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Kultur

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Staatskapelle bricht erstmals nach Afrika auf

05. March. 2009
05.March 2009
33 Sinfoniekonzerte wird die Sächsische Staatskapelle in der Spielzeit 2009/2010 in der Semperoper geben. Erstmals bricht das Orchester nach Afrika auf.

Sächsische Staatskapelle Foto: Matthias Creutziger

Stehende Ovationen gab es im vergangenen Jahr für das erste Gastspiel der Sächsischen Staatskapelle in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach dem Erfolg mit Richard Wagner in der Wüste spielen die Musiker unter Leitung von Generalmusikdirektor Fabio Luisi in der Saison 2009/2010 abermals in Abu Dhabi und wagen außerdem den Sprung auf den afrikanischen Kontinent. Erstmals macht sich Dresdens weltberühmtes Orchester in seiner über 460-jährigen Geschichte nach Afrika auf. Anfang November gastiert es in Kairo und Alexandria. Dann ist nur noch Australien ein weißer Fleck auf der Tournee-Karte. Insgesamt bricht die Staatskapelle in der kommenden Saison zu sechs Tourneen mit 30 Konzerten auf.

Das Publikum zu Hause darf sich auf 33 Sinfoniekonzerte in der Semperoper, drei Konzerte in der Frauenkirche und fünf Sonderkonzerte mit großer Besetzung und klangvollen Künstlernamen freuen. Große Maestri wie Sir Colin Davis, Herbert Blomstedt, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Daniel Harding, Vladimir Jurowski, Zubin Mehta oder Christian Thielemann werden am Pult stehen. Der Inder Zubin Mehta beispielsweise dirigiert das 7. Sinfoniekonzert mit Stücken von Anton Webern, Gustav Mahlers „Kindertotenlieder“ und Richard Strauss „Also sprach Zarathustra“. Mit den bewegenden „Kindertotenliedern“ – gesungen vom Bariton Thomas Quasthoff – eröffnet die Staatskapelle im Januar 2010 das Mahler-Jahr.

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Der 150. Geburtstag des Komponisten ist für Generalmusikdirektor Fabio Luisi Anlass eine Repertoirelücke zu schließen: Die Staatskapelle nimmt die grandiose 7. Sinfonie von Mahler in ihr Programm auf. 1908 in Prag uraufgeführt wird das „Lied der Nacht“, wie Mahlers Siebte auch genannt wird, erstmals am 13. September von der Staatskapelle in der Semperoper aufgeführt. „Es ist ein sehr anspruchsvolles, schwer zu spielendes Werk“, erklärt Orchesterdirektor Jan Nast die bisherige Zurückhaltung. Doch Maestro Luisi ist vom Können seiner Musiker überzeugt. Zum wiederholten Male wurden sie im Dezember 2008 vom britischen Fachmagazin „Gramophone“ unter die Top Ten der weltbesten Orchester gewählt.

Auch 2009/2010 setzt sich die Staatskapelle unter Leitung ihres Generalmusikdirektors mit dem Werk von Richard Strauss auseinander. Mit der „Alpensinfonie“, in der Strauss mit allen orchestralen Mitteln eine philosophisch inspirierte Alpenwanderung nachzeichnet, eröffnet sie am 1. September die neue Spielzeit. Als Pendant zu der monumentalen Tondichtung erklingen Rebecca Saunders „traces“ (Spuren), ein von der Sächsischen Staatskapelle in Auftrag gegebenes zeitgenössisches Stück. Das Orchester lud die 1967 in London geborene Komponistin mit der Ernennung zur „Capell-Compositeurin“ zur Zusammenarbeit ein. Sie wird ein neues Werk für die Staatskapelle, das im Juni 2010 uraufgeführt wird, komponieren.

Selbst der beste, in sich stimmige Klangkörper kommt nicht ohne Solisten aus. Die als „Wunderkind“ gefeierte französische Pianistin Lise de la Salle debütiert in Dresden bei der Staatskapelle mit dem zweiten Klavierkonzert von Frédéric Chopin. Und schon lange in Dresden erwartet wird Martha Argerich. Die „Klavier-Göttin“, der nachgesagt wird, ihr Vorbild Horowitz an die Wand zu spielen, konzertiert im November erstmals mit der Staatskapelle. Mit Daniel Barenboim, Lang Lang, Arcadi Volodos, Leonidas Kavakos, Gil Shaham und Frank Peter Zimmermann kommen weitere Stars zu Konzerten mit der Staatskapelle nach Dresden.

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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