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Kultur

Ein Hauch von Bayreuth in Dresden

27. Juli. 2008
27.Juli 2008

Dresden bekommt etwas von den diesjährigen Bayreuther Festspielen ab. Der 1. Aufzug von Richard Wagners „Parsifal“ wird am 5. September konzertant in der Dresdner Frauenkirche aufgeführt. Die Stiftung Frauenkirche präsentiert in Kooperation mit den Bayreuther Festspielen den Ausschnitt aus dem Stück. Die Gläserne Manufaktur von Volkswagen unterstützt das musikalische Ereignis. „Wagners Intention war, den ‚Parsifal’ nur in Bayreuth zu spielen. Umso mehr freuen wir uns, einen Teil der diesjährigen Aufführung in Dresden zu hören“, so Christine Kageneck, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche. Nur im Bayreuther Festspielhaus, nur da dürfe sein ihm teuerstes Werk aufgeführt werden, hatte Wagner einst angeordnet – auch über seinen Tod hinaus. Dass das nicht geklappt hat, ist bekannt.

Und so wird 2008 ein Festspiel-Häppchen von Bayreuth nach Dresden exportiert. Direkt vom „Grünen Hügel“ werden der diesjährige Dirigent des „Parsifal“ Daniele Gatti, der Tenor Christopher Ventris in der Rolle des Parsifal, der Bass Kwangchul Youn in der Partie des Gurnemanz und der Bariton Detlef Roth als Amfortas in Dresden erwartet. Gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem stimmgewaltigen Chor der Staatsoper führen die Solisten den 1. Aufzug unter der musikalischen Leitung Gattis konzertant auf. Der Italiener dirigierte u. a. an der Metropolitan Opera New York und an der Wiener Staatsoper. 1996 übernahm er die Leitung des Royal Philharmonic Orchestra, dessen Chefdirigent er nach wie vor ist.

Im Zentrum von Richard Wagners „Parsifal“ - von ihm selbst als Bühnenweihfestspiel betitelt - stehen die großen Themen: Verführung und Erlösung, Schuld und Reinheit. Schon im Zusammenhang mit „Tristan und Isolde“ befasste sich Wagner mit dem vom mittelhochdeutschen Dichter Wolfram von Eschenbach behandelten Thema und schrieb 1857 einen ersten Prosaentwurf nieder. Erst zwei Jahrzehnte später wandte Wagner sich ganz dem „Parsifal“ zu. Die Uraufführung fand 1882, im Jahr vor seinem Tod, in Bayreuth statt.

Richard Wagner verbrachte mehrere Jahre seines Lebens in Dresden. Mit der Aufführung des „Parsifal“ in der Frauenkirche schließt sich der Kreis. Wagner greift in diesem, seinem letzten Musikdrama, auf musikalische Eindrücke zurück, die er als Schüler und junger Hofkapellmeister in Dresden aufgesogen hat, nicht zuletzt in der Frauenkirche, wo er selbst dirigierte.

Als langjähriger Partner der Frauenkirche Dresden unterstützt die Gläserne Manufaktur von Volkswagen die Aufführung des „Parsifal“. „Mit dem Engagement der Gläsernen Manufaktur konnte bereits im November 2005 das Konzert des New York Philharmonic Orchestra als einer der Höhepunkte im Musikleben der Frauenkirche realisiert werden“, so Christine Kageneck.

Tickets sind im Vorverkauf erhältlich über den Ticketservice der Frauenkirche, Georg-Treu-Platz 3, Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr, Telefon: 0351 / 656 06 701, E-Mail: ticket@frauenkirche-dresden.de, über das Besucherzentrum Frauenkirche im Kulturpalast, Galeriestraße, Montag bis Samstag 9.30 bis 18 Uhr sowie über Internet und an allen CTS-Vorverkaufsstellen bundesweit.

 

(MS)

20400 Studienanfänger zum Wintersemester

In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de

Stadt will keine Mehrkosten fürs Stadion übernehmen

Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.

Verkehrsführung Bautzner Straße wieder ganz anders

Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.

Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau

Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der  wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.

Junge Fußballerinnen tragen ihre WM auch in Dresden aus

Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.

Praktikum im Kunstministerium

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de

Buchvorstellung zur Geschichte der „Interflug“

Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.