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„Es geht um den Menschen, um nichts anderes als den Menschen.“ Durch diesen 1960 in Westberlin vom Literaturnobelpreisträger Saint-John Perse gehörten Satz fühlt sich Wieland Förster bestätigt. Der junge Künstler, der seit 1953 in Dresden Bildhauerei studierte, war gerade Meisterschüler bei Fritz Cremer in Berlin geworden. Den Menschen in seinem Elend und seiner Herrlichkeit zu beschreiben, nennt er seinen inneren Auftrag. Längst zählt Wieland Förster zu den großen deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Anlässlich seines bevorstehenden 80. Geburtstages sind erstmals alle Werke seiner großzügigen Stiftung an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in seiner Geburtsstadt zu sehen. Das große Thema ist der Mensch.
Die 58 Skulpturen aus Bronze, Stein und Zement - durch das Seitenlicht in der Bogengalerie des Zwingers hervorragend in Szene gesetzt – thematisieren Selbstbehauptung und Erniedrigung, Leben und Tod. Wieland Förster, 1930 in Dresden geboren, wurde geprägt durch die traumatischen Erlebnisse der Zerstörung Dresdens und seiner Haft als Jugendlicher im russischen Lager in Bautzen von 1946 bis 1950. „Weil der Sohn unseres Hausbesitzers die Wohnung wollte, die meine Mutter und ich bewohnten, denunzierte er mich bei den Russen“, erzählt Wieland Förster. Was im Lager geschah, wird er nie vergessen.
Mit der Skulptur „Passion“ von 1965 setzte er den unschuldig Verhafteten, die das Lager nicht überlebten, ein Denkmal. „Ich habe erlebt, dass der Mensch ab einem bestimmten Punkt für gewisse Diktaturen nur noch ein Stück Fleisch ist.“ Geschundene männliche Körper widerspiegeln im Werk von Wieland Förster die körperliche und seelische Qual, die Menschen anderen Menschen zufügen können, durch Demütigung und rohe Gewalt. Als Gegenpol dazu entstanden vitale und erotische weibliche Akte als sinnliche Bekenntnisse zur Liebe und zum Leben. „Ich gebe zu, dass ich die weibliche Figur unkritisch darstelle, ja sogar verherrliche“, so Wieland Förster. Das komme bei den Feministinnen, die sich um die Opferrolle der Frau betrogen sehen, nicht gut an.
Die 58 Skulpturen, die Wieland Förster den Staatlichen Kunstsammlungen vermachte, vermitteln die großen Spannbreite seines Lebenswerkes. Frühe Arbeiten stehen dem Spätwerk gegenüber oder kleine Plastiken, die in Berliner Kachelöfen gegossen wurden, überlebensgroßen Figuren. Es sei keine Sammlung des Übermutes oder gar des Überflusses. Nie habe er zu DDR-Zeiten im staatlichen Auftrag gearbeitet, insofern waren die wenigsten seiner Arbeiten in Bronze gegossen. Die zerbrechlichen Gipsfiguren lagerten hinter einer einfachen Glasscheibe in seinem Berliner Atelier im Prenzlauer Berg. Die Stiftungsidee entstand, um das „Werk haltbar zu machen“. Schließlich geht es um den Menschen.
„Wieland Förster zum 80. Geburtstag, Alle Werke seiner Stiftung“, vom 23. September 2009 bis 7. März 2010 in der Skulpturensammlung im Dresdner Zwinger, täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Katalog erscheint im Februar 2010 zum 80. Geburtstag des Künstlers.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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