Willkommen:
beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.
Socken sind verpönt. Getanzt wird barfuß. Das sorgt für Halt auf glattem Parkett. 120 Mädchen und Jungen aus drei Dresdner Schulen suchen in der Sporthalle der Montessori-Schule ihren Platz. Sie sind zwischen 10 und 16 Jahre alt, groß und klein, dick und dünn. Unsicherheit zappelt in Beinen und Armen. Der Choreograf Josef Eder fragt, beispielsweise nach den eigenen Grenzen und was man tun kann, um sie zu überwinden. Die Selbstmotivation gelingt. Plötzlich knistert der Raum vor Konzentration. Das Training zum „Feuervogel“ beginnt. Seit dem 19. April laufen die Proben zur wohl spannendsten Premiere der diesjährigen Musikfestspiele. „Let´s Dance! Der Feuervogel“ wird am 21. Mai in der Messe-Halle 1 aufgeführt.
Kinder und Jugendliche unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft sind nun auch in Dresden in einem Tanzprojekt des Star-Choreografen Royston Maldoom vereint. Der Dokumentarfilm „Rhythm Is It!“, der die wundersame Wandlung von Berliner Schülern zu leidenschaftlichen Tänzern beschreibt, die gemeinsam mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern auf der Bühne stehen, machte die Arbeit des Engländers in Deutschland bekannt. Maldoom ist ein Pionier des „Community Dance“, einer Bewegung, die auch hierzulande boomt. „Glaubt nicht, dass wir hier bloß tanzen. Ihr könnt euer Leben verändern durch das Tanzen!“, sagt Maldoom im Film den Berliner Schülern.
Die Überzeugung vom tänzerischen Potential in jedem Menschen setzt in Dresden der Münchner Choreograf Josef Eder um. Gemeinsam choreografierte er 2007 mit Maldoom Strawinskys Ballett „Der Feuervogel“ für das Staatstheater Saarbrücken. Ihre Zusammenarbeit begann 2004, nicht nur weil sie Gemeinsamkeiten in ihrer Biografie entdeckten. Sie wären beinahe Bauern geworden und haben sehr spät mit dem Tanzen begonnen. Maldoom war 22 Jahre, Eder sogar 26 Jahre alt, als sie sich in einer Tanzschule anmeldeten.
Jeder kann tanzen! Mit dem Credo des „Community Dance“ spornt Josef Eder seine Schützlinge in der Turnhalle der Dresdner Montessori-Schule an, ihr Bestes zu geben. Unsichere junge Körper spannen sich in Übungen. Immer schneller werdende Rhythmen treiben sie an, in Schrittfolgen, Drehungen und Armbewegungen über sich hinauszuwachsen. Schließlich wird gerannt und an die Wand gesprungen. Die Sporthalle ist mit der Kraft von 120 Mädchen und Jungen aufgeladen. „Nehmt die Energie in die Arbeit an der Choreografie mit“, feuert Eder seine Eleven an, sich für eine weitere Stunde zu konzentrieren.
Allein mit ihrer Körpersprache erzählen sie die Geschichte vom Feuervogel, der dem Prinzen Ivan hilft, den bösen Magier Kastschej zu töten und 13 verzauberte Prinzessinen zu befreien. In dem von Eder und Maldoom bearbeiteten Fantasy-Drama sind die Prinzessinen Orangengirls, schließlich spielt das Stück im Garten des Zauberers. Mit Orangen in den Händen wiegen sich die Mädchen im Tanz. „Stopp“, ruft Eder. „Die Bewegungen sind wirklich fade. Und was ist mit euren Gesichtern!“ Er spornt die Orangengirls an, ausdrucksstärker zu tanzen. In der Wiederholung klappt es.
Josef Eder, der das Ballett bereits in Saarbrücken und mit Straßenkindern in Bukarest erarbeitete, beflügelt mit seiner eigenen Leidenschaft und mit Humor. Er sieht sich mit seinem Engagement jedoch nicht als Sozialarbeiter, sondern als Künstler. Er wolle Kinder und Jugendliche für den Tanz begeistern. Dass sie dabei mehr lernen, als nur eine Kunstform zu begreifen, hänge mit dem Tanz an sich zusammen, der Ausdauer, Konzentration und Teamfähigkeit abverlangt. „Ich biete einen Raum an, wo man sich durch den Tanz verändern kann“, erklärt Eder.
Längst hat das Medium gewirkt. „Man lernt sich mit Energie vollzutanken“, sagt Jonathan. Im Stück wird der Schüler der Montessori-Schule den strahlenden Prinzen tanzen. „Ich gebe gerne den Bösen“, meint Carlos selbstbewusst, der im wirklichen Leben natürlich kein Magier, sondern Schüler der Dinglingerschule ist. Wie die anderen glüht auch Moritz inzwischen für den Tanz: „Wenn ich die Turnhalle verlasse, freue ich mich schon auf die nächste Stunde“. Selbstverständlich wird barfuß getanzt.
Netiquette:
Mit echten Menschen und Namen lässt es sich leichter kommunizieren.
Deshalb sind anonyme Kommentare auf meindresden.info nicht erwünscht.
Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen, SEO o.Ä.) werden als SPAM markiert. Alles was nicht zum Artikel passt, bitte über den normalen Kontakt mitteilen.
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
© 2007-2012 meindresden.info
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von meindresden.info
URL: