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Über vier Millionen Menschen besuchten die Frauenkirche seit der Weihe im Oktober 2005. Gottesdienste, Andachten, Konzerte oder Führungen sorgten immer für ein volles Haus. So erfreulich der Ansturm auf der einen Seite ist, hinterließ er doch auch seine Spuren. Die werden nun in einem ersten fünftägigen Großputz beseitigt, der heute beginnt. Insofern bleibt die Frauenkirche bis Freitag geschlossen.
„Den Kirchenraum müssen wir nicht einrüsten”, erklärt Christoph Frenzel, Architekt und Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche, dass weder eine Putzfrau noch ein Restaurator etwa zu den Deckengemälden in die Kuppel steigen müsse. Da kam ja auch kein Tourist hin im Gegensatz zum vielbenutzten Gestühl im Kirchenschiff. „Teilweise starke Abnutzungen haben wir da an den Holzfußböden, aber auch an den Türen”, so Christoph Frenzel. Dort, wo es nötig ist, werde der Holzfußboden abgeschliffen und neu geölt.
Nicht nur das wertvolle Lärchenholz, sondern auch Stuck- und Sandsteinprofile lechzen nach einer intensiven Pflege. Denn die vier Millionen Menschen wirbelten in den zurückliegenden zwei Jahren eine Menge Staub in der Kirche auf, der sich beispielsweise auf der Außendecke der Betstuben ablagerte. Da wird die bestellte Reinigungsfirma ganz profan mit dem Staubsauger drüber gehen müssen.
Aber sonst wird in dem barocken Gotteshaus schon anders als zu Hause geputzt. Die Restauratoren gaben vor, dass die Stuckprofile der marmorierten Schmuckfelder an den Brüstungen mit Naturhaarpinseln zu reinigen sind. „Rund 140 solche Brüstungsfelder gibt es in der Kirche”, so Geschäftsführer Frenzel. Die Zahl verdeutlicht den Arbeitsaufwand. Und um die Pfeilergesimse vom Staub zu befreien, müssen schon Teleskopstangen ausgefahren werden. Recken und Strecken beim Wischen allein reicht nicht.
Ausgeklügelte Technik hilft Höhen, Breiten und Überhänge zu überwinden. Dass die Männer des Wiederaufbaus der Kirche schon bei der Planung an solch banale Dinge wie das Fensterputzen dachten, veranschaulicht ein 17 Meter hohes und drei Meter breites Gerüst im oberen Kuppelraum. „Das Gerüst ließ sich mühelos an der Wand verankern, hatte man die Ösen doch schon während des Baus der Kuppel in den Sandstein eingelassen”, präsentiert Christoph Frenzel nicht ohne Stolz diese technische Lösung. Leider bleibt die imposante Konstruktion, mit der man die Fenster in den höchstgelegenen Gaupen erreicht, der Öffentlichkeit verborgen. Erst recht wenn im oberen Kuppelraum gearbeitet wird.
„Wir wollen an den Fenstern der oberen Gaupen kleine Elektroheizungen einbauen, um die Oberflächentemperatur an den Sandsteinen zu erhöhen”, erklärt Frenzel, dass man die erste Schließung der Frauenkirche auch zur endgültigen Lösung des schon kurz nach ihrer Eröffnung aufgetretenen Feuchtigkeitsproblems nutzen will. Allerdings werden die Arbeiten an den oberen Gaupen auch vom Wendelgang in der Kuppel aus ausgeführt. Insofern ist der Aufstieg zur Laternenplattform voraussichtlich bis zum 31. Januar nicht möglich. Der Verzicht dient in jedem Fall der Frauenkirche und möglicherweise auch der eigenen Gesundheit, schließlich pfeift im Januar meist der kalte böhmische Wind um die Laterne der Kirche.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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