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Schule kann so schön sein, hätte die Stadt nicht jahrelang versäumt, sie hier und dort in Dresden zu modernisieren. Den Sanierungsstau beziffert sie selbst mit rund 600 Millionen Euro. Ein Armutszeugnis. Zu den vernachlässigten Schulhäusern gehört auch das Gros der 14 Gymnasien. Mit kleinen Schritten holt die Stadt jetzt auf. Das Kreuzgymnasium wird gerade saniert. Ab Oktober entsteht das neue Gymnasium Bühlau. Das Hülße-Gymnasium wird 2010 umgebaut. Für das Roman-Rolland- und das Vitzthum-Gymnasium steht jeweils die Planung. Am Ende dieser Reihe ordnet sich das Marie-Curie-Gymnasium ein. Für dessen Erweiterung die Stadt zunächst mal Ideen sammelte, indem sie einen Architekturwettbewerb ausschrieb. Im Ergebnis dessen liegt eine Variante vor. Aus 21 Arbeiten wählte eine Jury den Entwurf des Dresdner Architekturbüros code unique aus Dresden aus.
Das Marie-Curie-Gymnasium soll mit modernen Anbauten auf dem Standort, Zirkusstraße 7, nordöstlich des Pirnaischen Platzes zu einem vierzügigen Gymnasium für rund 800 Mädchen und Jungen wachsen. Die Schwierigkeit der an die Architekten gestellten Aufgabe bestand darin, einen Neubau auf dem kleinen Grundstück der Schule inmitten eines Wohngebietes einzuordnen und das Schulhaus aus den 50er Jahren nicht mit der neuen Baumasse zu erdrücken. „Mit einem kompakten viergeschossigen Neubau, der den derzeitigen Vorplatz erhält und an der Südseite einfassen wird, haben die Architekten des Büros code unique die Aufgabe am besten gelöst“, sagte Lür Meyer-Bassin, Mitglied im Preisgericht, bei der Vorstellung des Siegerentwurfs.
Weil das Marie-Curie-Gymnasium mit dem neuen Flügel seine derzeitige Freifläche verliert, die zwar keine schöne, aber immerhin ein Platz zum Toben ist, fanden die Architekten Kompromisse. Das ganze Erdgeschoss dient mit Mensa, Café und Schulbücherei der Kommunikation. Weil es nur mit Glastüren zum Vorplatz getrennt ist, verschmelzen Innen- und Außenraum zu einem Ganzen. Zumal der auf der gesamten Länge des Hauses überdachte Eingang als Pausenhof bei schlechtem Wetter funktioniert. Architektonisch besticht der Entwurf vor allem durch die Eingangshalle über die vier Etagen. Insofern gehen die Klassenzimmer jeweils von Galerien ab, die mit Brücken verbunden sind. „Wir wollten soviel wie möglich Tageslicht in das Gebäude holen und lange Flure vermeiden“, erklärt Volker Giezek vom Büro code unique den pragmatischen Ansatz der Idee mit der Halle. Dass der Neubau außen mit seinen Fensterbändern einem Gebäude der 70er Jahre gleicht, lässt der Architekt nicht gelten.
„Die Konzentration der Klassenräume im Neubau gefällt mir gut“, lobt Schulleiterin Renate Braune den Entwurf. Außerdem sei er sehr gut auf Ganztagsangebote ausgerichtet. Allerdings sorgt sie sich um den Verlust von Freiflächen, um 800 Schüler in den Pausen an die frische Luft zu schicken. Dabei haben die Architekten, um Platz zu sparen, das Kleinsportfeld schon auf dem Dach der neuen Sporthalle hinter dem alten Schulgebäude angeordnet.
Bei der obligatorischen Frage nach dem Baubeginn, dämpfte der Leiter des Schulverwaltungsamtes, Falk Schmidtgen, zu hohe Erwartungen: „Das dauert“, erklärte er. Auf der Basis des Siegerentwurfs könne die Planung beginnen, sodass die Stadt im Sommer 2009 den Förderantrag beim Freistaat stellen könnte. Da der Bewilligung von Fördermitteln bisher immer eine gründliche Prüfung des Projektes vorausging, was wiederum seine Zeit braucht, rechnet Schmidtgen erst im Frühjahr 2010 mit einem Bescheid. „Im Idealfall könnte 2011 Baubeginn sein“, so der Leiter des Schulverwaltungsamtes.
Die Preisträgerentwürfe sind bis 25. Juli von 10 bis 18 Uhr in der Ausstellungsfläche Goldene Pforte des Rathauses, Dr.-Külz-Ring 19 zu sehen. Am Wochenende vom 19. und 20. Juli ist die Ausstellung geschlossen.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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