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Sachsen zahlt kinderlosen Paaren Baby-Beihilfe

10. February. 2009
10.February 2009

Nach Schätzungen von Experten warten in Deutschland 15 Prozent aller Paare vergebens auf Nachwuchs. Um sich den Kinderwunsch zu erfüllen, bietet die im Labor befruchtete Eizelle eine Chance. Doch die Behandlung ist teuer. Um die finanzielle Hürde zu senken, unternimmt Sachsen jetzt einen Vorstoß. Der Freistaat beteiligt sich ab März an den Kosten für die künstliche Befruchtung. Das Programm ist bundesweit einmalig und soll Sachsen wieder mehr Nachwuchs bescheren.

Das Sozialministerium übernimmt ab der zweiten Behandlung den Eigenanteil der Eltern für die Arztkosten, die durchschnittlich 3200 Euro betragen. Sozialministerin Christine Clauß (CDU) erklärte bei der Vorstellung des Programms die Details. Die Kosten für den ersten Versuch seien den Paaren noch zumutbar. Beim zweiten und dritten werden sie jeweils mit einer Pauschale bis zu 900 Euro entlastet, für den vierten Versuch wird ein Zuschuss von 1600 bis 1800 Euro gezahlt. Für die Medikamente gibt es vom Freistaat kein Geld.

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Die ungewollt kinderlosen Paare müssen allerdings Voraussetzung für die sächsische Babybeihilfe erfüllen. Sie müssen verheiratet sein und seit mindestens einem Jahr ihren Wohnsitz im Freistaat haben. Die Frau darf nicht jünger als 25 und älter als 40 Jahre alt sein. Die Altersgrenze des Mannes liegt bei 50 Jahren. Außerdem müssen die Behandlungen in einer sächsischen Praxis oder Klinik erfolgen.

Seit 2004 werden Kinderwunschbehandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen nur noch zur Hälfte erstattet und ab der vierten Behandlung gar nicht mehr. Gleichzeitig wurden Altersgrenzen und andere Anspruchsbedingungen strenger gefasst. Im Ergebnis dessen verzichteten Paare auf eine künstliche Befruchtung oder brachen die Versuche vorzeitig ab. In Sachsen ging die Zahl der Behandlungen um rund 60 Prozent auf etwa 1100 jährlich zurück. „Rein rechnerisch kommen somit in Sachsen 300 Babys weniger zur Welt“, erklärte die Sozialministerin. Bundesweit sei die Zahl der Geburten nach reproduktionsmedizinischen Behandlungen um 50 Prozent gesunken.

Sachsen hatte sich auf der Bundesebene bemüht, die Krankenkassen wieder voll in die Pflicht zu nehmen. Allerdings ohne Erfolg. Insofern legt der Freistaat jetzt den Baby-Zuschuss auf. „Ich bin sicher, dass nun in Sachsen wieder mehr kinderlose Paare ihren Wunsch nach einem Kind erfüllen können. Ich hoffe, viele Länder schließen sich unserem Vorbild an“, so Familienministerin Clauß

Rund eine Million Euro jährlich lässt sich der Freistaat die Unterstützung kosten. Bei den Grünen im Landtag stößt sie trotzdem auf Kritik. Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, Elke Herrmann, kritisiert, dass „die psychosoziale Beratung für ungewollt Kinderlose finanziell und personell nicht unterstützt wird“. Dabei sei diese genauso wichtig, weil Kinderlosigkeit nicht nur auf genetische Ursachen zurückzuführen sei. Unverständlich sei auch, weshalb die Paare verheiratet sein müssen.

 

 

(Sieglinde Werner)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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