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Kultur

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Jeff Wall auf Transit in Dresden

17. June. 2010
17.June 2010
Erstmals ist eine Sonderausstellung mit den großformatigen Fotos des kanadischen Künstlers Jeff Wall im Lipsiusbau in Dresden zu sehen.

Jeff Wall stellt im Lipsiusbau aus Foto: Holland

Fotos so groß wie Tafelbilder Alter Meister. Velazquez Gemälde im Prado standen Pate. Und die Idee, jene wie Werbung in Leuchtkästen zu packen, kam Jeff Wall ebenfalls 1977 bei seiner Studienreise in Spanien. Mittlerweile gehört der Pionier der großformatigen Fotografie zu den bedeutendsten Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts. Erstmals breiten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden das Werk des kanadischen Künstlers in einer Sonderausstellung aus. Unter dem Titel „Transit“ sind im Lipsiusbau auf der Brühlschen Terrasse vom 20. Juni bis 19. September 26 Arbeiten zu sehen.

Es sind nur auf den ersten Blick strahlend schöne Bilder. „Coastal Motifs“, eine Landschaftsaufnahme von Vancouver, wirkt mit wolkenweißem Himmel und Bergen anmutig. Selbst die grauen Gebilde im blauen Wasser der Bucht passen farblich zur Komposition. Es sind die Baracken, Container, Fördertürme, Silos und Lagerhallen im Hafen. Jeff Wall fotografiert gebrochene Schönheit im Alltag, allerdings ohne zivilisationskritische Anklage. Und immer wieder zeigt er Menschen, die innehalten. Doch was wie eine Momentaufnahme wirkt ist perfekt geplant, ausgeleuchtet und nachgestellt.

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„Meine Bilder leiten sich aus Erfahrungen ab und dem Zuschauen und Beobachten beim Tagträumen und Denken“, so Jeff Wall. Der 1946 in Vancouver Geborene studierte und lehrte Kunstgeschichte. Er malte und filmte, bevor er 1977 in der Fotografie sein künstlerisches Ausdrucksmittel fand. 1982 nahm er erstmals an der dokumenta in Kassel und der Biennale in Paris teil. Mit seinem kunstgeschichtlichen Hintergrund verwandelt Wall scheinbar simple Situationen in Bilder mit verborgenen Geschichten, die zwischen dem Heute und Gestern pendeln. „The Storyteller“ auf einem schmalen Stück Grün unterhalb einer Betonbrücke am tristen Rand einer Stadt könnte die moderne Version vom „Frühstück im Freien“ sein, jener einst von Manets in flimmernden Farben gemalten.

„Jeff Wall rekonstruiert seine Alltagswelt poetisch“, so Ulrich Bischoff. Der Direktor der Gemäldegalerie Neue Meister erzählt von seiner ersten Begegnung mit Walls über vier Meter langem „kinematografischen“ Werk  „Restoration“ in München. Das hätte er gern für die Galerie Neue Meister in Dresden angekauft, konnte es aber nicht mangels Geld. Umso mehr freut sich Bischoff das Leuchtkastenbild, indem Elemente der Fotografie mit denen des Films und der Malerei verschmelzen, nun drei Monate lang im Lipsiusbau zeigen zu können.

 

Ausstellung „Transit“, Fotografie von Jeff Wall, vom 20. Juni bis 19. September im Lipsiusbau.

- Der Katalog zur Ausstellung (135 Seiten) ist im Verlag Schirmer/Mosel erschienen. Die Museumsausgabe kostet 35,90 Euro.

- Die Party zur Ausstellung, Tanzen im Transit, findet am 24. Juni, 20.30 Uhr im Lipsiusbau statt, Ticket 5 Euro, veranstaltet von den Jungen Freunden der Staatlichen Kunstsammlungen und dem Alten Wettbüro.

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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