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Die Operation ist geglückt. Im September beginnt das Herz des Landesgymnasiums für Musik, die Villa Rothermundt in der Mendelssohnallee 34, wieder zu schlagen. Die großbürgerliche Villa, die sich Adolf Rothermundt 1897 vom Architekten Karl Emil Scherz im Stil des Historismus errichten ließ, ist weitestgehend saniert. Davon überzeugte sich Sachsens neuer Finanzminister, Georg Unland (CDU). „Im September wird in der Villa wieder musiziert“, versprach Dieter Janosch, Chef der Sächsischen Immobilien- und Baumanagement GmbH (SIB). Der Staatsbetrieb baut im Auftrag des Freistaates das Musikgymnasium mit 14,8 Millionen Euro zu einer Ganztagsschule für hochbegabte musikalische Kinder und Jugendliche aus. Die markante Villa mit Park und zwei neuen Internatsgebäuden darin bilden das Zentrum.
Bis August werde das neue Internat für 50 Schülerinnen und Schüler fertig sein, betonte Dieter Janosch. Die zwei modernen Gebäude nach einem Entwurf der Leipziger Architekten Benedikt und Ansgar Schulz gleichen zwei Würfeln, die allerdings nicht wahllos, sondern mit Respekt vor den alten Bäumen im Park angeordnet sind. Mittelpunkt jeder der vier Etagen bildet ein gemeinsamer Wohnbereich von dem jeweils vier Zimmer abgehen. Überall große Fenster geben den Blick auf den Park frei. Gute Wohnbedingungen stärken den Ruf des Gymnasiums. Denn ungefähr die Hälfte der jungen Musikerinnen und Musiker kommen nicht aus Dresden, sondern aus ganz Sachsen und inzwischen auch aus den alten Bundesländern.
Anziehender den je ist die Villa Rothermundt. Die Baugerüste sind gefallen. Die Fassade leuchtet weithin in Gelbtönen. Die Restaurierung im Inneren dauert noch an. Doch die Anpassung an heutige Anforderungen als Zentrum des Musikgymnasiums ist bereits abgeschlossen. Durch einen Durchbruch zum Keller im Souterrain erhielt das Gebäude einen behindertengerechten Eingang. Und alle nicht unter Denkmalschutz stehenden Räume vom Keller bis unters Dach wurden mit entsprechendem Schallschutz zu Probenräumen umgebaut. Selbst das Turmzimmer, das eher einer Liebeslaube gleicht, erhielt Schallschutz. Doch allein im Interesse der Musik. Im Turmzimmer dürfen die Trompeter Krach machen.
Die repräsentativen Zimmer in der Villa sind dem gemeinsamen Musizieren und der Schulleitung vorbehalten. Und im restaurierten Saal werden die Schülerinnen und Schüler das Musikgymnasiums gewiss wieder vor Publikum spielen. Sie setzten damit eine Tradition fort, die der Kunstmäzen Rothermundt in seinem Haus begründete. Schon er veranstaltete im Festsaal Kammerkonzerte.
Die Villa Rothermundt war und bleibt also der Musik verbunden. 1965 war dort die Dresdner Spezialschule für Musik gegründet worden, die seit 2004 Landesgymnasium für Musik heißt. „Die Schule war eigentlich über die ganze Stadt verteilt. Ein Neubau oder eine Konzentration am Ort standen zur Diskussion“, erklärt Dieter Janosch. Die Entscheidung für den Standort begründete sich aus seiner Tradition und sie ist ein Kompromiss. Für ein neues Schulgebäude reichte der Platz auf dem Grundstück nicht aus. Insofern wird das „Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium“ in der Kretschmerstraße zum Schulhaus für das Landesgymnasium für Musik umgebaut. Denn die Schulausbildung der jungen Musiktalente ist keine Nebensache. Seit 1992 werden die Schüler zum Abitur geführt. Und nicht alle wollen oder müssen eine Laufbahn als Berufsmusiker einschlagen.
Wer in Sachsen eine Anzeige erstatten will, kann sich jetzt den Gang aufs nächste Revier sparen und stattdessen die Online-Wache der Polizei aufrufen. Unter „www.polizei.sachsen.de" können Mann oder Frau Strafanzeigen von zu Hause oder vom Büro aus per Internet erledigen. Für Notfälle gilt weiter der Polizeiruf 110. Die Online-Wache ergänzt die bisherigen Angebote der sächsischen Polizei im Internet, den persönlichen Kontakt zwischen Bürgern und der Polizei soll sie nicht ersetzen.
Sachsens Hochschulen werden 2009 mehr als 100 neue Studienplätze im Bereich der erneuerbaren Energien schaffen, teilt das Wissenschaftsministerium mit. Die TU Chemnitz will im Rahmen des Spitzenclusters „Cool Silicon" einen forschungsbasierten Studiengang Nano-Electronics Systems Engineering als Kooperation zwischen drei Hochschulen des Freistaates aufbauen. Die Spezialisierungen reichen von Energieverfahrenstechnik (TU Bergakademie Freiberg), über nachhaltige Energieversorgungstechnologien (TU Chemnitz) und International Energy Economics and Bussiness Administration (Uni Leipzig) bis zur Lehrveranstaltung zu regenerativen Energien im Studium Generale (TU Dresden). An der Hochschule Zittau/Görlitz stehen Ökologie und Umweltschutz auf dem Lehrplan, die HTW Dresden bietet u.a. Umweltmonitoring an.
Die Dresdner Frauenkirche schließt vom 5. bis 10. Januar. Das Gotteshaus wird gereinigt, beispielsweise werden die Stuck- und Sandsteinprofile vom Staub des zurückliegenden Jahres befreit. Auch der Aufstieg zur Kuppel ist vom 5. bis 7. Januar nicht möglich. Die Aussicht von der Plattform auf den Neumarkt können die Besucher ab 8. Januar wieder von 10 bis 16 Uhr genießen. Zum Gottesdienst mit Taufe am 1. Sonntag nach Epiphanias, am 11. Januar, um 11 Uhr, öffnet die Frauenkirche wieder ihre Türen. Sieben Millionen Menschen besuchten seit der Weihe den berühmten Sakralbau.
Die erste Veranstaltung 2009 im Lingnerschloss, Bautzener Straße 132, findet am 9. Januar um 19:30 Uhr statt. "Mondschaf spielt Vagantenlieder - Balladen, Possen und Verse vom Rand" so der Titel des musikalisch-literarischen Theaters mit Jan Deicke und Matthias Hirth am Piano. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse und allen Vorverkaufsstellen in Dresden.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ändern zum 1. Januar 2009 die Eintrittspreise. Die Jahreskarte verteuert sich um zehn Euro auf 30 Euro. Damit können die Besucher allerdings zusätzlich zu den Dauerausstellungen auch sämtliche Sonderausstellungen der elf Museen des Verbundes besuchen. Dafür zahlen Junge Leute von sechs bis 18 Jahren ab 2009 nur ein Euro Eintritt, unabhängig davon ob sie mit der Klasse, der Familie oder allein das Museum besuchen. Teurer wird das Kombi-Ticket für die Gemäldegalerie Alte Meister, die Rüstkammer sowie die Skulpturensammlung im Zwinger: Wenn eine Sonderausstellung zu sehen ist, kostet es 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) mehr.
Freien Eintritt gewähren die Kunstsammlungen zum Weihnachtsfest allen in Sachsen ansässigen Empfängern von Hartz IV und ALG II sowie deren im Bewilligungsbescheid genannten Angehörigen. Sie sind eingeladen vom 22. Dezember bis 8. Februar 2009 beliebig oft die Museen und Sonderausstellungen kostenlos zu besuchen. Alle genannten Regelungen gelten nicht für das Historische Grüne Gewölbe.
Zum 1. Januar 2009 tritt eine Neufassung des Wohngeldgesetzes in Kraft. Damit erhöhen sich nach acht Jahren die Miethöchstbeträge um zehn Prozent und das Wohngeld um acht Prozent. Außerdem werden die Heizkosten in die Berechnung einbezogen. Der Pauschalbetrag richtet sich nach der Zahl der Haushaltsmitglieder. So erhält eine Person 24 Euro und zwei Personen zusammen 31 Euro. Wohngeldbezieher, denen schon bis ins Jahr 2009 Geld bewilligt wurde, brauchen keinen Erhöhungsantrag zu stellen, die Neuberechnung erfolgt automatisch. Einige Arbeitslosengeld-II-Empfänger werden durch das höhere Wohngeld und/oder den Kinderzuschlag ab 1. Januar keinen Anspruch mehr auf finanzielle Hilfe haben, allerdings erst, wenn beides neuberechnet ist, betont die ARGE Dresden. Kontakt: Wohngeldstelle, Junghansstraße 2, Sprechzeit: Dienstag und Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr. Das Innenministerium hält eine Informationsbroschüre bereit. Sie ist in den Wohngeldstellen kostenlos erhältlich und außerdem im Internet abrufbar. www.bauen-wohnen.sachsen.de
TechniSat will in Dresden seine Entwicklungskapazitäten für neue digitale Produkte der Unterhaltungselektronik, wie LCD-Fernseher, Autoradios und Navigationssysteme, ausbauen. Zu der bereits mehr als 200 Ingenieure umfassenden Entwicklungsmannschaft sollen weitere 100 Entwickler und Ingenieure hinzukommen. Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) freut sich über das „positive Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“ 1990 hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Daun/Vulkaneifel das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dresden mit 23 Entwicklern eröffnet und seitdem regelmäßig erweitert. http://www.technisat.de
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