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Fein modellieren, das entspricht nicht seinem Naturell und schon gar nicht seiner künstlerischen Auffassung. Seine grob aus dem Holz gehauenen 12 Frauenköpfe weisen Spuren von Axthieben, des Stecheisens und der Säge auf. Untrügliche Zeichen äußerer und innerer Verletzungen. Die „Dresdner Frauen“ von Georg Baselitz, 1990 im Rückblick auf das apokalyptische Ende des Zweiten Weltkrieges entstandene monumentale Skulpturen, sind erstmals in einer Sonderausstellung in Dresden vereint. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen in der Sempergalerie Hauptwerke des weltberühmten Künstlers mit sächsischen Wurzeln, die in Auseinandersetzung mit Dresden und seiner Geschichte entstanden sind.
Die rapsgelben Frauenköpfe tragen Titel wie „Die Elbe“, „Die Heide“, „Die Lachende“ und nur in drei Fällen eindeutige Namen. Mit ausgehöhlten Augen, Nasen und Mündern wirken die meterhohen Figuren verwundet und kraftvoll archaisch zugleich, dazu bestimmt, Tod und Kriege zu überdauern. Die 12 „Dresdner Frauen“, die meisten befinden sich in Privatsammlungen, werden im Gobelinsaal der Alten Meister als Gruppe erstmals in Dresden gezeigt. Sie stehen den 20 großformatigen Tafelbildern, die an den Wänden hängen, gegenüber. „45“ hat Georg Baselitz die 1989 entstandene Serie genannt, mit deutlichem Bezug zur Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Vor einer Art Gitter, teilweise brachial aus mehreren Farbschichten herausgearbeitet, tauchen aus dunklem, von Lichterglut durchzucktem Grund Frauengesichter auf, mitunter bis zur Unkenntlichkeit entstellt.
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Als siebenjähriger Junge erlebte Hans-Georg Bruno Kern in Deutschbaselitz bei Kamenz das Kriegsende und den Untergang Dresdens. Studierte 1957 in West-Berlin weiter, nachdem man ihn ein Jahr zuvor „wegen politischer Unreife“ der Kunsthochschule in Ost-Berlich verwiesen hatte. Der Künstler, der die Kopfstand-Bilder erfand, gibt sich 1961 den Namen Georg Baselitz und malt 1978 schon mal eine Trümmerfrau, doch der Zerstörung Dresdens widmet er sich viel später. Erst im Jahr der politischen Wende und der Selbstauflösung der DDR reflektierte der Künstler seine frühen Erinnerungen an die Stadt, die am 8. Oktober 1989 als Geburtsort des friedlichen Dialogs bald wieder Geschichte schrieb.
Insgesamt 70 Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen von Georg Baselitz sind in der einmaligen Themenschau mit Bezug zur alten Heimat ausgestellt. Die Gemälde „Nachtessen in Dresden“ und „The Bridge Ghost´s Supper“ sind den künstlerischen Vorbildern gewidmet, den Künstlern der „Brücke“ und Edvard Munch. Auf beiden Baselitz-Bildern sind sie vereint. „Die Brücke-Leute hatten sich vergeblich bemüht, Munch als Mitglied zu bekommen. Baselitz hat ihnen den Wunsch erfüllt“, erklärt Kurator Ulrich Bischoff, Direktor der Galerie Neue Meister, die Eigenwilligkeit des Künstlers. Zur Ausstellung ist ein 135 Seiten starker Katalog bei DuMont erschienen.
„Georg Baselitz. Dresdner Frauen“, die Ausstellung in der Gemäldegalerie Alte Meister, im Semperbau am Zwinger, ist bis 28. Februar 2010 zu sehen, täglich von 10 bis 18 Uhr, außer montags geöffnet.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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