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Dresden schreibt seit 450 Jahren Musikgeschichte. Die Staatskapelle in der Semperoper und die Philharmonie im Kulturpalast repräsentieren diese Tradition. Die zwei Spitzenorchester erheben Dresden in den Rang einer Musikmetropole. Doch Stadt und Land versäumten bisher ihren weltberühmten Klangkörpern eine ihrem Ruf entsprechende Spielstätte zu geben. Mit dem Umbau des 1969 eröffneten Kulturpalastes zu einem Konzertsaal – übrigens mit integrierter Stadtbibliothek und Kabarett - will die Stadt nun Abhilfe schaffen. Gegen diese Lösung im Stile eines Gemischtwarenladens läutet die Initiative „Neues Konzerthaus“ jetzt Sturm.
Denn mittlerweile läuft ein Architekturwettbewerb, der den Kulturpalast umgekrempelt soll. Die Initiative spricht von einer „folgenschweren Fehlentscheidung“. Ihre engagierten Sprecher, die Medizin-Professoren Jan Schulze und Heinz Dittrich, fordern die Politik zum Umdenken auf. Anstatt den Kulturpalast einer Total-Operation mit fraglichem Ausgang zu unterziehen, plädieren sie für ein neues Konzerthaus. Während eines Treffens von Musikfreunden in der Landesärztekammer stellte die Initiative die aus ihrer Sicht beste Lösung für beide Dresdner Spitzenorchester vor.
„Am Königsufer besteht die einmalige Chance eine adäquate Spielstätte für die Dresdner Philharmonie und die Staatskapelle zu errichten“, sagte Jan Schulze. Der Präsident der Landesärztekammer verwies auf das unbebaute Grundstück zwischen Augustbrücke und Finanzministerium, das aufgrund seiner Lage vis-á-vis der berühmten Stadtsilhouette nur für eine besondere Bebauung in Frage kommt. Architekturprofessor Manfred Zumpe veranschaulichte in einer Machbarkeitsstudie die Idee. Dresdens neues Konzerthaus mit Blick auf die Altstadt solle sich architektonisch wie eine weitere Perle in der Kette repräsentativer Bauten am Neustädter Elbufer einreihen.
Das Büro Zumpe konzipierte einen Gebäudekomplex bestehend aus einem großen Konzertsaal mit 1800 Plätzen, einem Kammermusiksaal mit 450 Plätzen, einem weiträumigen Foyer mit Restaurant, Terrasse und Freitreppe zur Elbe hin sowie einem Bürotrakt und einer zweigeschossigen Tiefgarage. „Mit der Studie wollen wir einem Architekturwettbewerb nicht vorgreifen, aber den Raumbedarf und die Finanzierung aufzeigen“, erklärte Manfred Zumpe. Ein neues Konzerthaus würde rund 100 bis 120 Millionen Euro kosten, vorausgesetzt Stadt und Land brächten das Grundstück in das Projekt ein.
Im Wettbewerb um die Musiktouristen von morgen, könne sich Dresden mit der Leistung seiner Orchester nur in einem akustisch erstklassigen und architektonisch imposanten Konzertsaal behaupten. Ein Kulturpalast, selbst mit 65 Millionen Euro umgebaut, bliebe der Spatz in der Hand. Der „Kulti“ würde sich nie zu einem neuen Anziehungspunkt entwickeln, den Dresden angesichts sinkender Touristenzahlen dringend braucht. Die Initiative plädiert für eine Modernisierung des Kulturpalastes, um ihn in seiner bisherigen Form und Funktion für die Unterhaltungsmusik zu bewahren. Das würde bestehende Werte erhalten und Geld sparen, das nur nachhaltig in einem Konzertsaal als „Signalbau der heutigen Zeit“ angelegt wäre.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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