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Eigentlich sind die Dresdnerinnen und Dresdner nicht auf Streit programmiert. Viel lieber würden sie sich die Damen und Herren – beispielsweise Juristen, Architekten, Ingenieure, Wissenschaftler oder Ärzte - mit der Politik arrangieren. Das klappte leider schon bei der Waldschlösschenbrücke nicht. Und mit dem Gedanken, für die Sächsische Staatskapelle und die Dresdner Philharmonie ein gemeinsames Konzerhaus zu bauen, fanden sie bisher auch kein Gehör. Sie sind es leid weiter taktvoll Briefe zu schreiben und Gespräche zu führen. Die Initiative „Neues Konzerthaus“ mobilisiert jetzt die Öffentlichkeit. Rund 400 Teilnehmer einer Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Rundkino forderten die Stadt auf: Hände weg vom Kulturpalast! Kein Umbau zum reinen Konzertsaal! Mit zwei Spitzenorchestern braucht Dresden ein neues Konzerthaus!
Doch weder Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) noch einer ihrer Bürgermeister waren der Einladung zum Streitgespräch gefolgt. Statt dessen ließ die Stadtspitze in dieser Woche verbreiten, dass der Architekturwettbewerb zum Umbau des Kulturpalastes zu einem reinen Konzertsaal angelaufen und die Jury bereits eine Vorauswahl von Entwürfen vorgenommen hat, aus denen in einer zweiten Sitzung die besten ausgewählt werden. Der Stadtrat hatte im vergangenen Jahr mehrheitlich für die Total-Operation des Kulturpalastes plädiert. Nach Jahren des Versagens musste eine schnelle Lösung für den weiteren Betrieb des 40 Jahre alten Hauses her. Sanierung wäre auch eine Lösung. Doch da gab es noch das Versprechen aus den Anfängen der 1990er Jahre an die Dresdner Philharmonie, ihr eine adäquate Spielstätte zu schaffen. Das Orchester griff entnervt zu.
Die Musikfreunde in der Initiative „Neues Konzerthaus“ kämpfen weiter um die optimale Lösung. Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) holten sie inzwischen ins Boot. Sie erklärte sich während der Podiumsdiskussion dazu „bereit, einen ´Runden Tisch´ mit allen Beteiligten zu moderieren". Voraussetzung für den Neubau sei allerdings eine von Stadt und Land gemeinsam in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie, die außer den Baukosten auch die Finanzierbarkeit des laufenden Betriebes seriös untersuche.
Außerdem müsse der Dresdner Stadtrat seine umstrittene Entscheidung zum Kulturpalast „rückgängig" machen. In ihrer Funktion als Präsidentin des deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz forderte Stange, bei der geplanten Modernisierung des Kulturpalastes streng auf die Einhaltung der denkmalschützerischen Richtlinien zu achten. Als Dresdnerin wünsche sie sich ein rasches Abrücken von den Plänen der Stadt, den Palast zu entkernen und einen klassischen Konzertsaal in die alte Hülle zu bauen. Der Kulturpalast solle besser „ein Haus für alle Dresdnerinnen und Dresdner" bleiben.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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