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Sachsen verschärft Zugang zum Gymnasium

12. April. 2010
12.April 2010

Sachsens Grundschüler müssen noch mehr streben, um künftig den Sprung aufs Gymnasium zu schaffen. Ab dem Schuljahr 2010/2011 erhalten die Mädchen und Jungen der 4. Klasse nur dann eine Bildungsempfehlung, wenn der Notendurchschnitt in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht 2,0 oder besser ist. Eine 3 kann durch die Note 1 innerhalb dieser drei Fächer ausgeglichen werden. In den letzten fünf Jahren genügte ein Durchschnitt von 2,5. Damit verschärft Sachsen erneut den Zugang zum Gymnasium, führt aber gleichzeitig eine zweite Bildungsempfehlung in Klasse 6 ein.

Kultusminister Roland Wöller (CDU), der heute die Messlatte hochsetzte, befürchtet keine negativen Auswirkungen: „Damit wollen wir keinesfalls einen Teil der Schüler vom Abitur abhalten“. Jene, die in der 4. Klasse nicht den gewünschten Zensurendurchschnitt schaffen, erhielten trotzdem ihre Chance. Der Minister verweist auf die Möglichkeit, dass Absolventen der Mittelschule auch über den anschließenden Besuch des Beruflichen Gymnasiums die Hochschulreife erlangen können. Für diesen Weg brauchen sie allerdings 13 Jahre bis zum Abitur.

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Angesichts sinkender Schülerzahlen stärkt der Minister mit der neuen Hürde vor allem die Mittelschulen in Sachsen als Institution, indem er weniger Schülerinnen und Schülern den frühen Absprung ins Gymnasium erlaubt.  „Mit der veränderten Bildungsempfehlung sollen stärker als bisher die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder berücksichtigt werden“, sagt der Minister. Will heißen, Kids mit einem Notendurchschnitt von 2,5 seien nicht gut im Gymnasium aufgehoben. Allein im vergangenen Schuljahr seien knapp 1300 Schüler der Klassen 5 bis 9 vom Gymnasium wieder zurück an die Mittelschule gewechselt. „Genau jene sollen künftig – ohne demotivierende Erfahrungen – von der Mittelschule über das Berufliche Gymnasium die Hochschulreife erlangen“, so Roland Wöller. Bisher gehen rund 19 Prozent der Mittelschüler nach der 10. Klasse auf das Berufliche Gymnasium. Diesen Anteil will Wöller „deutlich erhöhen", indem er die Mittelschule zur Oberschule aufwerten will. Darauf verständigten sich CDU und FDP im Koalitionsvertrag.

Wie in den Gymnasien will das Kultusministerium auch in den künftigen Oberschulen Leistungsgruppen und schrittweise eine zweite Fremdsprache für alle Schüler der 6. Klassen einführen. „Außerdem wird es ab kommendem Schuljahr eine 2. Bildungsempfehlung in der 6. Klasse geben“, erklärt Wöller. Sie enthalte die Entscheidung der Klassenkonferenz mit der Empfehlung für den Real- oder Hauptschulbildungsgang oder das Gymnasium. Um die Empfehlung fürs Gymnasium zu erhalten, muss der Notendurchschnitt in Mathematik, Deutsch und Englisch 2,0 oder besser sein.

Endlich werde die 2005 von der SPD durchgesetzte Aufweichung der Bildungsempfehlung zurückgenommen, frohlockt die FDP im Sächsischen Landtag, die sich in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU vor allem für ein längeres gemeinsames Lernen stark gemacht hatte, sich damit aber nicht durchsetzen konnte. Als Kompromiss bot die CDU die zweite Bildungsempfehlung in der 6. Klasse an. „Sie führt zu einer besseren Durchlässigkeit im sächsischen Schulsystem“, lobt deshalb Norbert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, die Neuerung.

Kritik kommt von den Grünen im Landtag. „Wöllers Oberschulkonzept ist alles andere als überzeugend“, so Annekathrin Giegengack, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion. Mit der Verschärfung des Zensurendurchschnitts würden Sachsens Abiturientenzahlen nicht steigen, sondern fallen und sich damit der Fachkräftemangel verschärfen.  Und die Umwandlung der Mittelschule zur Oberschule drohe zum bloßen Etikettenschwindel zu werden. „Für die Bildung von Leistungsgruppen und die Einführung der zweiten Fremdsprache braucht Wöller mehr Personal. Jeder weiß: Das bekommt er in absehbarer Zeit von der CDU-/FDP-Koalition nicht", meint Giegengack.

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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