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Die 100 schönsten historischen Orte der Welt

09. January. 2009
09.January 2009
Malerisches Dresden. Blick über die Dächer des wiederaufgebauten Schlosses und den Hausmannsturm, im Hintergrund die Semperoper.

Blick in den großen Schlosshof Foto: Holland

Dresden gehört zu den 100 historisch wertvollsten Orten der Welt. Soweit die gute Nachricht in der aktuellen Ausgabe des „National Geographic Traveler“. Allerdings setzt das amerikanische Reisemagazin die sächsische Landeshauptstadt nur auf Platz 38. Viel weiter oben im Ranking, nämlich auf Platz acht, steht Potsdam. Damit nimmt die ehemalige preußische Residenzstadt den deutschen Spitzenplatz ein. München, Dresden und Aachen können sich zwar freuen, auch auf der Liste vertreten zu sein, aber eben nur über hintere Ränge. Die bayerische Metropole muss sich mit Platz 30 und die Kaiserstadt Aachen mit Platz 44 zufrieden geben.

Ein Gremium aus 280 unabhängigen Journalisten, Ökologen, Geografen und Tourismusforschern aus aller Welt bewertete im Auftrag des US-Magazins 110 historische Orte rund um den Globus. Im Mittelpunkt der Bewertung stand jedoch nicht die Beliebtheit der Sehenswürdigkeiten, sondern die Frage, wie dort der historische Charakter des Ortes bewahrt und dem Massentourismus getrotzt wird.

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Die Experten kürten die niederösterreichische Region Wachau zum Sieger. Dahinter folgten der Rideau-Kanal in Kanada und die belgische Stadt Gent. Kriterien für die Rangfolge waren unter anderem der Zustand historischer Bauten, der Umgang mit dem Massentourismus, die ökologischen Verhältnisse, die Wertschätzung der Archäologie und das touristische Management. Punkten konnten vor allem jene Orte, die ihre Schätze nicht wie ein „lebloses Museum einbalsamieren“.

Im Gutachten für Potsdam werden natürlich die restaurierten Schlösser hervorgehoben. Doch zuerst wollte die Jury wohl den potentiellen Touristen eine gewisse Angst nehmen: „Die Stadt beseitigt rapide den Eindruck eines sowjetischen Lebens.“ Die Stadt sei auf dem besten Wege zu einer nachhaltigen Zukunft. Oberbürgermeister Jan Jakobs (SPD) sieht das gute Abschneiden als Wertschätzung für die millionenschwere Erhaltung der Potsdamer Kulturlandschaft. „Es ist uns gelungen, wieder den alten barocken Glanz und die Lebendigkeit in die Stadt zu holen", sagte Jakobs. Nun komme es darauf an, die touristischen Sehenswürdigkeiten, die der Stadt in die Wiege gelegt worden seien, stärker zu vermarkten.

Auch im Falle Dresdens lobten die Experten den hohen Aufwand zur Wiederherstellung der Kirchen, Palais und Bürgerhäuser, wofür die Frauenkirche symbolisch stehe. Doch gleichzeitig warnten sie vor dem Bau der umstrittenen Brücke im Elbtal. „Es besteht die Gefahr, für einen kurzfristigen Gewinn viel zu verlieren“, heißt es im Jurybericht. Muss doch Dresden im Sommer 2009 mit der Streichung von der Welterbeliste rechnen, weil die Stadt am Bau der Waldschlösschenbrücke im von der Unesco zum Welterbe erhobenen Dresdner Elbtal festhält. Ob der Imageschaden im Platz 38 schon einkalkuliert ist, ließ die Jury offen. Auf jeden Fall setzt sie mit ihrem Ranking ein Achtungszeichen gegen die Selbstzufriedenheit, die schon mal in der Geschichte Sachsens Glanz verspielte, zugunsten von Preußens Gloria.

(Sieglinde Werner)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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