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Um die Identität zu verbergen oder eine neue anzunehmen, erfanden die Menschen Masken und mit ihnen das Theater. Ihre Spielzeit 2009/2010 stellt die Semperoper unter das Motto „Masken“ als eine besondere Form der Kommunikation. Zu verschleiern hat Dresdens berühmtes Opernhaus jedoch nichts. Im Gegenteil mit vier Opern-Neuinszenierungen und zwei Ballett-Premieren will das Musiktheater in der kommenden Saison besonders auf sich aufmerksam machen. Denn 2010 blickt die Semperoper auf ihre Wiedereröffnung am 13. Februar 1985 zurück. Der 25. Geburtstag wird mit Festtagen und klangvollen Namen gefeiert.
Im Mittelpunkt steht vor allem großartige Musik. So wird zu den Jubiläumstagen vom 13. Februar bis 7. März 2010 an vier Abenden Richard Wagners Opern-Zyklus „Der Ring der Nibelungen“ unter Leitung von Generalmusikdirektor Fabio Luisi aufgeführt. Daniel Barenboim gestaltet einen Chopin-Abend, Thomas Quasthoff tritt als Jazzsänger auf. Und Christian Thielemann dirigiert das Konzert der Staatskapelle zum Gedenken an die Bombardierung Dresdens 1945, bei der auch die Semperoper in Schutt und Asche fiel. Seit ihrer Wiedereröffnung bestimmt sie abermals das europäische Musikleben mit.
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„Man wollte im Theater im Gegensatz zum öffentlichen Leben schon immer wissen, wer jemand wirklich ist“, kommt Intendant Gerd Uecker bei der Programmvorstellung der Spielzeit 2009/2010 auf ihr Motto zurück. Doch meist fällt auch im Theater die Maske erst ganz zum Schluss. In diesem Kontext kündigt der Intendant vier Opern-Premieren an. Unter der musikalischen Leitung von Fabio Luisi bringt die Semperoper am 2. Oktober 2009 die Neuinszenierung von Guiseppe Verdis „La Traviata“ und am 18. April 2010 die selten gespielte Oper „Notre Dame“ von Franz Schmidt heraus.
Am 13. Dezember 2009 kehrt eine der bekanntesten Barockopern, Georg Friedrich Händels „Julius Cäsar in Ägypten“, nach 75 Jahren wieder nach Dresden zurück. „Barockopern haben in Dresden zwar keine Tradition, aber ich denke sie passt einerseits zum Händel-Jahr und andererseits zum breiten Musikangebot unseres Hause“, begründet Intendant Uecker die Entscheidung, die alte Geschichte um Liebe und Macht am ägyptischen Hof nach ihrer Erstaufführung 1934 im Festspielhaus Hellerau neu in der Semperoper zu inszenieren. Einen Dresden-Bezug gibt es auch zur Oper von Charles Gounod „Faust (Margarete)“, die am 5. Juni 2010 Premiere hat. Unter dem ergänzenden Titel wurde sie erstmals 1861 in Dresden gespielt. Neben „Carmen“ und „Hoffmanns Erzählungen“ gehört Gounods „Faust (Margarete) zu den meistgespielten französischen Opern.
Das Ballett hat für die Spielzeit 2009/2010 zwei neue Produktionen geplant. Direktor Aaron S. Watkin bringt mit Tschaikowskys „Schwanensee“ sein drittes großes Handlungsballett auf die Bühne. Die Produktion „Drei Farben Weiß“ besteht aus drei Stücken: Die Choreografie zu „A Sweet Spell of Oblivion“ stammt von David Dawson, zu „Diamanten“ von George Balanchine. Und der Choreograf Jacopo Godani präsentiert sich mit einer „Uraufführung“ in dieser Produktion erstmals in der Semperoper. Die Saison wird am 22. und 23. August 2009 übrigens mit dem Klassiker „Giselle“ eröffnet. Das Royal Danish Ballet gastiert mit seiner Inszenierung.
Die Semperoper wird in der kommenden Saison ein Repertoire von 42 verschiedenen Stücken präsentieren. Es wird insgesamt 385 Vorstellungen geben, darunter 185 Opernaufführungen. „Die werden wir künftig in kleinen Blöcken anbieten“, erklärt Fabio Luisi. Mehrere Vorstellungen einer Oper an aufeinanderfolgenden Tagen verbessere die Qualität. „Ein Stück wächst nicht nur in den Proben, sondern auch in den Vorstellungen“, betonte er.
Trotz ihres guten Rufes hat die Semperoper 2008 einen leichten Besucherschwund hinnehmen müssen. Der kaufmännische Direktor Wolfgang Rothe führt das auf den Rückgang der Touristenzahlen zurück. Die Auslastung sei von knapp 96 Prozent auf 92,5 Prozent gefallen. Weitere Zahlen nannte er wegen des noch ausstehenden Jahresabschlusses nicht. Intendant Uecker, angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise nach den finanziellen Perspektiven befragt, erklärte: „Ich bin ja Optimist. Doch die Semperoper wird nicht von der gesamten Entwicklung verschont bleiben“. Genügend Drittmittel für das Haus einzuwerben, werde immer schwerer.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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