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Es ist nicht einfach die richtigen Bilder am 13. Februar von Dresden aus in die Welt zu senden. Alljährlich missbrauchen Rechtsextreme das Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 mit einem Marsch durch die Stadt. Um den braunen Spuk zu ächten, ruft Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) diesmal zur Bildung einer Menschenkette auf - in diesem Jahr gemeinsam mit Vereinen, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Verbänden. Die Menschenkette soll sich von der Synagoge am Rathaus vorbei zum Altmarkt ziehen. Sie steht unter dem Leitgedanken „Erinnern und Handeln für Dresden“.
5000 bis 7000 Menschen werden gebraucht, um den 1500 Meter langen menschlichen Ring um die Altstadt zu bilden. Treffpunkt ist am 13. Februar, 13 Uhr auf dem Rathausplatz, wo die Oberbürgermeisterin 13.15 Uhr eine Rede hält. Ab 13.30 Uhr formiert sich die Kette in zwei Richtungen, hin zur Synagoge und zum Altmarkt, zu Anfang und Ende des Dresdner Schicksals im Zweiten Weltkrieg. Am 9. November 1938 brannten die Nationalsozialisten die einst von Gottfried Semper erbaute Synagoge nieder, ihr Vernichtungsfeldzug gegen die Juden begann. Im Februar 1945 schlug die Wucht des von den Nationalsozialisten entfesselten Weltkrieges zurück, auf dem Altmarkt brannten die Opfer der alliierten Bomben.
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„Die Menschenkette ist Gedenken, Mahnung und Widerstand in einem“, erklärt Helma Orosz. Dresden erinnere sich der Toten des Luftangriffs und erneuere am 13. Februar seinen Ruf nach Versöhnung und Toleranz. Der Widerstand richte sich gegen Neonazis, die den Dresdner Gedenktag zur Schuldaufrechnung und zur Geschichtsverfälschung benutzen. Der Rektor der TU Dresden, Hermann Kokenge, ist Mitinitiator der Menschenkette: „Ich hoffe, dass unabhängig von parteipolitischen Interessen und Strömungen alle demokratischen Kräfte dem Aufruf zur Teilnahme folgen werden.“ Nora Lang, die als 13-Jährige mit ihrem fünfjährigen Bruder an der Hand, dem Dresdner Feuersturm entkam, wird sich in jedem Fall einreihen.
Der Tag wird wie immer 11 Uhr mit der Kranzniederlegung an der Gedenkmauer auf dem Heidefriedhof beginnen. Unter dem Motto „Wahrhaftig erinnern – versöhnt leben“ laden der Förderverein und die Stiftung Frauenkirche 19 Uhr auf dem Neumarkt zur Gedenkveranstaltung ein. Die Rede hält Ex-Bundesinnenminister Gerhardt Baum, der 1932 in Dresden Geborene überlebte die Zerstörung der Stadt. Der FDP-Politiker wird auch die Laudatio beim Festakt in der Semperoper zum „Dresdner Friedenspreis“ halten, der anlässlich des 13. Februars 2010 erstmals in Dresden von den Friends of Dresden und der Klaus-Tschira-Stiftung vergeben wird. Erster Preisträger ist Michael Gorbatschow.
Als neue Form des Erinnerns kommt in diesem Jahr der von der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche kreierte „Dresdner Gedenkweg“ hinzu. An neun Orten, die auf besondere Weise mit dem Schicksal der Stadt verbunden sind, werden Texte gelesen: 16.45 Uhr im Innenhof der Synagoge, 17 Uhr am Georg-Treu-Platz, 17.07 Uhr am Trümmerstück der Frauenkirche, 17.18 Uhr in der Kathedrale, 17.34 Uhr an der Baustelle der „Busmannkapelle“, 17.54 Uhr auf dem Altmarkt, 18.08 auf dem Rathausplatz, 18.16 Uhr in der Kreuzkirche und 18.35 auf dem Neumarkt. „Der Gedenkweg ist eine Ergänzung zur Menschenkette und soll zur Gedenkveranstaltung vor der Frauenkirche hinführen“, erklärt Ex-Landeskonservator Gerhard Glaser, einer der Erfinder des „Dresdner Gedenkweges“.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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