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„Man kommt hin und sagt Guten Tag, darf nicht viel reden, versteht sich aber auf Anhieb.“ Launig versucht Star-Dirigent Christian Thielemann die Anziehungskraft des Unerklärlichen zu erklären: die Beziehung zur Sächsischen Staatskapelle. 2006 dirigiert der Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker das Weltklasse-Orchester zum ersten Mal. Er spürt sofort das Besondere. Spricht von der gleichen Wellenlänge. 2012 wird Thielemann von München nach Dresden wechseln, um Chefdirigent der Staatskapelle zu werden. Heute stellte sich der Nachfolger von Generalmusikdirektor Fabio Luisi in Dresden vor.
Vor 2012 werde er seine neue Aufgabe in Dresden allerdings nicht übernehmen, sagte Thielemann, auch wenn er zwischenzeitlich Sonderkonzerte dirigiert: 2011 das Liszt-Konzert zum 200. Geburtstag des Komponisten und das Weihnachtsoratorium von Bach. Ab 2011 auch das ZDF-Adventskonzert aus der Frauenkirche. Schon ab diesem Jahr will das Zweite Deutsche Fernsehen das Silvesterkonzert der Staatskapelle unter Leitung von Thielemann aus der Semperoper übertragen. „Das ZDF hatte schon seit einiger Zeit die Idee, mit mir ein Konzert zu machen – ursprünglich war es in München geplant“, sagt Thielemann. Doch die Mainzer Fernsehmacher zogen Dresden vor. Dass das ZDF-Silvesterkonzert auf diese Weise in die Semperoper kommt, sei wunderbar.
Das findet auch Generalmusikdirektor Fabio Luisi, doch offensichtlich war er nicht in die Verhandlungen einbezogen. Insofern überschattet ein Eklat den Maestro-Wechsel. Ohne seine Mitwirkung und ohne sein Wissen seien die Silvesterkonzerte geplant worden, erzählt Luisi im Interview mit der Sächsischen Zeitung. Weil er dadurch seine grundlegenden Rechte als Musikchef verletzt sieht, kündigte der Italiener fristlos seinen noch bis 2012 geltenden Vertrag. „Wir akzeptieren die Kündigung nicht“, erwiderte Sachsens Kunstministerin Sabine Schorlemer (CDU) heute bei der Vorstellung von Thielemann. „Die Juristen beschäftigen sich jetzt mit dem Arbeitsstreit“, so die Ministerin, die nun händeringend Gastdirigenten sucht, weil Luisi in der Semperoper nicht mehr zum Taktstock greift.
Christian Thielemann fühlt sich „inspiriert und angestachelt durch die Sächsische Staatskapelle“. Er lobt ihren „eigenständigen weichen Klang, den sie sich über die Jahre bewahrt hat.“ Doch kurzfristig könne er nicht nach Dresden kommen und so Sachsens Kunstministerin aus der Patsche helfen. Thielemanns Vertrag beginnt mit der Saison 2012/13 und reicht bis Sommer 2019. Er wird pro Spielzeit mindestens 45 Konzerte der Staatskapelle dirigieren, davon in Dresden mindestens zwölf Sinfoniekonzerte, drei Sonderkonzerte und zwölf Opernaufführungen. So sind vier Neuproduktionen geplant: Verdis „Simon Boccanegra“, Puccinis „Manon Lescaut“, „Elektra“ von Strauss und Webers „Freischütz“. Zudem sieht der Vertrag mindestens 18 Tourneekonzerte pro Saison mit der Staatskapelle vor.
45 Konzerte pro Saison seien „schon eine Menge“, erklärt Thielemann. Einkalkuliert sei aber pro Woche ein freier Tag. Schließlich möchte der gebürtige Berliner, der seine Laufbahn an der Deutschen Oper Berlin begann, auch mal die Gemäldegalerie besuchen oder nach seinen sächsischen Wurzeln suchen. Die Verwandtschaft seines Vaters stammt aus Dresden und Leipzig. Das erklärt vielleicht, weshalb Thielemann ab 2012 auch ab und zu das Gewandhausorchester in Leipzig dirigieren wird.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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