Willkommen:
beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.
Der Wiederaufbau der Frauenkirche gelang mit bürgerschaftlichem Engagement. Mit Dresden verbundene Menschen in der ganzen Welt spendeten 100 Millionen Euro. Für die Sanierung des Lingnerschlosses – Namensgeber ist der Fabrikant Karl August Lingner – wird nur ein Zehntel gebraucht. Allerdings reicht das bürgerschaftliche Engagement derzeit noch nicht für die 10 Millionen Euro teure Restaurierung des Anwesens auf dem Elbhang, das seit 1916 städtisch ist. Weil die Stadt bis heute kein Geld für die Erneuerung aufbrachte, übernahm ein 2002 gegründeter Verein die Verantwortung. Seit 2003 wird saniert. In kleinen Schritten, je nach Spendeneingang. Doch das Bürgerschloss braucht noch viel Bürgergeld. Viele Stifter für einen Stein, ein Fenster oder anderer Teile des Schlosses werden noch gesucht.
„Wenn jeder Dresdner 20 Euro spenden würde, dann hätten wir die Summe zusammen“, sagt Peter Lenk, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins. Doch er weiß, dass dies nicht so einfach geht. Insofern rührt der ehemalige Geschäftsführer der Von Ardenne Anlagentechnik GmbH seit seiner Verabschiedung aus dem Unternehmen im vergangenen Jahr noch mehr die Werbetrommel. Was bei der Frauenkirche klappte, müsste doch auch bei diesem bedeutenden Dresdner Bauwerk möglich sein, hatte er sich gedacht. Den Impuls zum Handeln löste bei Peter Lenk der Versuch aus, neben das Schloss einen 42 Meter hohen Neubau zu setzen. Die Klaus-Tschira-Stiftung wollte es auf diese Weise zu einem Forschungszentrum umfunktionieren.
„Gegen diesen 42 Meter hohen Turm, der das Schloss verunstaltet hätte, musste man etwas tun“, so Peter Lenk. Dank des Fördervereins wird das spätklassizistische Bauwerk hoch über der Elbe nun behutsam restauriert. Zunächst kamen das Torhaus und das „Weiße Haus“ dran. Inzwischen konzentrieren sich die Arbeiten auf das Schloss. Die markanten Türme wurden 2007 saniert. Denn seit sich Interessenten im März 2006 virtuell an der Rekonstruktion der Nordfassade beteiligen können, sind über 160000 Euro Spenden eingegangen. Nun ist auch die Südfassade online gestellt. Und wieder kann man zwischen Bausteinen im Wert von 50 und 10000 Euro wählen und damit an der Erneuerung des Bürgerschlosses mitwirken.
Tom Pauls beispielsweise stiftete bereits einen Sockelstein am Pavillon des Ostflügels, der zum Café ausgebaut wird. Es sind aber noch ganz Sockelwände einschließlich Fenster und Säulen zu haben. „Eigentlich wollten wir am Ostflügel schon weiter sein“, bedauert Peter Lenk die Verzögerung. Doch der Kredit, den der Gastronom für den Innenausbau beantragt hatte, ließ auf sich warten. Inzwischen sei das Geld bewilligt, insofern könne zügig weiter gearbeitet werden. „Im August 2009 wollen wir das Café eröffnen“, so Lenk. Mit der Fertigstellung des Ostflügels erhofft er sich einen Impuls für die weitere Sanierung.
220 Mitglieder gehören inzwischen dem Förderverein an. Für Personen beträgt der Jahresbeitrag 120 Euro, Unternehmen sind mit 1000 Euro dabei. Die größte private Einzelspende kam mit 80000 Euro bisher von einer Dresdnerin aus München. Unter den Firmen stiftete die Von Ardenne Anlagenbautechnik GmbH mit 100000 Euro jährlich den größten Betrag. Weitere solche Summen würden das Vorhaben natürlich schneller voranbringen. Doch Peter Lenk ist ein geduldiger Mann. Er rechnet fest damit, dass sich weiter herumspricht, dass in Dresden jeder Schlossherr werden kann.
Der Förderverein Lingnerschloss vereinbarte 2003 mit der Stadt einen Pachtvertrag über 66 Jahre und erfüllt damit das Vermächtnis von Lingner auf beste Weise. Der Odolfabrikant, der durch die Erfindung des Mundwassers reich geworden war, bestimmte 1916 in seinem Testament, dass sein Schloss für alle Zeit der Öffentlichkeit offen stehen müsse.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
© 2007-2008 meindresden.info
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von meindresden.info
URL: