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Kultur

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Verwandelte Götter aus Dresden und Madrid

19. May. 2009
19.May 2009
Die Statue des Diadumenos (Ausschnitt) aus dem Madrider Prado entstand zwischen 140-150 n.Chr. nach einem Vorbild des griechischen Bildhauers Polyklet um 420 v.Chr.

Statue des Diadumenos aus dem Prado, Ausschnitt Foto: SKD/Estel,Klut

Als die alten Römer auf die noch ältere Kunst der Griechen trafen, zeigten sie sich fasziniert von in Stein gemeißelter Schönheit und Größe. Kopien griechischer Skulpturen verliehen fortan öffentlichen Gebäuden und Plätzen Geltung. Um Gelehrsamkeit, Bildung und Weltläufigkeit ihrer Besitzer zu demonstrieren, schmückten sie Villen und Gärten. Die Bildhauer der römischen Kaiserzeit (1. Jh. v. Chr. bis 4. Jh. n. Chr.) kopierten und variierten, was das Zeug hält. Formten aber auch eigene Kunstwerke. Von der Faszination antiker Skulpturen erzählt die erste Gemeinschaftsausstellung des Dresdner Albertinums und des Madrider Prado. Unter dem Titel „Verwandelte Götter“ ist die Schau, nachdem sie vom November 2008 bis April 2009 in Spanien für Furore sorgte, nun in Dresden im Japanischen Palais zu sehen.

In der kastilischen Kunstmetropole lagen rund 270000 Menschen den steinernen Göttern zu Füßen. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden hoffen auf eine ähnliche Resonanz. Schließlich vereint die Ausstellung über 60 hochkarätige Exponate, darunter 18 Kunstwerke aus dem weltberühmten spanischen Museum, und ermöglicht einen einmaligen Vergleich. Beispielsweise ist die zwei Meter hohe Statue des Jünglings Diadumenos aus dem Prado dem Diadumenos-Kopf aus dem Albertinum gegenüber gestellt. Ebenso konkurriert der Dresdner Athena-Kopf mit der vollständigen Athena-Skulptur aus Madrid. „Die Ausstellung bringt zusammen, was so nie wieder zusammen kommen wird“, erklärt Moritz Woelk, Direktor der Skulpturensammlung, ihren besonderen Charakter.

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Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Nationalmuseum in Madrid verfügen über zwei der bedeutendsten Antikensammlungen außerhalb Italiens. Der spanische König Philipp V. und August der Starke hatten etwa zeitgleich ganze Bestände in Rom für ihre Residenzen aufkaufen lassen. Die Werke sind Zeugnisse der römischen Kunst und Kultur und Übermittler der verlorenen griechischen Vorbilder. Der Kopierleidenschaft der Römer verdankt die Nachwelt beispielsweise das Wissen, wie die 12 Meter hohe Athene aus dem Parthenon-Tempel auf der Akropolis in Athen ausgesehen hat.

Zur Antikensammlung des Madrider Nationalmuseums gehört eine 87 Zentimeter große Athena, die unter Fachleuten als authentisches Abbild der Kultfigur des berühmten griechischen Bildhauers Phidias gilt. Die kleine Kopie des großen Vorbildes könnte die Zierde einer römischen Villa oder eines Gartens vor rund 1800 Jahren gewesen sein. Jedenfalls ist die kleine Schwester der Göttin der Weißheit aus dem Prado jetzt auch im Japanischen Palais in Dresden zu sehen.

Zur Ausstellung erschien ein über 447 Seiten starker Katalog mit hervorragenden neu angefertigten Nahaufnahmen der Skulpturen und einem breiten Spektrum von Essays. Herausgeber ist der Kurator der Skulpturensammlung des Prado, Stephan F. Schröder. Der Katalog kostet im Museum 39,90 Euro.

„Verwandelte Götter – Antike Skulpturen des Museo des Prado zu Gast in Dresden“, vom 20. Mai bis 27. September im Japanischen Palais, Palaisplatz 11, geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr, Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Sonderführungen am 21. Mai, 28. Mai und 25. Juni, 20 Uhr sowie 6. Juni und 27. Juni, 11 Uhr. 

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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