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Lautstarkes Trommeln heute auf dem Platz vor dem Landtag. Plakate mit flotten Sprüchen werden geschwenkt: Denken statt Kürzen! Jugend adé, Tillich tut weh! Rund 3500 Menschen, darunter viele Jugendliche, machen ihrem Ärger Luft. Die CDU-FDP-Regierung will noch im laufenden Jahr 14 Millionen Euro bei den sozialen Diensten einsparen, allein 7,7 Millionen Euro bei der Jugendhilfe. „Sachsen ist im Begriff den Sozialstaat aufzugeben“, so Beate Hennig, Vorsitzende der Liga der Wohlfahrtsverbände. Die Liga hatte zusammen mit freien Trägern der Jugendarbeit zum friedlichen Protest gegen die Rotstiftpolitik aufgerufen.
Statt 14,70 Euro pro Jugendlichem sollen die Kommunen und Landkreise nur noch 10,40 Euro vom Freistaat erhalten. Jugendklubs müssten dicht machen. Der Zuschuss für die freien Träger der Jugendhilfe soll von 4,8 auf 3,35 Millionen Euro sinken. Das bedeutet Personalabbau und weniger Angebote. Und statt 1000 Stellen bei den freiwilligen Diensten will der Freistaat nur noch 500 bezahlen. Würde bedeuten in den Krankenhäusern und Altenheimen fielen die jugendlichen Helfer aus, die im Freiwilligen sozialen Jahr alten Menschen das Essen reichen oder Patienten zu Behandlungen von einer Station zur anderen fahren. Betroffen von den Kürzungen sind auch Frauen- und Familienprojekte sowie die Suchthilfe. Ganze Strukturen drohen wegzubrechen.
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Während die Menge ein 11. Gebot kreiert und skandiert: „Du sollst nicht kürzen!“, tritt nicht ein Mitglied der CDU-FDP-Koalition vor die Landtagstür, um den Ruf zu hören. Sozialministerin Christine Clauß (CDU) lässt sich nicht blicken. Auch Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) mag nicht mit den Demonstranten reden. Allerdings empfangen beide eine Abordnung und nehmen eine Sammelpetition mit 20000 Unterschriften gegen die Kürzungen entgegen.
„Was mich entsetzt ist der fehlende Dialog“, kritisiert Prof. Ralf Evers, der Rektor der Evangelischen Hochschule Dresden, den Politikstil der sächsischen Regierung. Der Jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Henning Homann, haut mächtig drauf, als er von der „Kartoffelkäfer-Koalition in Sachsen“ sprach und diese mit den „Heuschrecken“ verglich. Die Fraktionschefin von den Grünen, Antje Hermenau, nennt einen Grund, weshalb die CDU-FDP-Regierung ganz plötzlich im laufenden Haushalt sparen muss: „Die müssen 300 Millionen Euro für die Bürgschaftszahlungen aus der Pleite der Sachsen LB beiseite legen“.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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