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Sachsen feiert die Erfindung des europäischen Porzellans und die Gründung der Meissener Manufaktur vor 300 Jahren. Eine große Sonderausstellung vom 8. Mai bis 29. August im Japanischen Palais in Dresden zeichnet den „Triumph der Blauen Schwerter“ nach. Das Signet bürgt seit 1731 für Echtheit und Exklusivität der edlen Scherben. Leidenschaftlichster Sammler von Anfang an, Sachsenfürst August der Starke, wollte einst das ganze Japanische Palais mit „Weißem Gold“ bestücken. Im Erdgeschoss sollte das ostasiatische und im Geschoss darüber das Meissener triumphieren. Sein Traum vom Porzellan-Schloss erfüllte sich nicht. Doch anlässlich des Jubiläums wird seine Vision zumindest einen Sommer lang wahr.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vereinen rund 800 Porzellane in der Ausstellung, darunter Bestände aus dem Depot, die dem Publikum sonst nicht zugänglich sind. Leihgaben aus Museen und Sammlungen der Welt, unter anderem aus Amsterdam, Moskau, New York, London, Paris, Prag und Budapest, blättern zusammen mit Glanzstücken aus der Dresdner Porzellansammlung im Zwinger die Geschichte des Meissener Porzellans auf. Zu den Leihgebern gehört auch der in Dresden geborene und von den Nazis verfolgte New Yorker Bankier Henry H. Arnhold.
Die Ausstellung konzentriert sich auf die ersten 100 Jahre der Meissener Manufaktur„Sie zeichnet ein Bild der Porzellankunst vom Barock bis zum Biedermeier“, erklärt Ulrich Pietsch, Direktor der Dresdner Porzellansammlung. Bis 1756 sei Meissen die tonangebende Manufaktur in Europa gewesen, geprägt durch zwei Männer: Johann Gregorius Höroldt revolutionierte die Porzellanmalerei und Johann Joachim Kaendler die Formen. „Beide waren in Feindschaft verbunden, aber in dieser Konkurrenz schufen sie das beste und schönste Porzellan“, so Ulrich Pietsch.
Kaendler war überzeugt, dass aus Porzellan alles herstellbar sei. Er formte lebensgroße Tierplastiken, die scheinbar mühelos die Tücken des Porzellanbrandes überstanden. August der Starke hatte Abbildungen seiner Menagerie bestellt, beispielsweise den in der Ausstellung zu sehenden Fischreiher. „Mit gestrecktem langen Hals und auf dünnen Beinen wäre der Vogel im Ofen in sich zusammengesackt“, erklärt Pietsch, dass die Porzellanmasse um 15 Prozent schrumpft, wenn ihr das Wasser entzogen wird. Der geniale Bildhauer löste das Problem, indem er tagelang die Tiere in der höfischen Menagerie beobachtete und geschlossene, aber lebensechte Figuren erfand. Insofern putzt sich der Fischreiher das Gefieder und steht fest im Schilf. August der Starke war begeistert, nicht so Höroldt. Der Chef der Manufaktur verpasste Kaendler eine Abmahnung, weil der sich zum Tierstudium aus der Manufaktur entfernt hatte.
Meissener Porzellan war von Anfang an Luxusgut und Statussymbol der europäischen Fürstenhäuser. Als diplomatisches Geschenk schuf es Allianzen. So beschenkte August der Starke 1727 Peter den Großen mit einer Uhr im aufwendig gestalteten und bemalten Porzellangehäuse. Der russische Zar bedankte sich mit einer Lieferung lebender Eisbären und Polarfüchse. Anders Friedrich der Große. Der Preußenkönig besetzte im Siebenjährigen Krieg die Manufaktur und ließ sich auf Kosten Sachsens ein ganzes Tafelservice nach seinem Entwurf anfertigen.
Obwohl zur Repräsentation hochgeschätzt, eroberte sich das Meissener erst Mitte des 18. Jahrhunderts die Tische des Adels. Davor war es nur zum Dessert zugelassen. Der Hauptgang des Mahls musste auf vergoldeten Silbertellern serviert werden. Erst Zarin Elisabeth durchbrach das Gebot. Sie ließ 1745 das Service, das ihr August der III. geschenkt hatte, auf den Tisch stellen. Anlass war die Hochzeit ihres Neffen mit der Fürstentochter von Anhalt-Zerbst, der späteren Katharina II. Sachsens Kurfürst dürfte der einzige Gast gewesen sein, der nicht brüskiert war. Teile des Tafelservice, mit dem Zarin Elisabeth die moderne Tischkultur einführte, sind in der Ausstellung zu bewundern. Die Geschichte dahinter steht allerdings nur im Katalog oder ist bei einer Führung zu hören.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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