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Seit Jahren versuchen Neonazis das Gedenken an die Opfer der Bombardierung von Dresden am 13./14. Februar zu missbrauchen. Die rechtsextreme Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) meldete nach Angaben des Innenministeriums für den 14. Februar einen Aufmarsch mit 6000 Teilnehmern bei der Stadt an. Dresden widersetzt sich mit aller Kraft dem braunen Spuk: So ruft die Stiftung Frauenkirche am 13. Februar, 19 Uhr zum „wahrhaftigen Gedenken“ auf den Neumarkt. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kreierte das „stille Gedenken“ am Vormittag des 14. Februar in den Kirchen und auf dem Altmarkt. Und die Initiative „Geh Denken“ trommelt zu einer lauten Form, einer Großdemonstration, die in diesem Jahr bundesweite Unterstützung erfährt.
Hinter der Initiative steht ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen und vorwiegend linken Parteien. Sie eint die Auffassung, dass Rassismus, Intoleranz und Geschichtsrevisionisten in Dresden nichts zu suchen haben. Den Aufruf zur Demonstration am 14. Februar in Dresden, um die Neonazis zu stoppen, unterschrieben rund 200 Menschen aus Politik und Gesellschaft. Unter ihnen sind der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU), die Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), der Rapper Smudo und der Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer.
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Das „laute Gedenken“ formiert sich am 14. Februar in drei Demonstrationszügen, die gleichzeitig mit Auftaktkundgebungen 13 Uhr am Bahnhof-Neustadt, dem World Trade Center und am Goldenen Reiter auf dem Neustädter Markt starten und sich sternförmig auf den Theaterplatz zu bewegen. „Wir rechnen mit 12500 bis 15000 Teilnehmern“, sagt Dresdens Gewerkschaftschef Ralf Hron in seiner Eigenschaft als Mitorganisator. Auf der Abschlusskundgebung, 16 Uhr werden nach seinen Angaben die Vorsitzenden von SPD und Grünen, Franz Müntefering und Claudia Roth, sowie der Chef der Linksfraktion im Bundestag Gregor Gysi reden. Die Amadeu Antonio Stiftung präsentiert zusammen mit der Kampagne „Laut gegen Nazis“ - in der sich u.a. Smudo von den „Fantastischen Vier“, Sebastian Krumbiegel von den „Prinzen“ und Rolf Stahlhofen von den Söhnen Mannheims engagieren - das Abschlusskonzert auf dem Theaterplatz.
Die Dresdner CDU war dem Bündnis in ihrem Abgrenzungswahn gegen Links nicht beigetreten. Das erklärt, weshalb kein Vertreter der Union auf der Abschlusskundgebung von „Geh Denken“ spricht und sich die CDU-Politikerin Helma Orosz in aller Eile eine eigene Veranstaltung einfallen lassen musste. Die Oberbürgermeisterin führt nach den Friedensgebeten am 14. Februar in der Kreuzkirche, der Kathedrale und der Frauenkirche um 11.15 Uhr vom Neumarkt einen stillen Zug zum Altmarkt an. Dort enthüllt sie gegen 11.45 Uhr eine Erinnerungstafel an jener Stelle, wo die Toten des Bombardements von 13. und 14. Februar verbrannt worden sind.
Veranstaltungen zum Gedenktag 13. Februar 2009
12. Februar
18 Uhr: Abendandacht in der Frauenkirche mit Zeitzeugen
20 Uhr: Literarisch-musikalisches Programm zum 13. Februar 1945
13. Februar
11 Uhr: Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof
18 Uhr: Abendandacht in der Frauenkirche
19 Uhr: Gedenkveranstaltung „wahrhaftig erinnern“ vor der Frauenkirche
20 Uhr: Klaviermusik „Dresden, 13. Februar 1945“. Ort: QF Passage an der
Frauenkirche, Neumarkt 1.
20:30 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst in der Dresdner Kathedrale
21:45 bis 22:00 Uhr: Glockenläuten aller Dresdner Kirchen
22 Uhr: „Nacht der Stille“ in der Frauenkirche.
14. Februar
10 Uhr: Schabbatfeier in der Synagoge
10:30 Uhr: Friedensgebete in der Frauenkirche (Unterkirche), Kreuzkirche,
Kathedrale
11:15 Uhr: gemeinsamer Gang der Dresdner vom Neumarkt durch die Stadt
zum Altmarkt
11:45 Uhr: Gedenkakt auf dem Altmarkt
13:00 Uhr: GehDenken – Demonstrationszug 1 ab Goldenem Reiter, Demonstrationszug 2 ab Bahnhof Neustadt, Schlesischer Platz, Demonstrationszug 3 World Trade Center, Ziel: Theaterplatz
14:30 Uhr: GehDenken – Zwischenkundgebung an der Synagoge/Hasenberg
15:00 Uhr: GehDenken – Zwischenkundgebung an der Ostraallee/Ecke
Könneritzstraße
16:00 Uhr: GehDenken - Abschlusskundgebung und Konzert auf dem
Theaterplatz.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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