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Für 150 Cent in den 150jährigen Zoo

03. May. 2011
03.May 2011
Der Dresdner Zoo wird am 8. Mai 150 Jahre alt, das wird mit einem Jahrmarkt am 7. und 8. Mai von 10 bis 17 Uhr gefeiert.

Plakat zum Jubiläum Foto: PR

Am Anfang war ein Hühnerzüchterverein, der nicht nur Federvieh, sondern auch exotische Tiere ausstellte. Es folgte eine Aktiengesellschaft, die Geld zur Gründung eines Zoologischen Gartens einsammelte. Zwischenzeitlich der Bankrott und die totale Zerstörung. Doch der Dresdner Zoo lebt immer noch. Am 7. und 8. Mai feiert er seinen 150. Geburtstag mit einem Jahrmarkt wie in der Gründerzeit. Und in der Jubiläumswoche vom 9. bis 13. Mai dankt der 150 Jahre alte Zoo mit einem Eintrittspreis von 150 Cent allen Besuchern.

Die Stars des Dresdner Zoos an der Tiergartenstraße waren und sind die Affen, insbesondere die Orang-Utans. Peter, war der erste, der ab 1898 in Dresden gehalten wurde. Doch erst das Orang-Utan-Baby Buschi eroberte 1927 die Herzen aller Dresdner. Nicht nur weil das Kerlchen so niedlich war, sondern eine besondere Geschichte hatte. Buschi kam auf dem Roten Meer zur Welt. Und zusammen mit seiner Mutter Suma überlebte der kleine „Waldmensch“, so die Bedeutung des Wortes Orang-Utan, die lange Schiffsreise von Sumatra nach Europa.

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Der Dresdner Zoo hatte die Orang-Utan-Dame Suma angekauft, ohne zu wissen, dass sie in anderen Umständen war. Ein Glücksfall für Dresden. Ihr Sohn Buschi wuchs unter besonderer Fürsorge des damaligen Direktors Gustav Brandes zu einem stattlichen jungen Burschen heran. Damit gelang in den 1920er Jahren die erste Aufzucht eines Orang-Utans in einem Zoo. Der Dresdner Zoo wird zu einem Vorreiter zeitgemäßer, moderner Unterbringung und Pflege dieser Menschenaffen in Europa und Übersee. Damit wurde die Grundlage für die erfolgreiche Nachzucht von Orang-Utans gelegt.

Die Publikumslieblinge heute sind der im November 2009 geborene Dodi und Duran, der ganz überraschend im Januar 2010 zur Welt kam. Und wieder rankt sich um die Orang-Utan-Babys eine Geschichte. Beide haben einen Vater, den aus Budapest stammende Toni, der allerdings nur mit der jungen Dunja, der Mutter von Dodi, sein Baumnest teilt. Seinem Charme erlag aber auch, die 36 Jahre alte Djudi. Das beweist die Existenz von Duran.

Wie es trotz der in zwei getrennten Gruppen lebenden Orang-Utans zu einer Dreiecksbeziehung kam, war den Tierpflegern lange ein Rätsel. Einzige Möglichkeit zum Liebespiel bestand bei den Begegnungen am Trenngitter im Außengelände. Djudi und der 16 Jahre jüngere Toni müssen die Gelegenheit genutzt haben, sich ganz nah zu kommen. Insofern entstand eine nicht ganz gewöhnliche Familienkonstellation bei den Dresdner Orang-Utans. Der inzwischen einjährige Duran ist zugleich Onkel und Halbbruder von Dodi.

Schon zur Einweihung des Dresdner Zoos am 8. Mai 1861 war das von Stadtbaumeister Carl Adolph Canzler entworfene Affenhaus mit seinen Bewohnern die Hauptattraktion. Doch Gebäude aus den Anfangsjahren stehen längst nicht mehr. Beim Bombenangriff auf Dresden am 13. und 14. Februar ist der Zoo total zerstört worden, von einst 3000 Tieren überlebte gerade mal ein Dutzend. Inzwischen leben wieder 2014 Tiere im Zoo, der sich mit dem neuen Afrikahaus, der neuen Giraffenanlage und dem Prof.-Brandes-Haus ein modernes Gesicht gab.

Zoofest am 7./8. Mai von 10 bis 17 Uhr mit historischen Fahrgeschäften, darunter einem Dampfkarussell und einem kleineren Riesenrad. Eintritt für Erwachsene 10 Euro,ermäßigt 7,50 Euro, Kinder von 3 bis 16 Jahre 4 Euro.

(Sieglinde Werner)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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