines Neubaus. In dem Komplex zwischen „Hotel de Saxe“ und dem Kulturpalast entstehen 50 altersgerechte Wohnungen zwischen 50 und 110 Quadratmetern. „140 Anfragen haben wir schon. Im Mai werden wir die ersten Mietverträge abschließen können“, sagt Andrea Mylo, Geschäftsführerin der „Heinrich-Schütz-Residenz“. Weil bis dahin die erste Musterwohnung fertig sein wird. Die Einweihung wolle man im November feiern.
Das ist ein äußerst knapper Zeitplan angesichts des Anspruchs, die Fassaden des Heinrich-Schütz- und des Köhlerschen Hauses mit ihren Erkern vollständig zu rekonstruieren. Stephan Hertzig vom Verein Historischer Neumarkt sorgt sich, dass unter dem Tempo die Qualität leiden könnte. Denn das Köhlersche Haus gehöre deutschlandweit zu den architektonisch herausragenden Bürgerhäusern der Barockzeit.
Stefan Drees vom Architekturbüro Feddersen, Berlin betont, dass die denkmalgerechte Rekonstruktion der Fassade schon eine Herausforderung sei. Möglich wird sie, weil man Fassadenelemente im Stadtmuseum und im Lapidarium aufbewahrte. Doch alle Kraft fließe nicht nur in den Wiederaufbau der Hülle: „Wir bauen keine Nutzungseinheiten, sondern drei einzelne Häuser auf, deren Eigenständigkeit innen und außen ablesbar ist“, sagt Stefan Drees.
Bereits wieder erstanden sind die Innenhöfe und die großen Eingangshallen, die mit dem Innenausbau zu öffentlichen Räumen werden. So wird es im Heinrich-Schütz-Haus im Erdgeschoss einen Saal für Konzerte, Vorträge und Lesungen geben. Eine Treppe führt zum noch vollständig erhaltenen alten Kellergewölbe hinab, wo eine Keller-Lounge konzipiert ist, wo Bewohner, aber auch Gäste des Hauses sich zum Glas Wein treffen können. Zum Relaxen bietet sich auch das rekonstruierte Kellergewölbe des Köhlerschen Hauses an. Da werden sich die Türen zum Wellness-Bereich öffnen. „Heinrich-Schütz-Residenz“ erfüllt nicht nur die Sehnsucht nach dem alten Dresden, sie macht auch Mallorca Konkurrenz.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
© 2007-2008 meindresden.info
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von meindresden.info
URL: