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Zwei Häuflein Sand, das eine rot, das andere blau, formen sich zu Figuren. Die kleine rote Agathe erwacht. Der dicke blaue Schorsch schläft noch. Ein Trickfilm erzählt, was nachts im Sandkasten passiert, wenn die Kinder längst zu Hause sind. Das Geheimnis wird nicht in den Hochburgen des Animationsfilmes, den USA oder Japan, sondern in Dresden gelüftet. Die Balance Film GmbH bringt ihre neueste Produktion heraus. Die „Sandmanzen“ feiern am 12. September ihre Premiere im Dresdner Programmkino Ost, bevor sie am 10. Oktober im Kinderkanal des Mitteldeutschen Rundfunks ihre Abenteuer bestehen. Das Kunstwort meint krümelig knollige Kobolde.
Die Balance Film GmbH Dresden behauptet sich seit 1993 im hart umkämpften internationalen Animationsfilm-Markt. „Mit erfrischenden Geschichten, außergewöhnlicher Grafik und besonderen Animationstechniken versuchen wir auf uns aufmerksam zu machen“, sagt Ralf Kukula, Regisseur und Mitbegründer der Firma. Seit 2001 teilt er sich die Unternehmensführung mit Grit Wißkirchen. Beide arbeiteten zu DDR-Zeiten im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden, dass nach der politischen Wende trotz künstlerisch anerkannter Produktionen 1992 geschlossen wurde. Allein die Balance Film GmbH setzt jetzt in Dresden die Trickfilm-Tradition fort. 12 feste und 16 freie Mitarbeiter hauchen derzeit phantasievollen Kreaturen an Lichttischen und Computern Leben ein.
Die Mutter der Pixel-Kobolde ist die Autorin Doris Riedl. Von Ralf Kukula angesprochen, sich eine Geschichte für eine Sand-Animation auszudenken, kam ihr ein Buddelkasten mit Sandburgen, Sandkuchen und eben jene kleine Wesen in den Sinn, die in ihrer kleinen die große Welt entdecken. Ihr Vater ist der Gestalter Andreas Strozyk. Er modellierte die grazile Agathe, einen kleinen Wirbelwind, der alles durcheinander bringt, und den klobigen trägen Schorsch, den Retter in der Not, allerdings nicht aus Sand. „Die klassischen Sand-Animationen wirken zu poetisch“, verwarf Strozyk das Material für die Figuren. Ein grobkörnigeres sollte es für den Kinderfilm sein. Seine Wahl fiel auf Schmelzelino, die farbigen Kunststoff-Kügelchen aus dem Bastelladen. Mit den auf einer Leuchtdioden-Fläche ausgerichteten Kügelchen gab Strozyk Agathe und Schorsch ihre Gestalt.
Doch viele Helfer brauchte es, um sie das Laufen zu lehren. Wieder und wieder wurden die Kugel-Helden neu ausgerichtet und gefilmt, so entstand Bild für Bild. Die klassische Animation, bei der die Hand des Künstlers zählt, wird im Balance-Film-Studio in der Dresdner Friedrichstadt noch gepflegt. Das braucht Zeit. Die Produktion der ersten Staffel der „Sandmanzen“, die aus 13 Episoden zu jeweils drei Filmminuten besteht, dauerte zwei Jahre. Die Vorbereitung erforderte nochmals die gleiche Zeit. Das kostet Geld.
Der künstlerisch anspruchsvolle Trickfilm erblickt auch in der Marktwirtschaft nicht ohne wohlwollende Förderer das Licht der Welt, selbst wenn die Balance Film GmbH wie im Fall der „Sandmanzen“ Koproduzenten wie die Fernsehsender RBB, MDR, den NDR und mit zwei kanadischen Studios sogar internationale Partner an ihrer Seite hat. „Wir sind auf Darlehen und Zuschüsse angewiesen“, so Ralf Kukula. Insofern gab er gestern dem für die wirtschaftliche Filmförderung zuständigen sächsischen Medienminister, Staatskanzleichef Johannes Beermann (CDU), gern Einblick in die laufenden Projekte. Der Besuch signalisierte, die Politik hat die Bedeutung der Kreativwirtschaft in Sachsen als Wirtschaftszweig erkannt. Ein Schorsch, der im Sandkasten hilft, wird auch im realen Leben gebraucht, wenn sich Kunst im Alltag behaupten soll.
Die „Sandmanzen“, Premiere am 12. September, 15 Uhr im Programmkino Ost.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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