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Kultur

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Zeitgenössische Kunst auf blutigem Grund

14. August. 2009
14.August 2009
Zeitgenössische Kunst trifft auf morbide Architektur im ehemaligen Kuhstall des einstigen Schlachthofes im Dresdner Ostraghege.

Ostrale 2009 im Ostragehege Foto: Holland

Die Wiederbelebung eines ungewöhnlichen Ortes mit den Mitteln der Kunst, dafür steht die „Ostrale“ im ehemaligen Dresdner Schlachthof im Ostragehege. In den Hallen, wo einst Schafe, Kühe und Schweine zur Schlachtbank geführt wurden, setzen vom 14. August bis 6. September 140 zeitgenössische Künstler aus 13 Ländern ihre Werke in Szene. Auf verschlissenem blutigem Grund sind Malerei, Grafik, Fotografie, Plastik, Videos und Installationen - insgesamt 270 Werke und Serien zu sehen. Am 14. August, 19 Uhr wird die „Ostrale 2009“ im Messering 8 mit verschiedenen Performances eröffnet.

Die dritte Auflage verspricht nicht wie bisher nur zehn Tage, sondern drei Wochen Kunstgenuss in den zwar maroden, aber in ihrer Architektur einmaligen vom renommierten Dresdner Stadtbaurat, Hans Erlwein, zu Beginn des 20. Jahrhunderts entworfenen Gebäuden. Im früheren Kuhstall mit Oberlicht beispielsweise treffen verschiedene Plastiken auf Fotografie. Neu als Ausstellungsfläche erschlossen wurde in diesem Jahr die Direktoren-Villa des einstigen Schlachthofes. Eine Skulptur aus Rinderknochen weist den Weg.

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Die Geschichte des Ortes und sein morbider Charme regten die Bühnenbildnerin und Tänzerin Andrea Hilger und den Wirtschaftsmathematiker Torsten Rommel an, 2007 die erste „Ostrale“ für ein Wochenende zu veranstalten. Damals kamen 4000 Gäste. Mehr als doppelt so viele besuchten im vergangenen Jahr die zweite Schau. Für ihren Mut, einen im Gedächtnis der Stadt fast schon vergessenen Ort mit der Kunst wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen, verlieh die Stadt den Initiatoren Andrea Hilger, Mike Salomon und Torsten Rommel in diesem Frühjahr den Kunst-Förderpreis.

Erstmals lag die inhaltliche Zusammenstellung teilweise in externen Händen. Die Kuratoren Lukas Feireiss und Martin Müller aus Berlin wählten zusammen mit Hilger die Werke aus. Einerseits gab es wieder das offene Bewerbungsverfahren, an dem sich rund 400 Künstler - 130 mehr als im vergangenen Jahr - beteiligten. Davon lud die Jury rund 70 zur „Ostrale 2009“ ein. Weitere 57 Künstler und Künstlergruppen wurden direkt angesprochen.

Die zeitgenössische Malerei vermitteln u.a. Künstler wie Sabine Geierhos, Ulrike Panhorst und Tanja Moosblech (Belgien), David Manley (UK), Any Janssen (NL) und Katja Davar (D). Stellvertretend für die zeitgenössische Fotokunst stehen Arbeiten von Denis Darzaq (F) und Filip Dujardin (Belgien). Videokunst ist u.a. von Benjamin Fleig (NL), Niklas Goldbach (D), Caspar Stracke (USA) oder Hannes Böck (A) zu sehen.

Die „Ostrale“ will nicht nur ein klassisches Ausstellungsformat sein, sondern verschieden Künste in ungewöhnlichen Räumen aufeinander treffen lassen. So bieten die Wochenendprogramme unter dem neuen Label „OSTRALE.xtra“ Verbindungen von Theater, Tanz, Film, Musik und Literatur. Andrea Hilger schätzt die gegenseitige Inspiration der Künste. Und sie ist motiviert, die „Ostrale“ als „größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Dresden“ zu etablieren.

„Ostrale 2009“ im Zentrum für zeitgenössische Kunst, Messering 8, geöffnet Di.-Do. 11 bis 16 Uhr, Fr. u. Sa. 14 bis 22 Uhr, So. 11 bis 20 Uhr. Montags geschlossen. Eintrittspreise Di.-Do. 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Fr.-So. 10 Euro, ermäßigt 7 Euro.

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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