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Jeder Wahlkampf braucht was fürs Gemüt. Im Sommer 2009 wärmte die CDU mit der Idee, das Japanische Palais in Dresden zum Porzellanschloss ausbauen zu wollen, den Bildungsbürgern das Herz. Die Landtagswahl ist gewonnen, nun folgt die Offenbarung: Wegen leerer Kassen im Freistaat wird daraus nichts. „Die Frage der weiteren Nutzung des Japanischen Palais in Dresden als Porzellanschloss muss im Lichte der verfügbaren Mittel neu geprüft werden“, teilt das Finanzministerium mit.
„Derzeit ist nicht abzuschätzen, wann und in welcher Höhe Mittel für eine Sanierung und Umgestaltung des Palais zur Verfügung stehen“, so Finanzminister Georg Unland (CDU). Ein Expertenkolloquium, das unter der Moderation von Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf Konzepte für die zukünftige Nutzung des Japanischen Palais entwickeln sollte, wird deshalb in diesem Jahr nicht einberufen. Darauf verständigte sich der Finanzminister mit Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) und Kurt Biedenkopf.
Es sei notwendig, auch in der Bewahrung des sächsischen Kulturerbes Prioritäten zu setzen, so Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) heute. Im Juli 2009 wagte er bei einem Besuch der Porzellan-Manufaktur Meissen einen Ausflug ins Visionäre. Seine Ankündigung, den Dresdner Traum vom Porzellanschloss wahr werden zu lassen, wirkte wie ein Paukenschlag. In jedem Fall bremsten die Christdemokraten damit die FDP aus, die im Sommer 2009 mit der Idee vom Sächsischen Nationalmuseum im Japanischen Palais unterwegs waren. So schaffte auch nur das Porzellanschloss den Sprung in den Koalitionsvertrag der neuen schwarz-gelben Regierung in Sachsen.
Doch für Ulrich Pietsch, „Herr der Porzellane" in den Kunstsammlungen, ist nun die Zeit gekommen, die „grandiose Vorstellung" zu begraben, mit seinen Schätzen in das Japanische Palais zurückzukehren. Es hätte ausreichend Platz geboten, um die rund 20000 edlen Scherben der Kunstsammlungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nun rückt ein Umzug aus den Ausstellungsräumen im Zwinger, wo nur ein Bruchteil gezeigt werden kann, in weite Ferne.
Der eigentliche Vater der Idee vom Porzellanschloss ist Sachsens Kurfürst und König von Polen August der Starke. Er gab das Japanische Palais 1727 für seine umfangreiche Sammlung in Auftrag. Es sollte ein opulent ausgestattetes Gebäude mit Porzellan-Thron und Glockenspiel werden, doch die gewünschte Innenausstattung wurde nie vollendet. Das heißt, Wunschvorstellungen werden seit allen Zeiten begraben, neuerdings aber gern in Wahlkämpfen eingesetzt.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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