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Wandel und Veränderungen sind das Urprinzip des Lebens. Auf sich wandelnde Lebenssituationen reagiert der Mensch mit Gefühlen. Die ganz großen Emotionen, die zum Sieg oder Untergang führen, verhandelt das Theater. Unter dem Motto „Verwandlung und Verhängnis“ greift die Semperoper in der Spielzeit 2008/2009 exemplarische Werke auf. Intendant Prof. Gerd Uecker stellte den Spielplan mit fünf Opern-, zwei Ballett-Premieren und zwei Uraufführungen vor. Große italienische Oper zum Heulen ist dabei.
Ergreifende Musik verspricht am 11. Oktober die Premiere von „Il Trovatore“ (Der Troubadour), die von Fabio Luisi, seit 2007 Generalmusikdirektor der Semperoper, dirigiert wird. Die von Giuseppe Verdi musikalisch erzählte Geschichte von der Rache einer Zigeunerin am Flammentod ihrer Mutter wird von Michael Hampe inszeniert. Der heute 72-Jährige war langjähriger Chef der Dresdner Musikfestspiele. Am 17. Dezember folgt die Premiere von „Boris Godunow“ in der von Modest Mussorgski komponierten Urfassung. Der Dresdner Bass René Pape, inzwischen auf allen großen Bühnen dieser Welt zu Gast, wird die Titelpartie singen.
Das Verhängnis nimmt auch in der Oper „Tosca“ von Giacomo Puccini seinen Lauf. Zwei Künstlerpersönlichkeiten, eine berühmte Sängerin und ein Maler, geraten ins politische Spannungsfeld ihrer Zeit und werden Opfer von Machtmissbrauch. Nicht erst der Film „Das Leben der Anderen“ greift vor einem realen geschichtlichen Hintergrund das perfide Spiel der Machthaber mit Menschen auf, Puccini tat es mit seiner Oper „Tosca“ schon vor 200 Jahren. Premiere der Inszenierung von Johannes Schaaf, die von Marco Guidarini dirigiert wird, ist am 31. Januar 2009.
Keine Spielzeit ohne Werk mit Dresden-Bezug. Paul Hindemiths „Cardillac“ war 1926 in Dresden uraufgeführt worden, am 15. März 2009 feiert die Oper abermals in Dresden Premiere. Fabio Luisi hat die musikalische Leitung, Philipp Himmelmann führt Regie. „Es ist eines der stärksten Werke von Hindemith“, so Gerd Uecker. Die Semperoper bringt den Kriminalfall des Goldschmieds Cardillac, der sich durch Mord zurückholt, wovon er sich nicht trennen kann, in der Originalfassung auf die Bühne.
Mit der Märchen-Oper „L´Upupa“ (Der Wiedehopf) von Hans Werner Henze macht die Oper dem jungen Publikum ein Angebot. Die Tanzfreunde können sich auf zwei Premieren freuen. Das Stück „La Bayadére“ taucht in die indische Tempelwelt ein und verspricht ein Fest für die Augen zu werden. Das große klassische Handlungsballett in der Choreografie von Ballettchef Aaron S. Watkin kommt zum ersten Mal auf die Bühne der Semperoper. Bei Liederabenden sind unter anderem Camilla Nylund und Anja Harteros zu erleben. Der chinesische Star-Pianist Lang Lang gibt am 8. April 2009 ein Konzert.
Auf das Jahr 2007 zurückblickend zeigte sich Intendant Uecker sehr zufrieden. Die Semperoper habe einen Kostendeckungsgrad von 37 Prozent erreicht. „Das ist bundesweit ein Spitzenwert“, so Uecker. Der geschäftsführende Direktor Wolfgang Rothe ergänzte: „19 Millionen Euro, so viel wie noch nie, nahm das Haus durch Kartenverkäufe ein.“ Und die Auslastung von 96 Prozent sei kaum noch zu steigern. Trotzdem reicht das Geld offensichtlich nicht, um weit mehr Stars an die Semperoper zu holen. Erfreulich allerdings ist, dass es eine Saison ohne Preiserhöhung wird, wie Wolfgang Rothe betonte. Intendant Uecker denkt übrigens schon an die Spielzeit 2010/11. Er will seinen bis 2009 datieren Vertrag verlängern.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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