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Zwei Drittel der Hochwassermauer ist fertig

02. July. 2008
02.July 2008

Wie testet man eine Hochwasserschutzwand, wenn der Fluss aufgrund der Trockenheit gerade träge dahinfließt. Man baut vor ihr in ungefähr 15 Zentimeter Abstand eine Verschalung auf. Füllt mit einem Schlauch Wasser in den 1,40 Meter hohen Hohlraum und wartet, was passiert. An der Freitreppe am Landtag, wo heute eine mobile Schutzwand den Zugang zur Elbe versperrte, passierte nicht viel. Lediglich aus einer der Dichtungen zwischen den Aluminiumbalken floss ein wenig Wasser durch. Der Dichtungsgummi müsse noch ausgewechselt werden, sagte Thomas Drechsler. Der Bauleiter bei der Firma iKD nahm den zweiten Bauabschnitt der Hochwassermauer ab, die die Dresdner Innnenstadt vor der nächsten Jahrhundertflut schützen soll. „Gute Arbeit, gute Qualität“, lobte Drechsler. Das Wasser drückte mit 1,4 bar an die Wand, was da durchsickerte, liege deutlich unter der Norm. Das heißt: Die mobile Barriere an der Freitreppe am Landtag ist dicht. Mit dem Test ist das zweite Drittel der Hochwasserschutzmauer übergeben worden.

Der 500 Meter lange Abschnitt, der 1,3 Millionen Euro kostete,  erstreckt sich von der Augustusbrücke bis zum Kongresszentrum. Direkt an der Elbe sind die alten Mauern ertüchtigt und mit einer neuen Betonmauer um knapp einen Meter erhöht und mit Sandstein verkleidet worden. Durch eingelassene Halterungen für mobile Dämmbalken kann sie weiter wachsen. Das heißt, bei einer Jahrhundertflut könnte diese neue, 90 Zentimeter hohe Mauer, die insbesondere den Landtag und die Semperoper schützt, nochmals um 30 Zentimeter aufgestockt werden. Und ein 1,50 Meter hohes Stahltor, zwischen Basteischlösschen und Italienischem Dörfchen eingeschoben, würde den Wasserzulauf über das Terrassenufer zum Opernplatz abriegeln. Die Betonschiene dafür ist quer über die Straße verlegt. Sie bildet den Abschluss der teilweise neun Meter tiefen unsichtbaren Untergrundsperre.

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Das erste Drittel des neuen Hochwasserschutzes für die Altstadt ist bereits im vergangenen Jahr fertig gestellt worden. Es erstreckt sich zwischen dem Hasenberg und der Augustusbrücke. Da wurde das Mauerwerk der alten Befestigungsanlage unter der Brühlschen Terrasse abgedichtet. Und in der Münzgasse  und Brühlschen Gasse wurden Vorrichtungen für mobile Schutzwände eingebaut.

Am letzten Drittel wird noch gearbeitet. Um das Kongresszentrum herum wird eine sechs Meter tiefe Wand aus Beton gezogen, die allerdings nur knapp einen Meter aus dem Erdreich herausragt und zum besseren Anblick auch mit Sandstein verblendet wird. Und hinter dem Kongresszentrum wird in den Hang unter der Devrientstraße gerade ein Hohlraum vorgetrieben, der ein 20 Meter langes und drei Meter hohes Stahltor aufnehmen soll. Bei einer Jahrhundertflut wird das Tor aus der Kammer – man könnte auch Garage sagen - über die Straße bis zum Anschlag am Kongresszentrum gezogen. Damit kann das Wasser, das sich zwischen dem höher liegenden Kongresszentrum und der Marienbrücke über die Hintertür einen Weg in die Innenstadt sucht, draußen gehalten werden. Bis zum Jahresende soll das letzte Drittel fertig sein. Die Dresdner Altstadt wäre dann vor einer Flut wie im August 2002  sicher.

Im Frühjahr 2009 soll dann der Ausbau des letzten Abschnittes der Hochwasserschutzanlage von der Weißeritzstraße bis zum Dresdner Hafen beginnen. Insgesamt investieren der Freistaat und die Stadt Dresden 20 Millionen Euro in den Hochwasserschutz  an der Elbe zwischen Hasenberg und Alberthafen.

 

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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