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Kultur

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Operette im Zentrum wackelt wieder

27. April. 2009
27.April 2009
Die Stadt hat sich verrechnet. Der Ausbau des Kraftwerkes Mitte zur Spielstätte für die Operette und das Theater der Jungen Generation ist doppelt so teuer.

Das ehemalige Kraftwerk Mitte Foto: Holland

Zum Operettenball im März schien die Welt noch in Ordnung. Obwohl es Freitag der 13. war, strahlte Operettenintendant Wolfgang Schaller Zuversicht aus, dass das Musiktheater vom Rand bald ins Zentrum von Dresden ziehen werde. Schließlich hatte der Stadtrat im Wahlsommer 2008 den Ausbau des ehemaligen Kraftwerkes Mitte zu einer modernen Spielstätte für die Operette und das Theater der Jungen Generation beschlossen. Doch das Projekt wackelt schon wieder. Die Stadt hat jetzt die europaweite Ausschreibung, die dem Intendanten noch für März versprochen worden war, verschoben.

Als Grund nennt Rathaussprecher Kai Schulz „höher als ursprünglich angenommene Investitionskosten.“ Die fallen plötzlich doppelt so hoch aus. Noch vor einem Jahr rechnete das Hochbauamt vor, dass der Umbau des Kraftwerkes Mitte für die Operette und das TJG einschließlich Grundstückskauf für 56,8 Millionen Euro zu haben ist. Vom Wettiner Platz aus könnte über eine Passage das ehemalige Maschinenhaus zur Linken als gemeinsames Foyer und Restaurant erschlossen und dahinter ein neues Bühnenhaus mit 700 bis 850 Plätzen errichtet werden. Zur Rechten der Passage ließe sich das ehemalige Umspannwerk für das Theater der Jungen Generation mit 400 Plätzen umbauen. Und das 34000 Quadratmeter große Gelände biete Platz für gemeinsame Werkstätten. „Mit dem vorgegebenen Budget von 30 Millionen Euro für die Operette kommen wir hin“, versicherte der Leiter des Hochbauamtes, Michael Hoffmann, vor einem Jahr dem Ortsbeirat Altstadt.

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Jetzt stellt sich heraus, die Kalkulation des Hochbauamtes geht nicht auf. Statt 56,8 Millionen Euro wird das Projekt über 100 Millionen Euro kosten. Zu der Erkenntnis kommen Investoren, denen die Stadt im Vorfeld der Ausschreibung das Projekt schon mal vorgestellt hat. Die rechneten nach und kamen auf die 100 Millionen Euro. Die doppelte Investitionssumme würde bedeuten, dass die Stadt jährlich sieben Millionen Euro für die Refinanzierung aufbringen müsste, bisher sind 3,5 Millionen Euro eingeplant.

Die Stadt will das alte Kraftwerk Mitte nämlich nicht selbst, sondern von einem privaten Unternehmen zu einem „Kulturkraftwerk“ ausbauen lassen und die Investition dann 25 Jahre lang abzahlen. CDU, FDP und Linksfraktion im Stadtrat priesen das sogenannte Investoren-Modell vor einem Jahr als den einzig möglichen Weg, um die Operette aus dem alten Kino am Stadtrand in einen Neubau ins Stadtzentrum zu holen. Kritiker sahen nach der gescheiterten Ausschreibung der Operette am Wiener Platz, wo kein Investor sie für 30 Millionen bauen wollte oder konnte, bloß eine erneute Hinhaltetaktik. Doch nur gut, dass die Probleme mit dem Investoren-Modell in diesem Fall schon vor der Ausschreibung sichtbar werden und nicht erst danach oder gar während des Baus wie bei der neuen Fußball-Arena geschehen.

Rathaussprecher Kai Schulz bestätigt die neue Hürde von 100 Millionen Euro, die das Projekt überspringen muss, um verwirklicht zu werden. Die Summe sei auch zustande gekommen, weil die Operette und das Theater der Jungen Generation zwischenzeitlich viele Wünsche und hohe Standards angemeldet hätten. Über deren Notwendigkeit müsste man in den nächsten Wochen reden, um den Theaterkomplex im Kraftwerk Mitte preiswerter zu machen. „In jedem Fall hält die Stadt an dem Projekt fest“, so der Rathaussprecher.

Die Bürgerfraktion und Bündnis90/Die Grünen hatten im Sommer 2008 beantragt, dass die Stadt zunächst eine Detailplanung für das künftige Kulturkraftwerk ausschreibt, um die Kosten genauer bestimmen zu können. Doch CDU, Linksfraktion und FDP drückten in der entscheidenden Stadtratssitzung gleich das Investorenauswahlverfahren durch. „Schon am Wiener Platz wurde der finanzielle Spielraum für Investoren so verengt, dass alle Interessenten absprangen. Nun will Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann im Verein mit CDU/FDP/Linksfraktion beim Standort Heizkaftwerk Mitte wieder dasselbe Spiel spielen“, vermutet die kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Stadtrat Christiane Filius-Jehne.

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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