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Wildvogelstation erhielt Preis

04. July. 2011
04.July 2011
Der Leiter der jetzt ausgezeichneten Wildvogelstation, Steffen Keller, füttert einen Mäusebussard.

Fütterung eines Mäusebussards Foto: PR

Was die Bruchlandung der Zwergrohrdommel verursachte, die einst benommen am Dresdner Flughafen an einem Taxistand taumelte, ist nicht bekannt. Sie gehörte allerdings zu jenen hilflosen Vögeln, die Passanten rechtzeitig fanden und zur Behandlung in die Wildvogelauffangstation brachten. Das Umweltzentrum Dresden e.V. betreibt die Rettungsstelle seit 2007 auf dem Gelände der Stadtentwässerung. Für sein Engagement erhielt der Verein jetzt den Sächsischen Umweltpreis 2011 in der Kategorie „Herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Umweltbildung sowie herausragendes ehrenamtliches Engagement für den Umwelt- und Naturschutz“. Die mit 50000 Euro dotierte Auszeichnung wird aller zwei Jahre vergeben.

Leben Mensch und Tier in einer Region oder Stadt dicht nebeneinander, bleiben Kollisionen nicht aus. Vor allem Glasfassaden hoher Gebäude oder Stromleitungen werden Wildvögeln recht häufig zum Verhängnis. Patienten in der Station sind beispielsweise Turmfalken oder Sperber, die offensichtlich beim Sturzflug geschlossene Fensterscheiben übersehen.  Mäusebussarde  kollidieren im Jagdeifer mitunter sogar mit Autos. Gut, wenn Mensch und Tier bei der unliebsamen Begegnung mit dem Schrecken davon kommen.

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Doch häufig werden die Tiere mit einem gebrochenen Fuß oder Flügel eingeliefert, wodurch sie vier bis sechs Wochen in der Station ausharren müssen. „Die Verweildauer soll so kurz wie möglich sein, damit wir die Vögel ohne Probleme wieder in die freie Natur entlassen können“, erklärt Stationsleiter Steffen Keller das Behandlungsziel. Die Dresdner Naturschützer verarzten und pflegen jährlich bis zu 700 verletzte Wildvögel und wildern insbesondere bei bestandsbedrohten Arten (Rote Liste) 75 Prozent wieder aus. Außerdem betreut der Verein 500 Mauersegler-Nistplätze im Raum Dresden.

Die Wildvogelauffangstation des Umweltzentrums Dresden ist die einzige ihrer Art in Sachsen. Rund um die Uhr sind die Tier- und Naturschützer im Einsatz. „Die meisten der hilflosen Vögel werden uns von Tierfreunden, der Feuerwehr oder der Polizei gebracht“, sagt Steffen Keller. Um sie nicht an den Menschen zu gewöhnen, werden die gefiederten Patienten nicht in einsehbaren Volieren gehalten. Die Wildvogelstation ist kein Zoo. Allerdings sind immer wieder Schulklassen, Hort- oder Kindergartengruppen eingeladen, die Tiere zu beobachten. Über diese anschauliche Art von Umweltbildung wächst Interesse und Begeisterung für den Artenschutz.

Die Wildvogelauffangstation in Dresden-Kaditz ist 300 Quadratmeter groß. Die Stadtentwässerung unterstützte das Projekt von Anfang an, stellte das Grundstück und die Infrastruktur zur Verfügung. Die Kosten für den Bau der Station mit mehreren Volieren und zwei Funktionsräumen zur Versorgung und Behandlung der Vögel betrugen rund 56000 Euro. An der Finanzierung beteiligten sich das Umweltamt, die Stadtentwässerung und mehrere Dresdner Unternehmen und drei Stiftungen. Einen Reha- oder gar Pensionsplatz bekommen übrigens nur jene Wildvögel, die aufgrund ihrer Verletzungen in der Natur nicht überleben würden.

(Maja Scholz)

(Maja Scholz)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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