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Ein Bagger nagt gefräßig an den schon zerfetzten Etagen eines Hauses. Mit dem Abriss des Centrum-Warenhauses in der Prager Straße beginnt der einstündige Film „Was bleibt“. Regisseur und Kameramann Ralf Kukula und die Bauhistorikerin Susann Buttolo dokumentieren darin das Werden und Vergehen der Dresdner Nachkriegsarchitektur. Gehen vom schweren Stand der Ostmoderne nach der politischen Wende aus, um schließlich bei der Erkenntnis zu landen, dass die Westmoderne an gleicher Stelle manchmal nur einen Tick schicker ist. Denn mit dem Abriss des „Fresswürfels“ am Postplatz, der für einen neuen „Kubus“ weichen musste, endet der Film, der am Sonnabend im Kulturpalast Premiere hat.
Im ersten Teil wird sehr viel erklärt. Für den Einstieg ins Thema ist das gewiss notwendig, um zu verstehen, dass beispielsweise die Architektur am Altmarkt schon damals die Sehnsucht nach dem alten Dresden bediente. Doch entgegen der Aussage des Berliner Bauhistorikers und Architekten Bruno Flierl, war Dresden nicht „vorgeschrieben“ worden „sich doch an das schöne barocke Vorbild zu halten“. Im Gegenteil, die Nachkriegsarchitekten hatten sich den Freiraum erst erkämpfen müssen, das stalinistische Baudiktat mit Dresdner Barock modifizieren zu dürfen.
Der Film setzt sich aus Erinnerungen, Meinungen und fachlichen Statements zusammen. Susann Buttolo, Tochter des sächsischen Innenministers, befragte Baukünstler von damals und Architekturkritiker von heute, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger aus Ost und West. Ralf Kukula filmte aus überraschenden Blickwinkeln und ungewöhnlichen Standorten. Vermittelt so die Wertschätzung für bestimmte Gebäude und Ensemble. Vergleicht die Moderne und ihre städtebaulichen Konzepte in Dresden, Berlin, Hannover und Rotterdam. Belege für das Bauen in sozialistischen Zeiten fand Kukula in der Fotothek, Archiven und im eigenen Fundus der Balance Film GmbH.
Der Film hat dort seine Stärken, wo er die Kritiker und Macher von einst zu Wort kommen lässt. „Natürlich haben wir Studenten diskutiert. Heftig sogar. Die Bauten am Altmarkt haben wir entsetzlich gefunden. Heute stehen sie unter Denkmalschutz. Heute erkennt man wieder die Qualität“, so Eberhard Renner. „Ich meine, wir waren nicht schlecht. Natürlich hatten wir Einschränkungen, die eben aus der Materialseite heraus erwuchsen. Einschränkungen, die aus politischer Auftragssituation heraus erfolgten. Aber das, was gebaut worden ist, kann sich durchaus sehen lassen, soweit es noch steht“, sagt Günther Gruner, Architekt der abgerissenen „Gaststätte am Zwinger“. Gar zu überschwängliche Erinnerungen vermag Kukula allerdings auch mit seinen Bildern zu relativieren.
Stellenweise zu weitschweifig werden städtebauliche Themen behandelt und die Notwendigkeit des industrialisierten Bauens erklärt, insofern wiederholen sich die Bilder. „Man kann industrialisiertes Bauen nicht grundsätzlich für gut oder schlecht halten“, sagt der aus Stuttgart kommende Kunsthistoriker Gilbert Lupfer, der in den Staatlichen Kunstsammlungen arbeitet. Dadurch konnte innerhalb kurzer Zeit mit geringem Materialaufwand viel Wohnraum geschaffen werden. „Dass diese Bauten nicht in Würde altern können, sondern einem schäbigen Verfall anheimfallen“, sei jedoch die Crux. Die ersten Platten-Bauten in Dresden nach dem Krieg, die fünfgeschossigen Häuser an der Borsbergstraße, widersetzen sich dem Prinzip. „Besonderen architektonischen Ehrgeiz hatten wir seiner Zeit in den Kopfbau der Borsbergstraße gesetzt“, erinnert sich Wolfgang Hänsch.
Der Architekt erzählt in dem Film aber vor allem von seinem ehrgeizigen Projekt, dem Bau des Dresdner Kulturpalastes. Er berichtet, wie trotz Kürzung des Budgets um sieben Millionen DDR-Mark dennoch ein großzügiges Kulturhaus entstand. Bruno Flierl bezeichnet den Kulturpalast als „glücklichste Leistung modernen Städtebaus in der DDR“. Die Denkmalpflege teilt die Meinung, deshalb steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Doch die Stadt will den Kulturpalast innen völlig entkernen und den derzeitigen Multifunktionalsaal in einen reinen Konzertsaal umbauen. Der Film von Ralf Kukula und Susann Buttolo wertet nicht. Die Kommentare und Bilder schärfen allerdings den Blick auf bauliche Zeitzeugen, die zu verschwinden drohen, wenn sich die Öffentlichkeit ihrer zu spät bewusst wird.
„Was bleibt“, Filmpremiere am 21. März, 15 Uhr im Kulturpalast. Eintritt 3 Euro. Ab 22. März läuft der Film im Kino Metropolis am Waldschlösschen. Die DVD kostet bei Balance Film 14,90 Euro und ist auch im Buchhandel erhältlich.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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