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Soll man sich impfen oder nicht impfen lassen, gegen das Virus, das wohl keinem Schwein, aber dem Menschen nachstellt. Abwarten und Tee trinken, sagte ich mir vor14 Tagen. Doch plötzlich überhäuften sich die Meldungen aus dem angesehenen Robert-Koch-Institut: In Deutschland steigt die Zahl der H1N1-Infektionen rapide an. Ende Oktober wurden 3000 Fälle pro Woche registriert. Neue Todesfälle und schwerere Krankheitsverläufe seien für die Zukunft nicht auszuschließen. In Deutschland ist eine vierfache Mutter ohne Vorerkrankungen an Schweinegrippe gestorben ist. Die Nachrichten elektrisieren. Ich beschließe, mich gleich impfen zu lassen! Doch als Normalbürgerin kam ich heute in Dresden nicht an die Nadel.
Mein Hausarzt startet erst am 11. November mit der Impfaktion und wenn überhaupt, dann nur bei entsprechender Nachfrage und zuerst bei den Risikopatienten. Bei mir als Otto-Normalfrau ohne Vorerkrankung könne es also noch dauern, eventuell ab 18. November käme ich dran. Dass ich schon deutlich den Anflug von H1N1-Viren auf Dresden vor meinem geistigen Auge sehe, wollte mein Arzt nicht gelten lassen. Auch der Versuch beim städtischen Gesundheitsamt scheiterte: „Sie rufen außerhalb unserer Sprechzeiten an“, sagt der freundliche Anrufbeantworter. Dabei wollte ich ja bloß eventuell um einen Termin bitten.
Doch offensichtlich hatte ich den Aufruf der sächsischen Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) vom 6. November einfach zu ernst genommen. „Vom 9. November an können sich alle sächsischen Bürgerinnen und Bürger gegen die sogenannte Schweinegrippe impfen lassen“, hatte die Ministerin vollmundig erklärt. Und eindringlich appellierte sie in der gleichen Mitteilung zusammen mit Vertretern der Ärzteschaft und der Krankenkassen: „Impfung kann Ihr Leben retten!“ Da hört man schon die Lebensuhr fünf vor 12 schlagen. Doch so einfach war das mit dem Impfen und Leben retten heute in Dresden nicht.
Jedenfalls bot das städtische Gesundheitsamt, wie man zum Auftakt einer solch groß angekündigten Impfaktion erwarten könnte, keine zusätzlichen Sprechzeiten an. Die Impfstelle auf der Bautzner Straße 125 hat wie bisher nur dienstags von 9 bis 11 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Seit 26. Oktober werden dort Mitarbeiter des Gesundheits- und Sozialwesens, der Polizei und Feuerwehr gegen die Neue Grippe immunisiert. Damit hat man wohl alle Hände voll zutun. Zumindest bitten die Mitarbeiter der Impfstelle laut einer Pressemitteilung der Stadt um Verständnis, dass in der Zeit der Impfaktion die telefonische Erreichbarkeit der Impfstelle unter (03 51) 8 16 50 12 erheblich eingeschränkt sein kann.
Dass ihr Aufruf soviel Nachfrage auslösen könnte, daran hat Gesundheitsministerin Christine Clauß offensichtlich selbst nicht geglaubt. Allerdings reagierte ihr Haus umgehend. Das Gesundheitsministerium schaltete heute früh eine Hotline für die Bürger. Dort können sie ihre Ängste und Fragen zur Schweinegrippe artikulieren. Die Hotline ist unter 0351/564-5555 Montag bis Freitag zwischen 8 bis 18 Uhr zu erreichen. Darüber hinaus informiert das Bundesgesundheitsministerium www.neuegrippe.bund.de über die Schweinegrippe. Über die Impfstoffe klärt das Paul-Ehrlich-Institut unter www.pei.de auf und die Empfehlung der Impfkommission ist auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de nachzulesen.
Hotline des sächsischen Gesundheitsministerium zur Neuen Grippe: 0351/5 64 55 55. Impfstelle des Dresdner Gesundheitsamtes: 0351/8 16 50 12.
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Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der „Galerie 2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch wenn die Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost, Christiane Just, Maja Nagel, Gudrun Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit 1958 werden in der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner Künstler angeboten. Geöffnet ist die „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com
Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit. Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.
Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.). Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen: publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de
Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten. Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.
In Dresden-Neustadt entsteht eine neue Tempo-30-Zone westlich der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis zu den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll den Durchgangsverkehr fernhalten und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr frei und schafft damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker Straße. Das Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.
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