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„Museen in Sachsen sind ein Kernstück kultureller Identität, Orte der kulturellen Bildung und wichtiger Bestandteil des Kulturtourismus", betonte heute Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD)deren Wert. Deshalb soll auch soweit wie möglich keines der 470 staatlichen und nichtstaatlichen Museen im Freistaat geschlossen, die Museumslandschaft aber wohl neu ausgerichtet werden. Das sieht die heute von der Kunstministerin der Öffentlichkeit vorgestellte Museumskonzeption bis 2020 vor. Sachsen legt damit als erstes Bundesland eine langfristige Museumsplanung für das ganze Land vor.
Sie schaffe verlässliche Rahmenbedingungen für die Unterbringung, inhaltliche Ausrichtung und die Rechtsträgerschaft, so die Ministerin. Bereits entschieden ist ja, dass das einstige Museum für Ur- und Frühgeschichte im Japanischen Palais nach Chemnitz zieht und dort im ehemaligen Kaufhaus Schocken ein neues „Haus der Archäologie“ entsteht, das 2011 oder 2012 eröffnet werden soll. Was konkret aus dem Japanischen Palais wird, legt auch das Museumskonzept noch nicht fest, allerdings wird es als Ausstellungsfläche beispielsweise für die Porzellansammlung oder die ethnographische Sammlung beansprucht. „Der Gedanke dort ein Spielkasino einzurichten, ist vom Tisch“, erklärt Eva-Maria Stange. Ein Ideenwettbewerb soll klären, was aus dem Japanischen Palais wird.
Ein wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt des Konzeptes ist die „Stärkung der kulturelle Bildung in und durch Museen“. Denn sie verfügen über Potentiale, die noch besser für die schulische und außerschulische Bildung erschlossen werden sollen. Zur besseren Vermittlung des vergegenständlichten Wissens insbesondere an Kinder und Jugendliche werden Museumspädagogen gebraucht, hält das Konzept fest, ohne sich jedoch auf eine Stellenzahl festzulegen. Und von einem kostenlosen Besuch für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist zwar auch die Rede, allerdings wird der freie Eintritt lediglich „mittelfristig erwogen“. „Wenn es nur nach mir ginge, würde da sofort stehen“, sagte Eva-Maria Stange. Doch das Museumskonzept sei kein Wahlprogramm. Die finanziellen Konsequenzen eines kostenlosen Eintritts müssten erst geprüft werden.
Flaggschiff der sächsischen Museumslandschaft sind und bleiben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, ein Verbund von elf Museen, darunter so berühmte wie das Grüne Gewölbe und die Alten Meister im Zwinger Sie sind die Hüter des sächsischen Staatsschatzes, das bedeutendste Museum des Freistaates und darüber hinaus eines der renommiertesten Museen Deutschlands und weltweit. Und sie wirken als kulturelle Botschafter Sachsens. Um diese Stellung auszubauen und dauerhaft zu sichern, empfiehlt das Konzept, die Staatlichen Kunstsammlungen in eine Stiftung zu überführen. Die Rechtsform ermöglicht die größtmögliche Flexibilität im Geld und Personaleinsatz. Die "Sächsische Museumsstiftung" soll mittelfristig gegründet werden und unter ihrem Dach die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Sächsischen Ethnographischen Sammlungen Leipzig/Dresden und das „Haus der Archäologie“ Chemnitz vereinen.
Auch die Zusammenarbeit von Museen und Tourismuswirtschaft im Freistaat soll verstärkt werden. Denn immerhin führen 23 Prozent aller Kulturreisen innerhalb Deutschlands nach Sachsen. Die Museen sind wichtige Faktoren dieses Wirtschaftszweiges. Mit 7,8 Millionen Museumsbesuchen lag Sachsen 2006 wiederum im Spitzenfeld. Mehr als 2 Millionen Besuche entfielen davon auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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