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Genau jenes Blau wollte er haben, in das der Gobelinsaal in der Gemäldegalerie jetzt gehüllt ist. Königsblau. Sehnsuchtsblau. Das Blau von Harald Marx vermittelt ein Gefühl der Größe und ein ganzes Lebenswerk, in dem sich Wünsche erfüllten, aber auch offen geblieben sind. Der Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister verabschiedet sich mit einer Ausstellung aus dem Amt. Unter dem Titel „Wunschbilder. Sehnsucht und Wirklichkeit. Malerei für Dresden im 18. Jahrhundert“ sind in einer einmaligen Zusammenstellung 217 Kunstwerke vereint, die in der Zeit des Barocks in Dresden entstanden beziehungsweise andernorts mit Bezug zu Dresden gemalt worden sind. 50 traten als Abgesandte für die Abschiedsausstellung von St. Petersburg, Paris, Versailles, Budapest, Brüssel, Graz, Wien, Berlin und Potsdam den Weg nach Dresden an.
Die Malerei des 18. Jahrhundert war 42 Jahre der Arbeitsschwerpunkt von Harald Marx in den Staatlichen Kunstsammlungen. Werke von Künstlern wie Louis des Silvestre, Bernardo Bellotto – genannt Canaletto – Anton Raphael Mengs oder Anton Graff stehen als große Namen für eine Epoche von europäischem Rang. Die Ausstellung macht es deutlich. Denn Dresden war im 18. Jahrhundert ein Ort, der Künstler aus vielen Ländern anzog. Während die einen selbst an den sächsischen Hof kamen, haben andere wie Giovanni Battista Tiepolo in Venedig oder Antoine Pesne in Paris für Dresden gemalt. Viele dieser Werke befinden sich heute in Sammlungen auf der ganzen Welt.
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„Wunschbilder“ sind die in der einmaligen Zusammenstellung zu sehenden Porträts, Veduten, Landschafts- und Historienmalereien alle. Und zwar im doppelten Sinne: Sie zeigen Illusionen, Idealdarstellungen von Personen und Ereignissen sowie eine verklärte Sicht auf Dresden und sächsische Landschaften. „In den Bildern sind auch die Sehnsüchte der Maler Gestalt geworden“, betont Marx. Es sei erlaubt zu fragen, ob die Stadt- und Landschaftsansichten tatsächlich so reizvoll, die Damen des Hofes so schön oder die Herrscher so stattlich waren. Andererseits erfüllt sich der Direktor selbst einen langgehegten Wunsch: „Diese Sehnsucht nach Vollkommenheit in den Dresden-Bildern zu zeigen und sie aus bedeutenden europäischen Galerien einmal in Dresden zu vereinen, war meine Sehnsucht“. Sie ist gestillt. Mit den 50 Leihgaben würdigen Kollegen großer europäischer Museen die Leistung der Dresdner Galerie und ihres Direktors.
Die Ausstellung vermittelt ein Gesamtbild der Malerei in Dresden während des 18. Jahrhunderts, wie es in der Elbestadt noch nie zu sehen war. Dafür wurde der Gobelinsaal in der Sempergalerie erstmalig seit 1992 umgestaltet, die Wände in ein tiefes Blau gehüllt und die Gemälde nach den ästhetischen Vorstellungen jener Zeit auch dreifach übereinander gehängt. Ein barocker Bildersaal entstand. Für minimalistische Sichtweisen gewöhnungsbedürftig.
„Mir würde schon reichen, wenn man dieses Blau in Erinnerung behält“, gibt sich Harald Marx wie stets charmant und bescheiden. Der Botschafter der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister geht mit 67 Jahren zum 1. März in den Ruhestand. „Die Wirklichkeit sagt: Du musst gehen. Die Sehnsucht fragt: Wieso eigentlich, du fühlst dich doch noch fit“, deutet Marx an, dass ihm dieser Schritt nicht leicht fällt. Allein der Blick auf eines seiner Wunschbilder genügt und der Humor hat ihn wieder: Winkt mir da die Tochter des Grafen von Bühl zum Abschied nicht mit einer Mainelke.
Ausstellung: „Wunschbilder. Sehnsucht und Wirklichkeit. Malerei für Dresden im 18. Jahrhundert.“ vom 15. Februar bis 2. Juni in der Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau des Dresdner Zwingers, Di. bis So. von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Katalog: Zur Ausstellung ist im Verlag der Buchhandlung Walther König ein Katalog mit 528 Seiten und 309 farbigen Abbildungen erschienen. Im Haupttext von Prof. Harald Marx ist seine Forschungsarbeit zur Malerei des 18. Jahrhunderts komprimiert. Der Katalog kostet im Buchhandel 58 Euro, in der Ausstellung 38 Euro.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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