Willkommen:
beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.
Dresden führt im Vergleich mit gleichgroßen Städten nach Hannover, Nürnberg und Bremen die bundesdeutsche Unfallstatistik mit an. Im Jahr 2007 – neue Zahlen liegen der TU noch nicht vor - ereigneten sich in Dresden 15404 Verkehrsunfälle, das sind 448 auf 10000 Einwohner. Wuppertal musste lediglich 250 Karambolagen auf 10000 Einwohner beklagen. Mit einem von der TU Dresden erarbeiteten Konzept versucht die Stadt fortan die Verkehrssicherheit auf ihren Straßen zu erhöhen. Der Lehrstuhl für Straßenverkehrstechnik und Theoretische Verkehrsplanung ermittelte 350 Unfallschwerpunkte im Dresdner Straßennetz. 60 davon will die Stadt nach Aussage von Baubürgermeister Jörg Marx (CDU) mittelfristig entschärfen.
Wenn sich am gleichen Ort mindestens fünf Verkehrsunfälle im Jahr aus dem gleichen Grund ereignen, sprechen Experten von einem Unfallschwerpunkt. Am meisten krachte es 2007 am Albertplatz, nämlich 109 mal (2006: 105). Am Schlesischen Platz kam es zu 94 Unfällen. (2006: 71). „An diesen Knoten können wir eigentlich wenig tun, die Unfälle basieren auf einem zu hohen Verkehrsaufkommen“, sagte Reinhold Maier, weshalb diese Plätze nicht auf die Liste der zu verändernden 60 Kreuzungen kamen. Zusammen mit Baubürgermeister Marx stellte der TU-Professor heute im Rathaus das Verkehrssicherheitskonzept mit den Empfehlungen vor. „Wir filterten jene neuralgischen Punkte heraus, wo die Stadt mit relativ geringem finanziellen Aufwand sehr viel für die Verkehrssicherheit tun kann“, erklärte Maier.
Anzeige
Im Fall der Kreuzung Bodenbacher / Enderstraße zeigt das Konzept bereits seine Wirkung. Empfohlen wurde, die Ampeln auf einen 24-Stunden-Betrieb einzustellen, um die hohe Zahl der bisherigen nächtlichen Unfälle zu vermeiden. Auch der Verkehr auf dem Käthe-Kollwitz-Platz könne nur durch die Installation von Ampeln insbesondere für Radfahrer sicherer werden. Für die schwer einsehbare Kreuzung Lößnitzstraße / Dammweg schlagen die Experten dagegen einen Umbau vor. „Mit einem einfachen Kreisverkehr könnten die zahlreichen Vorfahrtsunfälle am Dammweg der Vergangenheit angehören“, sagte Gerhard Ritscher, Abteilungsleiter Mobilität im Rathaus.
Doch Kreisverkehre waren bisher für die Autofahrerlobby in Dresden ein Dorn im Auge. Insofern bleibt abzuwarten, ob sie einen solchen Vorschlag akzeptiert. Entschieden kämpft sie gerade gegen die ebenfalls aus dem Verkehrssicherheitskonzept abgeleitete Sperrung des Durchgangsverkehrs im Bereich einer neuen Zentralhaltestelle für Busse und Straßenbahnen an der Kesselsdorfer Straße. „Wir werden eine Variante finden, die allen gerecht wird“, meint Baubürgermeister Marx den Konflikt lösen zu können.
Den Verkehr auf den Straßen in Dresden sicherer zu machen, bedeutet nicht nur Blechschaden, sondern vor allem Personenschaden zu vermeiden. Denn bedenklich stimmt an der Statistik 2007 die Zunahme der Verletzten um 4,3 Prozent auf 2657, darunter waren 160 Kinder. Besonders stark - um mehr als 25 Prozent - war die Zahl der Schwerverletzten von 373 auf 472 angestiegen, bei den Senioren sogar um mehr als 60 Prozent von 54 auf 89. Und mit 1222 verunglückten Fahrradfahrern, 48 mehr als 2006, könnte Dresden die gefährlichste Stadt für Pedalritter werden. Doch der Baubürgermeister versprach heute: „Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir 20 Prozent der Empfehlungen aus dem Verkehrssicherheitskonzept abarbeiten“.
Netiquette:
Mit echten Menschen und Namen lässt es sich leichter kommunizieren.
Deshalb sind anonyme Kommentare auf meindresden.info nicht erwünscht.
Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen, SEO o.Ä.) werden als SPAM markiert. Alles was nicht zum Artikel passt, bitte über den normalen Kontakt mitteilen.
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
© 2007-2012 meindresden.info
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von meindresden.info
URL: