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In der ganzen Welt kennt man den berühmten Canaletto-Blick auf Dresden. Vor über 200 Jahren malte der venezianische Maler Bernardo Bellotto, der sich den Künstlernamen Canaletto gab, die barocke Silhouette der Stadt. Das Gemälde, das den Künstler und sein Objekt weltberühmt machte, braucht neuen Halt, um für weitere 200 Jahre seine Betrachter zu erfreuen. Die Restaurierung ist dank der Spendenaktion der Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen angelaufen. Und so leuchtet das verloren geglaubte Canaletto-Blau, das den Himmel über Dresden in ein helles und kühles Licht taucht, bereits wieder auf dem Panorama-Bild. Allerdings nur an ganz wenigen Stellen.
Wie ein Patient liegt das 1,33 Meter breite und 2,37 Meter lange Ölgemälde in der Restaurierungswerkstatt der Gemäldegalerie Alte Meister unter einem Stereomikroskop. Restauratorin Sabine Bendfeldt vergrößert sich damit winzige Bildausschnitte und tupft mit einem Wattestäbchen behutsam den vergilbten Firnis und alte Retuscheflecken ab: Millimeter um Millimeter. „In weiten Teilen der Himmelslandschaft ist Canalettos Handschrift kaum noch zu erkennen“; beklagt die Leiterin der Werkstatt, Marlies Giebe, alte Übermalungen. Um die Fehler vorangegangener Restaurierungen wieder zu korrigieren, fahnden die Restauratoren u.a. nach der Zusammensetzung der Blaupigmente in den einzelnen Farbschichten.
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Röntgenaufnahmen wurde vom „Patienten“ auch schon gemacht. Doch die bisherige Analyse liefert noch keine Antwort auf die Frage, ob Canaletto mit der Camera Obscura arbeitete, mit dem Vorläufer des Fotoapparates, der Bilder auf der Glasscheibe eines Kastens erzeugte, die vom Maler abgezeichnet und auf die Leinwand gepaust wurden. Wie auch immer, Belotto verewigte 1748 vom rechten Elbufer aus unterhalb der Augustusbrücke die Prachtbauten der Dresdner Altstadt. Die Experten sind sich längst einig, dass sein Werk mehr als ein Dokument der barocken Architektur einer zu Glanz gekommenen Residenzstadt ist
„Dieses Gemälde prägte das Bild Dresdens in der ganzen Welt wie kein Zweites“, ist der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen, Martin Roth, überzeugt. „Canaletto hat etwas gesehen, was wir nicht mehr sehen, deshalb beflügelt sein Bild unsere Phantasie“, sagt Georg Baselitz, der Maler mit den sächsischen Wurzeln. Und der Dresdner Opernsänger René Pape meint: „Canaletto ist wie Oper. Beides muss erhalten bleiben.“ Die Künstler unterstützen die von den Freunden der Staatlichen Kunstsammlungen initiierte Spendenaktion, mit deren Erlös die Restaurierung bezahlt werden soll, weil das Budget der Kunstsammlungen ein begrenztes ist. Auch die Dresdner Pop-Band „Polarkreis 18“ gehört zu den Förderern von Canaletto und der Suche nach dem authentischen Himmelsblau über dem alten Dresden.
Spenden „Für Canaletto“ sind zu richten an: Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden e.V., Ostsächsische Sparkasse Dresden, BLZ: 850 503 00, Konto-Nr.: 3200 052 553.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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