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Neumarkt

Fünf Millionen Besucher in der Frauenkirche

27. März. 2008
27.März 2008
Die Dresdner Frauenkirche ist seit ihrer Weihe im Jahr 2005 täglich von Touristen umringt.

Frauenkirche Foto: Holland

Fünf Millionen Menschen aus aller Welt besuchten die Dresdner Frauenkirche seit ihrer Weihe am 30. Oktober 2005, teilt die Stiftung Frauenkirche Dresden mit. Sie nahmen an Gottesdiensten, Andachten, Konzerten und Vorträgen teil oder besichtigten das Gotteshaus zu den Zeiten der „Offenen Kirche“. „Die Faszination, die von der Frauenkirche ausgeht, ist ungebrochen“, sagt Sebastian Feydt, Frauenkirchenpfarrer und Geschäftsführer der Stiftung.

Mit dem Wiederaufbau sei ein Wahrzeichen entstanden, das für Neuanfang und Versöhnung steht und zu Toleranz und Frieden mahnt. Das erklärt ihre Magnetwirkung. Denn die fünf Millionen Besucher übersteigen die Dresdner Einwohnerzahl um das Zehnfache. Lediglich 7 Prozent, nämlich 350.000 kamen aus Dresden, ergab eine Befragung. Jeder vierte Besucher nahm an den Gottesdiensten und Andachten teil. Allein zu den österlichen Gottesdiensten strömten 5000 Menschen.

„Die Frauenkirche spricht jeden an“, so Pfarrer Feydt. Für den kurzen Moment der Besinnung sind die Andachten mit Kirchenführung täglich, 12 Uhr gedacht. Die Gottesdienste am Sonntag unter der feierlichen Kuppel der Frauenkirche verbinden zu einer großen Gemeinschaft. Und von der 67m hohen Aussichtsplattform der Laterne erwartet die Besucher ein einzigartiger Blick über die Dresden.

Außerdem hat sich der protestantische Sakralbau als Konzerthaus inzwischen weltweit einen Namen gemacht. So erklingt 2008 und 2009 in der Frauenkirche das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach. Am 28. März, 20 Uhr wird der III. Zyklus aufgeführt. Frauenkirchenorganist Samuel Kummer intoniert Choralvorspiele aus Bachs früher Schaffensperiode zu den Liedern "Christ lag in Todesbanden" und "Allein Gott in der Höh sei Ehr". Tickets: 14 Euro. Am 29. März, 20 Uhr gastiert das Kammerorchester Stuttgart unter Leitung von Michael Hofstetter mit der Mezzosopranistin Ann Murray. Tickets:  44 / 34 / 24 / 12 Euro. Die Abendkasse öffnet am Freitag am Eingang D der Frauenkirche um 19 Uhr, am Samstag bereits um 17 Uhr.

20400 Studienanfänger zum Wintersemester

In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de

Stadt will keine Mehrkosten fürs Stadion übernehmen

Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.

Verkehrsführung Bautzner Straße wieder ganz anders

Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.

Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau

Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der  wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.

Junge Fußballerinnen tragen ihre WM auch in Dresden aus

Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.

Praktikum im Kunstministerium

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de

Buchvorstellung zur Geschichte der „Interflug“

Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.