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Nach ungefähr zwei Stunden kam Leben in die Einwohnerversammlung zur Zukunft des Kulturpalastes. Joachim Größler regte sich auf, dass von zehn geladenen Rednern neun für den Umbau des Kulturpalastes sprechen. „Das ist keineswegs eine faire Art der Meinungsbildung“, hielt der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) vor. Nach ihrer Werbeveranstaltung im November hatte sie auf Druck des Stadtrates gestern Abend zur Einwohnerversammlung in den Kulturpalast eingeladen, den die Stadt zu einem reinen Musiksaal für die Dresdner Philharmonie und zum Domizil für die Stadtbibliothek und die Herkuleskeule umbauen will.
Die Chefs von Philharmonie, Bibliothek, Herkuleskeule und Messe kamen zu Wort. Sie alle plädieren für den Umbau des Kulturpalastes - nicht weil sie gegen ein neues Konzerthaus für die Philharmonie sind -, sondern weil ihre Institutionen schon viel zu lange auf die Lösung ihrer spezifischen Probleme warten. „Über Generationen wurde in Dresden schon viel über einen neuen Konzertsaal diskutiert und gestritten, aber nie wurde einer gebaut“, sagte der Intendant der Philharmonie, Anselm Rose. „Das Projekt bietet für uns die historische Chance, endlich die Zentralbibliothek mit der Musikbibliothek im Zentrum der Stadt zu vereinen“, so Bibliothekschef Arendt Flemming. „Wir hätten keine Umzugsgedanken, würde uns nicht 2012 die Schließung unseres Hauses drohen“, erklärte der Intendant der Herkuleskeule, Wolfgang Schaller.
Als Gegengift zu einem neuen Konzerthaus wollte sich Schaller allerdings nicht missbrauchen lassen: „Mein Demokratieverständnis sagt mir, es wäre besser gewesen, zuerst zu diskutieren und dann einen Beschluss zu fassen“. Den Umbau des Kulturpalastes hat die Stadt nämlich schon im vergangenen Jahr beschlossen, daraufhin einen Architekturwettbewerb ausgelobt, indem der Entwurf des Architekturbüros Gerkan, Marg & Partner den 1. Preis errang. Am 11. Dezember wird der Stadtrat das Büro mit der weiteren Planung beauftragen. Die Mehrheit steht, weil sich CDU, FDP und in diesem Fall auch die Grünen einig sind. Insofern hätte die Oberbürgermeisterin einen Vertreter der Interessengemeinschaft Neues Konzerthaus schon viel eher sprechen lassen können. Gestern zeigte sie sich gönnerhaft.
Architekturprofessor Manfred Zumpe stellte seine Studie für ein neues Konzerthaus am Neustädter Elbufer vor. Nur ein Neubau sei die „Ideallösung für die beiden Spitzenorchester in der Stadt, die Philharmonie und die Staatskapelle“, sodass der Kulturpalast mit seinem Mehrzwecksaal der Unterhaltungsmusik erhalten bleiben könnte. „Wenn man es selbst zu DDR-Zeiten geschafft hat, den Kulturpalast und die Semperoper zu bauen, dann müsste doch 20 Jahre nach der Wende ein neues Konzerthaus in Dresden möglich sein“, forderte Zumpe die Politik zum Handeln auf. Wenn man wirklich wolle, könnte ein neues Konzerthaus am 13. Februar 2014 eröffnen.
Doch Oberbürgermeisterin Helma Orosz will nicht, weil der Freistaat nicht will. „Das Land beteiligt sich nicht an der Finanzierung“, verwies Orosz auf entsprechende Statements. Und mit den 40 Millionen Euro Spenden, die jetzt die Interessengemeinschaft einsammeln will, könne sie nicht kalkulieren, weil die Zeit drängt. Wegen des ungenügenden Brandschutzes laufe 2012 die Betriebsgenehmigung für den Kulturpalast aus. „Wir müssen umbauen oder den Kulturpalast schließen. Und wenn wir umbauen, dann richtig“, sagte die Oberbürgermeisterin. Der Satz degradierte die Einwohnerversammlung schon früh zur Alibi-Veranstaltung.
Vergeblich also das Plädoyer von Jochim Größler für den Kulturpalast: „Die Architektur des Hauses ist Zeugnis des Aufbauwillens der Dresdner in schwierigen Zeiten und verdient einen respektvollen Umgang.“ Und irgendwo im Protokoll wird auch der Ruf aus der Menge erscheinen: „Lasst die Dresdner entscheiden, lasst uns einen Bürgerentscheid zum Kulturpalast machen!“
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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