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„Dresden braucht ein neues Konzerthaus. Man muss es nur wollen“, rief Wolfgang Hänsch gestern den Lokalpolitikern im Rathaus während einer Expertenanhörung zu. Der Architekt des Dresdner Kulturpalastes sprach sich gegen den von der Stadt geplanten Umbau des Kulturpalastes zu einem reinen Konzertsaal für die Dresdner Philharmonie aus. Nur noch der Rohbau bliebe übrig, würde der Entwurf von Gerkan umgesetzt. Hänsch sieht sein Urheberrecht verletzt. „Die Multifunktionalität des Saales ist einmalig“, kämpfte er um den Erhalt seines Werkes, das inzwischen als Ost-Moderne von der Fachwelt anerkannt ist. Möglicherweise könnte jetzt ein Urheberrechtsstreit die 65 Millionen Euro teure Total-OP des Kulturpalastes aufhalten.
Vor der Vergabe weiterer Planungsleistungen, insbesondere an das Architekturbüro Gerkan, Marg & Partner, das im Wettbewerb um den Umbau des Kulturpalastes den ersten Preis errang, hörten sich die Stadträte gestern nochmals acht Experten an. Anders als bei der Informationsveranstaltung von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kamen diesmal auch die Vertreter der IG Neues Konzerthaus zu Wort. Kammersänger Peter Schreier verwies auf das wunderbare neue Fußballstadion in Dresden, dem müsste nun ein neues Konzerthaus folgen, indem beide Spitzenorchester in der Stadt ihre Qualitäten endlich ausspielen könnten. „Es geht um Dresden und seine Ausstrahlung als Musikstadt“, begründete Schreier die Notwendigkeit eines Neubaus, „der Musiker und Zuhörer gleichermaßen beflügelt und zufrieden stellt.“
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Auch Matthias von Rüdiger forderte Stadt und Land auf, ihrer Verantwortung für den Musikstandort Dresden gerecht zu werden, indem sie gemeinsam für die Philharmonie und die Staatskapelle ein neues Konzerthaus errichten und den Kulturpalast für die Unterhaltungsmusik sanieren. „Nur so können wir den Ruf der Stadt als Kulturmetropole halten“, sagte der Architekt. 143 Millionen Euro würde die Kombinationsvariante kosten: 35 Millionen Euro die Sanierung des Kulturpalastes und 108 Millionen Euro der Neubau des Konzerthauses. Matthias von Rüdiger stellte die von der IG bei der Kaiser Baucontrol GmbH in Auftrag gegebene Berechnung vor.
Das Dresdner Hochbauamt kommt dagegen auf ganz andere Zahlen: Es veranschlagt allein für den Neubau ohne Risiko- und Zeitverzugaufschlag 127 Millionen Euro und für die Modernisierung des Kulturpalastes 63 Millionen Euro. „Eine behutsame Sanierung ist nicht möglich“, behauptet Roland Müssig vom Hochbauamt. „Der Rohbau muss ertüchtigt werden, egal ob man den alten Saal des Kulturpalastes beibehält oder einen völlig neuen einbaut“, begründete er vor dem Stadtrat, weshalb die Kosten für die Sanierung genau so hoch sind wie für den geplanten Umbau.
Der Dresdner Philharmonie mag sich nicht länger dem Zahlenspiel und der Diskussion um die beste Lösung aussetzen. Ihr ist der Spatz in der Hand lieber, als die Taube auf dem Dach. Konzertmeister Wolfgang Hentrich beklagte vor dem Stadtrat die Akustik im Kulturpalast: „Wir spielen uns die Seele aus dem Leib, aber unser Klang wird einfach ausgebremst.“ Zum besseren Verständnis griff er zur Geige und spielte Beethovens „Ode an die Freude“ einmal ohne und einmal mit Dämpfer an. Nachdem die Stadt im Juli 2008 den Umbau des Kulturpalastes zu einem Konzertsaal beschloss, „gibt es ein hörbares Aufatmen im Orchester“, so der Konzermeister.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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