Willkommen:
beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.
Es bleibt dabei. Nicht in England, sondern in Sachsen stand die Wiege des europäischen Hartporzellans. „Die Geschichte muss nicht umgeschrieben werden“, so Ulrich Pietsch, Direktor der Porzellansammlung in den Dresdner Kunstsammlungen. Nach wie vor gelte die Versuchsaufzeichnung Johann Friedrich Böttgers vom 15. Januar 1708 als Geburtsstunde des europäischen Hartporzellans. Pietsch widersprach heute Zeitungsberichten - darunter der englischen Tageszeitung „The Times“ -, dass die Engländer schon 25 Jahre früher das europäische Porzellan aus der Taufe gehoben hätten.
Aus der Entdeckung von drei Vasen in England, die bereits in einer Schenkungsurkunde von 1683 verzeichnet und durch eine wissenschaftliche Analyse zweifelsfrei als Porzellan identifiziert worden sind, schlussfolgerte die „Times“: „Das erste wirkliche europäische Porzellan wurde tatsächlich einige Jahre vor Böttgers Geburt hergestellt.“ Und zwar im englischen Vauxhall. Da sei eine wissenschaftliche Studie des renommierten Britischen Museums in London falsch interpretiert worden, klärte der Direktor der Dresdner Porzellansammlung auf. Es sei keineswegs notwendig, einen Urheberrechtsstreit vom Zaun zu brechen, denn die Fachleute seien sich in der Sache einig.
Die Gewissheit, dass das berühmte Meissener das älteste europäische Porzellan ist, nimmt Pietsch aus einer brandaktuellen Untersuchung. Bernd Ullrich, Wissenschaftler am Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik der Bergakademie Freiberg, fand heraus, dass das Porzellan der englischen Vasen in seiner chemischen Zusammensetzung dem ostasiatischen gleicht. Er untersuchte chinesische und japanische Porzellane aus der Dresdner Sammlung und verglich das Analyseergebnis mit dem der britischen Experten in der Studie über die drei Vasen. Der Freiberger Geologe macht die „verblüffende Ähnlichkeit“ vor allem am Anteil von Kalium- und Calciumoxid fest. „Es handelt sich bei den englischen Vasen um weißes chinesisches Porzellan, sogenannte Weißware, die nachträglich in England mit Emailfarben bemalt worden ist“, schlussfolgert Bernd Ullrich.
Das europäische Hartporzellan besteht aus Kaolin und Quarz, später kam noch Feldspat hinzu. Böttger fand die „Rezeptur“. Seine Zweifel an der Behauptung, dass das europäische Hartporzellan in England erfunden worden ist, macht der Direktor der Dresdner Porzellansammlung an der Tatsache fest, dass keine Versuchsaufzeichnung existiert. Bei der Herstellung des Porzellans in China musste nichts zusammengemischt werden, weil die Tonerde schon Kaolin enthielt. Vor diesem Hintergrund wäre es denkbar, dass sich die Engländer chinesische Tonerde beschafft und in der Glashütte in Vauxhall die Vasen hergestellt haben. Doch diese Theorie hält der Materialforscher Ullrich für unwahrscheinlich: „Die Chinesen hüteten ihr Geheimnis, das ihnen nicht mal Marco Polo entreißen konnte, der immerhin 25 Jahre in China gelebt hat.“
Netiquette:
Mit echten Menschen und Namen lässt es sich leichter kommunizieren.
Deshalb sind anonyme Kommentare auf meindresden.info nicht erwünscht.
Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen, SEO o.Ä.) werden als SPAM markiert. Alles was nicht zum Artikel passt, bitte über den normalen Kontakt mitteilen.
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der „Galerie 2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch wenn die Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost, Christiane Just, Maja Nagel, Gudrun Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit 1958 werden in der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner Künstler angeboten. Geöffnet ist die „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com
Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit. Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.
Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.). Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen: publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de
Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten. Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.
In Dresden-Neustadt entsteht eine neue Tempo-30-Zone westlich der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis zu den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll den Durchgangsverkehr fernhalten und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr frei und schafft damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker Straße. Das Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.
© 2007-2010 meindresden.info
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von meindresden.info
URL: