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Kultur

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Musikfestspiele entdecken Russland neu

30. October. 2009
30.October 2009
Das junge, erst 1990 gegründete Russische Nationalorchester wird mit Mikhail Tatarnikov am Pult und mit dem brillanten Geiger Vadim Repin am 19. Mai in der Semperoper die Musikfestpiele 2010 eröffnen.

Russisches Nationalorchester Foto: PR

Ein Cello steht verloren in einem Birkenwäldchen. Noch still und stumm, doch bereit musikalische Tiefen auszuloten. Das Titelbild zum Programm der Musikfestspiele vom 19. Mai bis 6. Juni 2010 signalisiert: Dresden entdeckt Russland neu. Unter dem Fantasienamen „Russlandia“ verspricht die 33. Ausgabe eine faszinierende Retrospektive der reichen russischen Musik zu werden.

Nach dem Vorstoß 2009 in die „Neue Welt“ im Westen blicken die Festspiele 2010 in den Osten. Diesen extremen Richtungswechsel habe er von Anfang an so gewollt, erklärt Intendant Jan Vogler: „Dresden liegt geografisch und kulturell in der Mitte zwischen Ost und West.“  Insofern läge es nahe, sich sowohl dem einen und wie dem anderen musikalischen Pol zuzuwenden.  Der Festspiel-Jahrgang 2010 ist der zweite unter der Intendanz des renommierten Cellisten.

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Jan Vogler verspricht bei der Programmvorstellung eine „neue Sicht auf die Werke großer russischer Komponisten und ihre modernen Interpreten“. Die Konzertbesucher dürfen sich auf drei große russische Orchester freuen: Das traditionsreiche des Bolschoi-Theaters Moskau unter Vassily Sinaisky gastiert mit einer konzertanten Aufführung von Tschaikowskys „Jolanthe“. Das hochgelobte des Mariinsky-Theaters von St. Petersburg unter Valery Gergiev spielt zusammen mit der Pianistin Hélène Grimaud. Und das junge, erst 1990 gegründete Russische Nationalorchester wird mit Mikhail Tatarnikov  am Pult und mit dem brillanten Geiger Vadim Repin am 19. Mai in der Semperoper die Musikfestpiele 2010 eröffnen. Bei beiden steht auch Tschaikowsky auf dem Programm.

Der Dirigent Gennadi Rozhdestvensky, ein Zeitzeuge der russischen Musikgeschichte, führt zusammen mit der Dresdner Philharmonie Schostakowitsch Orchestersuite aus der Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ auf, die 1934 Zielscheibe der stalinistischen Politik war. Und das Konzert des WDR Sinfonieorchesters Köln mit Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ verspricht eine Wiedersehen mit Semyon Bychkov, der vor sieben Jahren Chefdirigent der Semperoper war. Beide Konzerte finden übrigens im Kulturpalast statt. „Er ist kein idealer Saal für klassische Musik, aber für bestimmte Stücke besser als die Semperoper oder die Frauenkirche geeignet“, erklärt Jan Vogler. In die aktuelle Debatte über das Für und Wider des Umbaus mischte er sich nicht ein, findet es aber inzwischen wieder „schick im Kulturpalast zu spielen.“

Neben dem Russland-Schwerpunkt widmen sich die 33. Musikfestspiele Robert Schumann, dessen 200. Geburtstag sich jährt. So werden seine Werke unter dem Titel „Schumann 200“ von Künstlern wie Juliane Banse und András Schiff, Murray Perahia und der Academy of St.Martin in the Fields, dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Jan Vogler interpretiert. Mehr als 40 Veranstaltungen umfasst das Programm. Am 2. November beginnt der Vorverkauf. 28000 Tickets und damit 7000 mehr als im Vorjahr sind im Angebot. Bis Ende Januar besteht eine Wahlabo mit 20 Prozent Ermäßigung für mindestens drei Eigenveranstaltungen der Musikfestspiele.

 

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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