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„Umundu“ - Dresdner Festival zur Konsumkritik

27. May. 2010
27.May 2010

Ein pinkfarbener Einkaufswagen ist das Erkennungszeichen. Um den versammelt sich blitzschnell eine Menge vor der Centrum-Galerie. Vorwiegend junge Leute knien vor Dresdens neuestem Konsumtempel auf der Prager Straße nieder, bereit zum ultimativen Konsumgebet. „Konzerne ihr auf Erden, geheiligt werden eure Produkte!“ ruft eine Sprecherin mit Euro- und Dollarzeichen-Brille vor den Augen. „Unsere tägliche Werbung gebt uns heute und senkt eure Preise. Wie auch wir unsere Ansprüche“, skandiert die Masse. So schnell wie sie begann, endet die Smart-Mob-Aktion, die via Internet verabredete Protestaktion gegen einen Konsum, der weltweit Ressourcen vernichtet, die Umwelt zerstört und die sozialen Probleme verschärft.

Mit der satirischen Performance vor Dresdner Konsumtempeln startete heute das 2. Umundu Festival, das den Konsumwahn unserer Zeit kritisch hinterfragt und ein öffentliches Zeichen für Alternativen setzt. Die Informations- und Kulturwoche erhellt bis zum 5. Juni in Vorträgen, Filmen, Lesungen und anderen Aktionen die Rolle des alltäglichen Konsums und seiner globalen Auswirkungen. „Wir wollen den Leuten auf kreative Art und Weise zeigen, dass man durch die Auswahl von Nahrung und Kleidung die Welt verändern kann “, so Sascha Kornek. Zusammen mit Patrick Ribeiro gründete er das Festival. Der Name ist von dem portugiesischen Wort „eine Welt“ (um mundo) abgeleitet.

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Nachhaltiger Konsum setzt bei der Unterstützung von nachhaltiger Produktion an. Und so widmet sich der Eröffnungsvortrag am 28. Mai, 20 Uhr im Stadtteilhaus Äußere Neustadt, Prießnitzstraße 18 dem fairen Handel, der Organisation, die inzwischen die Produkte von 1,2 Millionen Kleinbauern, Arbeiterinnen und Arbeiter in rund 60 Ländern vertreibt. Weltweit wurden im vergangenen Jahr Waren mit dem Fairtrade-Siegel im Wert von 266 Millionen Euro gekauft. Die Steigerung von rund 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr signalisiert, dass die Zahl der Kritiker u.a. von Billig-Kaffee steigt. Jenem, der auf Plantagen wächst, wo Pestizide nicht nur Pflanzenschädlinge, sondern auch Arbeiter vergiften, weil Plantagenbesitzer an der Schutzkleidung sparen.

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise, verursacht durch wildes Zocken der Banken, liegt in diesem Jahr der Schwerpunkt des Umundu-Festivals auf der nachhaltigen Geldwirtschaft. „Experten, wie Katharina Beck vom Institute for Social Banking (ISB), werden aufzeigen, wie wir mit der Wahl unserer Geldanlagen einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Wandel des Bankensystems leisten und persönlich profitieren können“, so Patrick Ribeiro. Katharina Beck hält ihren Vortrag am 31. Mai, 20 Uhr im Kulturrathaus, Königsstraße 15. Über die Einführung einer regionalen Währung, nämlich des „Elbtalers“, wird schon am 28. Mai, 20.45 Uhr in der „veränderbar“, Görlitzer Straße 42 diskutiert. 

Unsere Konsumgewohnheiten und die Wahl der Produkte entscheiden millionenfach über Leben und Lebensräume von Menschen. Über diesen Zusammenhang informieren die konsumkritischen Stadtführungen, die es jetzt auch in Dresden gibt. Im Rahmen des Festivals finden sie am 29. Mai, 15 Uhr, am 2. Juni, 18 Uhr und am 5. Juni, 11 Uhr jeweils mit Treff am Altmarkt/ Ecke Seestraße statt. Wieder wird ein pinkfarbener  Einkaufswagen das Erkennungszeichen sein.

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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