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Drei Räume, in denen der legendäre sächsische Kurfürst und polnische König August der Starke (1670- 1733) einst repräsentierte, kehren ins Dresdner Schloss zurück. Der Große Ballsaal, der Propositionssaal und das Turmzimmer werden wieder aufgebaut, teilte das Finanzministerium jetzt mit. Der Große Ballsaal und der Propositionssaal werden in der Fassung des 19. Jahrhunderts als moderne Ausstellungsräume wieder entstehen. Dafür wählte eine Expertenkommission aus mehreren Gestaltungsvorschlägen den Entwurf des Architekturbüros Atelier Brückner aus Stuttgart aus. Das Turmzimmer wird nach dem historischen Vorbild von 1719 originalgetreu rekonstruiert.
Die Räume waren Teil einer Reihe prächtiger Staatsgemächer im zweiten Geschoss des Nordflügels. August der Starke ließ sich die „Belle Etage“ nach seinem Griff zur polnischen Krone von seinem Innenarchitekten Raymond Le Plat herrschaftlich ausstatten. Krönung der Zimmerfolge waren der Thronsaal und das Schlafzimmer des absolutistischen Herrschers im Westflügel. Im Großen Ballsaal im Nordflügel feierte der polnisch-sächsische Hof rauschende Feste. Als künftiger Ausstellungsraum der Rüstkammer wird er mit ausgewählten Exponaten Einblick in die höfische Jagd des 16. und 18. Jahrhunderts geben.
Der Begriff Proposition steht für Vorschläge oder Forderungen, die die sächsischen Kurfürsten den zum Landtag versammelten Ständen unterbreiteten. Doch im Propositionssaal des Dresdner Schlosses wurzelt nicht die sächsische Demokratie. Im Gegenteil, auch in jenem Saal zelebrierte August der Starke mit Staatszeremonien etwa zur Eröffnung der Landtage seinen Machtanspruch. Gegen den Widerstand der Stände setzte er beispielsweise um sich finanziell von ihnen abhängig zu machen seine „Generalkonsumtionsakzise“ durch, heute würde man Mehrwertsteuer sagen. In seiner neuen Funktion innerhalb der Rüstkammer wird der Propositionssaal den höfischen Festen und Maskeraden des 16.-18. Jahrhunderts gewidmet.
Im Turmzimmer stellte Augusts des Starken einst seine silbernen und vergoldeten Prunkgefäße zur Schau, ab 1732 diente es als Porzellanzimmer. Nach der Restaurierung wird das Turmzimmer als Teil der Porzellansammlung wieder vom Glanz des „Weißen Goldes“ erfüllt sein. Die drei Repräsentationsräume sollen nach Angaben des Finanzministeriums 2013 ihrer neuen Bestimmung übergeben werden.
Die beim Bombenangriff auf Dresden 1945 zerstörte Residenz der sächsischen Kurfürsten und Könige wird seit 1985 wieder aufgebaut und zwar als Museumskomplex der Kunstsammlungen. Mit der Wiedereröffnung des alten Grünen Gewölbes 2006 erhielt das Dresdner Schloss einen seiner musealen Glanzpunkte zurück. Ende Januar wurde das neue Besucherfoyer im spektakulär mit einem Membrandach überwölbten Kleinen Schlosshof übergeben. Ende August 2009 sollen die Fürstengalerie mit Büsten und Bildnissen sächsischer Herrscher und im Dezember die Türckische Cammer eröffnet werden. Seit 1991 flossen 231,1 Millionen Euro in den Wiederaufbau.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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