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Kultur

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Bundesweit größtes Projekt zur Leseförderung

19. September. 2008
19.September 2008
Stefan Seyfarth liest Kindergartenkindern aus Gorbitz in der Stadtteilbibliothek vor. Er gehört zu den ausgesuchten 50 Vorlesern in dem deutschlandweit größten Leseprojekt, das heute in Dresden startete.

Vorlesestunde in Gorbitz Foto:Werner

„In alter Zeit lebten in der Stadt Üsküb drei Geschichtenerzähler“, beginnt Stefan Seyfarth einer Kindergartengruppe in der Stadtteilbibliothek Gorbitz vorzulesen. Die Augen der Mädchen und Jungen hängen an den Lippen des jungen Mannes und bewundern sein orientalisches Kostüm. Stefan Seyfarth ist einer der 50 ehrenamtlichen Vorleser, die in den kommenden drei Jahren Kindern zwischen fünf und sieben Jahren in zehn Stadtteilbibliotheken Geschichten erzählen werden. In Gorbitz starteten heute die Städtischen Bibliotheken und die Bürgerstiftung gerade das deutschlandweit größte Projekt zur Leseförderung. Die schweizerische Drosos-Stiftung ermöglicht es. Sie finanziert das ambitionierte Vorhaben mit dem Titel „Lesestark! Dresden blättert die Welt auf“ mit 1,3 Millionen Euro.

„Wir wollen alle Dresdner Kinder im Kindergarten ein Jahr vor der Einschulung und alle ersten Klassen in den Grundschulen erreichen“, erklärt der Chef der Städtischen Bibliotheken, Arend Flemming. „Und zwar indem wir die jeweiligen Kindergruppen zehnmal im Jahr in die Bibliotheken holen“. Folgende nehmen teil: Gorbitz, Prohlis, Cotta, Pieschen, Reick, Strehlen, Hauptbibliothek, Weißig, Klotzsche und Blasewitz. Sie sollen sich als Orte des Wissens, der Geheimnisse und Geschichten im Gedächtnis der kleinen Besucher einprägen. Denn ausgesuchte ehrenamtliche Vorlesepaten erwarten dort die Kinder, um ihnen über das Buch neue Welten zu erschließen. „Vor allem jedoch wollen wir die Lese- und Sprachkompetenz fördern“, betonte Kulturbürgermeister Lutz Vogel (parteilos).

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Bisher nehmen 1443 Vorschulkinder aus den Kindergärten (72,7 Prozent) und 687 Erstklässler aus den Grundschulen (46,2 Prozent) an dem Projekt teil. Arend Flemming ist überzeugt, dass sich weitere Kindergärten und Schulen beteiligen werden. Voraussetzung ist natürlich die Einwilligung der Eltern und die Bereitschaft der Erzieherinnen, ihre Schützlinge in die Bibliotheken zu begleiten. Immerhin machen von 105 Kitas in der Stadt bereits 65 mit. Von den 34 Dresdner Grundschulen sind 17 dabei.

Und die Städtischen Bibliotheken werben entschlossen weiter für die Teilnahme „an dem größten Leseprojekt in Deutschland“ ordnete es Christoph Breitenmoser ein. Der Stellvertretende Geschäftsführer der Drosos-Stiftung Zürich hat den Überblick, denn die Förderung der Lese- und Sprachkompetenz von Kindern ist ein Schwerpunkt der Ende 2003 gegründeten Stiftung, die auch in Leipzig und demnächst in Zwickau aktiv ist. „Für uns ist wichtig, dass insbesondere jene Kinder erreicht werden, die in ihren Familien nicht die Freude am Lesen erfahren“, so der Vize-Chef der Drosos-Stiftung.

Insofern war der Start des Projektes in Gorbitz, wo nur 40 Prozent der Bewohner erwerbstätig sind, bewusst gewählt. Denn vor allem Kinder aus sozialschwachen Familien, die keine oder nur wenige Bücher im Schrank haben, sollen Gewinner der Vorlesestunden sein. Denn ohne frühzeitig erlerntes Textverständnis kommt man in einer Gesellschaft, die lebenslanges Lernen voraussetzt, nicht weit. „Das beste Alter, um die Leselust für ein ganzes Leben zu wecken, liegt zwischen fünf und sieben Jahren“, erklärt der Leiter der Städtischen Bibliotheken.

Die Bürgerstiftung half insbesondere bei der Auswahl von geeigneten Vorlesepaten. 156 Dresdnerinnen und Dresdner bewarben sich um das ehrenvolle Amt. 50 wurden ausgewählt und für die Aufgabe geschult. Stefan Seyfarth hat ein ganz enges Verhältnis zu Sprache und Literatur, er schreibt in seiner Freizeit Gedichte und liest neuerdings mit sehr viel Begeisterung Gorbitzer Kindern vor. Dass Bücher in Nerven aufreibenden Lebenslagen auch Kraft geben können, versicherte der aus seinem Amt scheidende Kulturbürgermeister Vogel: „Ohne Buch hätte ich die sieben Jahre im Dresdner Rathaus nicht überstanden.“

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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