Willkommen:
beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.
„In alter Zeit lebten in der Stadt Üsküb drei Geschichtenerzähler“, beginnt Stefan Seyfarth einer Kindergartengruppe in der Stadtteilbibliothek Gorbitz vorzulesen. Die Augen der Mädchen und Jungen hängen an den Lippen des jungen Mannes und bewundern sein orientalisches Kostüm. Stefan Seyfarth ist einer der 50 ehrenamtlichen Vorleser, die in den kommenden drei Jahren Kindern zwischen fünf und sieben Jahren in zehn Stadtteilbibliotheken Geschichten erzählen werden. In Gorbitz starteten heute die Städtischen Bibliotheken und die Bürgerstiftung gerade das deutschlandweit größte Projekt zur Leseförderung. Die schweizerische Drosos-Stiftung ermöglicht es. Sie finanziert das ambitionierte Vorhaben mit dem Titel „Lesestark! Dresden blättert die Welt auf“ mit 1,3 Millionen Euro.
„Wir wollen alle Dresdner Kinder im Kindergarten ein Jahr vor der Einschulung und alle ersten Klassen in den Grundschulen erreichen“, erklärt der Chef der Städtischen Bibliotheken, Arend Flemming. „Und zwar indem wir die jeweiligen Kindergruppen zehnmal im Jahr in die Bibliotheken holen“. Folgende nehmen teil: Gorbitz, Prohlis, Cotta, Pieschen, Reick, Strehlen, Hauptbibliothek, Weißig, Klotzsche und Blasewitz. Sie sollen sich als Orte des Wissens, der Geheimnisse und Geschichten im Gedächtnis der kleinen Besucher einprägen. Denn ausgesuchte ehrenamtliche Vorlesepaten erwarten dort die Kinder, um ihnen über das Buch neue Welten zu erschließen. „Vor allem jedoch wollen wir die Lese- und Sprachkompetenz fördern“, betonte Kulturbürgermeister Lutz Vogel (parteilos).
Anzeige
Bisher nehmen 1443 Vorschulkinder aus den Kindergärten (72,7 Prozent) und 687 Erstklässler aus den Grundschulen (46,2 Prozent) an dem Projekt teil. Arend Flemming ist überzeugt, dass sich weitere Kindergärten und Schulen beteiligen werden. Voraussetzung ist natürlich die Einwilligung der Eltern und die Bereitschaft der Erzieherinnen, ihre Schützlinge in die Bibliotheken zu begleiten. Immerhin machen von 105 Kitas in der Stadt bereits 65 mit. Von den 34 Dresdner Grundschulen sind 17 dabei.
Und die Städtischen Bibliotheken werben entschlossen weiter für die Teilnahme „an dem größten Leseprojekt in Deutschland“ ordnete es Christoph Breitenmoser ein. Der Stellvertretende Geschäftsführer der Drosos-Stiftung Zürich hat den Überblick, denn die Förderung der Lese- und Sprachkompetenz von Kindern ist ein Schwerpunkt der Ende 2003 gegründeten Stiftung, die auch in Leipzig und demnächst in Zwickau aktiv ist. „Für uns ist wichtig, dass insbesondere jene Kinder erreicht werden, die in ihren Familien nicht die Freude am Lesen erfahren“, so der Vize-Chef der Drosos-Stiftung.
Insofern war der Start des Projektes in Gorbitz, wo nur 40 Prozent der Bewohner erwerbstätig sind, bewusst gewählt. Denn vor allem Kinder aus sozialschwachen Familien, die keine oder nur wenige Bücher im Schrank haben, sollen Gewinner der Vorlesestunden sein. Denn ohne frühzeitig erlerntes Textverständnis kommt man in einer Gesellschaft, die lebenslanges Lernen voraussetzt, nicht weit. „Das beste Alter, um die Leselust für ein ganzes Leben zu wecken, liegt zwischen fünf und sieben Jahren“, erklärt der Leiter der Städtischen Bibliotheken.
Die Bürgerstiftung half insbesondere bei der Auswahl von geeigneten Vorlesepaten. 156 Dresdnerinnen und Dresdner bewarben sich um das ehrenvolle Amt. 50 wurden ausgewählt und für die Aufgabe geschult. Stefan Seyfarth hat ein ganz enges Verhältnis zu Sprache und Literatur, er schreibt in seiner Freizeit Gedichte und liest neuerdings mit sehr viel Begeisterung Gorbitzer Kindern vor. Dass Bücher in Nerven aufreibenden Lebenslagen auch Kraft geben können, versicherte der aus seinem Amt scheidende Kulturbürgermeister Vogel: „Ohne Buch hätte ich die sieben Jahre im Dresdner Rathaus nicht überstanden.“
Netiquette:
Mit echten Menschen und Namen lässt es sich leichter kommunizieren.
Deshalb sind anonyme Kommentare auf meindresden.info nicht erwünscht.
Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen, SEO o.Ä.) werden als SPAM markiert. Alles was nicht zum Artikel passt, bitte über den normalen Kontakt mitteilen.
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der „Galerie 2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch wenn die Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost, Christiane Just, Maja Nagel, Gudrun Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit 1958 werden in der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner Künstler angeboten. Geöffnet ist die „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com
Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit. Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.
Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.). Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen: publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de
Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten. Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.
In Dresden-Neustadt entsteht eine neue Tempo-30-Zone westlich der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis zu den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll den Durchgangsverkehr fernhalten und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr frei und schafft damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker Straße. Das Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.
© 2007-2010 meindresden.info
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von meindresden.info
URL: