Willkommen:
beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.
Seit dem Verkauf der Dresdner Wohnungsgesellschaft Woba an den amerikanischen Finanzinvestor Fortress im Jahr 2006 stiegen die Mieten um 13 Prozent. Das geht aus dem gestern veröffentlichten Quartalsbericht der Wohnungsgesellschaft GAGFAH hervor, die im Auftrag des Fonds nicht nur in Dresden, sondern bundesweit agiert. Und die Mieter der Dresdner Gagfah müssen in diesem Jahr voraussichtlich wiederum mehr für ihre Wohnungen bezahlen. Laut Quartalsbericht peilt das Unternehmen mit Hauptsitz in Luxemburg für 2009 an, „die Mieten um 1,5 bis zwei Prozent zu erhöhen“.
„Nach drei Jahren zeigt sich, dass der Woba-Totalverkauf seine Schattenseiten hat. Das wird sich bei dem so langfristig reagierenden Wohnungsmarkt noch verstärken“, meint der SPD-Fraktionschef im Stadtrat, Peter Lames. Knapp vier Wochen vor der Kommunalwahl kommt der Bericht den Kommunalpolitikern von CDU, FDP und Linksfraktion.PDS völlig ungelegen. Gemeinsam hatten sie 2006 für den Verkauf gestimmt. Durch diesen Schritt war Dresden zwar mit einem Schlag seine Schulden los, doch jetzt folgt der Katzenjammer.
Anzeige
Die durchschnittliche Nettokaltmiete stieg in den Dresdner Beständen von 4,38 Euro im ersten Quartal 2007 über 4,50 Euro im ersten Quartal 2008 und auf nunmehr 4,66 Euro im ersten Quartal 2009. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt die Mietsteigerung damit 3,6 Prozent; innerhalb der letzten zwei Jahre zogen die Mieten um 6,3 Prozent an.Wie das Unternehmen mitteilte, betrug die Durchschnittsmiete der noch städtischen WOBA seinerzeit 4,11 Euro. „Es ist an der Zeit, dass die Stadt genauer hinschaut. Die Mieten in Dresden müssen bezahlbar bleiben“, fordert SPD-Chefin Sabine Friedel.
Denn der Quartalsbericht offenbart zudem, dass die Mieten in Dresden mit 6,2 Prozent in den letzten zwei Jahren deutlich schneller als im Gagfah- Gesamtbestand mit lediglich 3,7 Prozent in den letzten zwei Jahren gestiegen sind. Dabei sank parallel dazu der Leerstand von 11,5 Prozent im ersten Quartal 2007 auf 7, 6 Prozent und beträgt aktuell nur noch 5,4 Prozent in Dresden. Insgesamt hält die Gagfah derzeit 40575 Wohnungen in der Stadt, 3225 weniger als beim Kauf im Jahr 2006. Der Bestand verringerte sich durch Weiterverkauf sowie Abriss.
Ob die Gagfah zwischenzeitlich in den Dresdner Wohnungsbestand investiert hat, geht aus dem Quartalsbericht nicht hervor. Zu Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen gibt es keine Zahlenangaben. „Die Stadt muss ihr vertraglich vereinbartes Auskunftsrecht wahrnehmen“, fordert SPD-Fraktionschef Lames. Er kritisiert in diesem Zusammenhang die Stadtspitze, dass sie dem Beirat Wohnen bisher keinen Bericht über die Mietentwicklung bei der Gagfah und ihre Pläne zum weiteren Verkauf und Abriss von Wohnungen vorgelegt hat. Der für diese Woche versprochene wurde wegen „Computerproblemen bei der Gagfah“ bis nach den Wahlen vertag.
„Eine Kontrolle der Gagfah findet in der Praxis nicht statt“, beklagt auch die Fraktionssprecherin der Grünen, Eva Jähnigen. Da die Klagen und Beschwerden über die Geschäftspraktiken des Wohnungsunternehmens zunehmen, schlagen die Grünen die Einrichtung einer Clearingstelle vor, um insbesondere die Einhaltung der beim Verkauf ausgehandelten Sozialcharta zu kontrollieren.
Netiquette:
Mit echten Menschen und Namen lässt es sich leichter kommunizieren.
Deshalb sind anonyme Kommentare auf meindresden.info nicht erwünscht.
Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen, SEO o.Ä.) werden als SPAM markiert. Alles was nicht zum Artikel passt, bitte über den normalen Kontakt mitteilen.
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
© 2007-2012 meindresden.info
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung von meindresden.info
URL: