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Sachsen stellt 130 junge Lehrerinnen und Lehrer ein und finanziert auch den Überhang von 835 Lehrerstellen in Mittelschulen und Gymnasien. Der Haushalts- und Finanzausschuss im Landtag stimmte heute den damit verbundenen Mehrausgaben in Höhe von 24 Millionen Euro zu. Damit hat der monatelange Streit um die Lehrerstellen in Sachsen ein Ende gefunden, nachdem der Freistaat einen Überhang von 1000 Stellen prognostiziert hatte, wenn die Pädagogen auf Vollbeschäftigung pochen.
Um Entlassungen wegen sinkender Schülerzahlen zu vermeiden, hatten die Lehrergewerkschaften und der Freistaat 2005 in einem Tarifvertrag vereinbart, dass die Pädagogen an Mittelschulen und Gymnasien in Teilzeit arbeiten. Da die Schülerzahlen wieder steigen und der Tarifvertrag Ende Juli 2010 ausläuft, forderten die Gewerkschaften die Rückkehr zur Vollbeschäftigung. Der Freistaat hielt zunächst hart dagegen, wollte die Teilzeit um jeden Preis verordnen, griff aber schließlich den Vorschlag der Gewerkschaften auf, für die freiwillige Teilzeitarbeit zu werben.
Die ausgestreckte Hand wurde angenommen: 6577 Mittelschul- und Gymnasiallehrer werden im neuen Schuljahr verkürzt arbeiten und zwar 21,9 der möglichen 26 Schulstunden. Das entspricht einem Beschäftigungsgrad von 84 Prozent. Damit haben sich 49 Prozent der dafür in Frage kommenden 13483 Pädagogen für freiwillige Teilzeitarbeit, aber auch weniger Gehalt entschieden. Das sind mehr als erwartet, insofern braucht der Freistaat nur 835 Überhangstellen finanzieren.
„Mit ihrer Bereitschaft haben sie die Möglichkeit geschaffen, dass wir auch in diesem Jahr 130 junge Lehramtsabsolventen in den sächsischen Schuldienst einstellen können", bedankt sich Kultusminister Roland Wöller (CDU) bei den alten Lehrern, die mit ihrem Schritt Personalkosten an sich selbst sparen, um jungen Lehrern in Sachsen eine Chance zu geben. Die Neueinstellungen verteilen sich auf 80 Stellen für Mittelschulen und 50 für Gymnasien. Allerdings erhalten die Neuen nur einen Jahresvertrag.
Den Lehrerstellen-Kompromisses soll das Kultusministerium aus seinem Budget bezahlen, das plötzlich noch mit sogenannten Haushaltsresten in Höhe von 180 Millionen Euro gut gefüllt ist. Dabei handelt es sich um Geld, das 2009 zwar für Projekte verplant, aber nicht ausgegeben worden ist. „Nachdem Finanzminister Georg Unland (CDU) seit einem halben Jahr behauptet, keinerlei finanzielle Reserven zu besitzen, erfahren wir heute, dass er diese Haushaltsreste freigegeben hat“, zeigte sich Antje Hermenau, Haushaltsexpertin der Grünen im Landtag, überrascht. Gegen die Absicht, dass „die 24 Millionen Euro durch die Kürzung bei Ganztagsangeboten in Schulen und durch die Streichung der Leistungsprämien für Lehrer/innen im Jahr 2010 erwirtschaftet werden sollen“, wenden sich die Linken im Landtag.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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